Tipps, Tricks und Last-Minute-Termine - nach Bundesländern

Wie komme ich jetzt schneller an einen Impftermin?

18. Mai 2021 - 10:12 Uhr

Impfzentrum, Hausarzt oder Betriebsarzt - wo geht's am schnellsten zum Termin?

Millionen Deutsche sind schon vollständig geimpft – und auch für alle anderen rückt die Corona-Impfung immer mehr in greifbare Nähe. Aber geht's vielleicht doch noch schneller mit dem Impftermin? Und wer hat wo die besten Chancen? Alles rund um die geschickte Terminanfrage, die aktuelle Priorisierungsgruppe und Nachrücktermine speziell in Ihrer Region haben wir für Sie zusammengefasst – im Bundesländer-Überblick.

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Priorisierungsgruppe 1, 2 oder 3 - wer wird aktuell wo geimpft?

Fast acht Menschen werden derzeit pro Sekunde in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft, das sind mehr als eine halbe Million Menschen pro Tag. Es geht vorwärts – im Eiltempo. Trotzdem gibt es Unterschiede: Während einige Bundesländer schon mit Impfpriorisierungsgruppe 3 starten, sind andere noch damit beschäftigt, Menschen aus Gruppe 2 zu impfen. Das variiert auch je nach Impfzentrum, denn arbeitet ein Impfzentrum schneller als ein anderes, kann die Priorisierungsgruppe auch mal schneller abgearbeitet sein.

Michael Althammer, Leiter des Impfzentrums Bottrop, hat da einen Tipp, wie er uns im RTL-Interview verrät: "Gehen Sie auf die Internetseite des Impfzentrums der jeweiligen Stadtverwaltung und informieren Sie sich dort. Da finden Sie mit Sicherheit genügend Informationen, wie Sie schnellstmöglich an einen Impftermin kommen."

Wie sehr der Fortschritt bei den Impfungen schwankt, zeigt sich unter anderem in Rheinland-Pfalz. Zwar halte sich das Bundesland laut Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) anders als andere an die von der Bundesregierung empfohlene Reihenfolge beim Impfen. Allerdings ist in einigen der 32 Impfzentren bereits Priorisierungsgruppe 3 dran, während in anderen noch nicht einmal alle aus Gruppe 2 einen absehbaren Termin haben. Wie es konkret in ihrem Bundesland aussieht, erklären wir etwas später im Artikel.

Lese-Tipp: Prio-Gruppe 3 wird geimpft – wann bin ich mit der Corona-Impfung dran?

So kommen Sie schneller bei Ihrem Hausarzt dran:

Seit Ostern dürfen auch Hausärzte gegen Corona impfen, seit Anfang Mai auch Fachärzte – bisher allerdings nur mit begrenzten Dosen. Trotzdem ist der Run groß, die Telefone stehen nicht mehr still, der Druck auf die Praxen wächst. Sollte man trotzdem hartnäckig nachfragen oder lieber abwarten?

Hausarzt Dr. Thomas Assmann rät im RTL-Interview: "Sie sollten sich schon selber bemühen, um auf eine Liste zu kommen." Vermieden werden soll so, dass Menschen unnötig kontaktiert werden, die bereits im Impfzentrum geimpft wurden oder gar nicht geimpft werden möchten. In Assmanns Praxis werden dann die Leute für Impftermine kontaktiert, "die sich wirklich aktiv um eine Impfung bemühen".

Auch Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung, bestätigt RTL, dass es beim Hausarzt dann mitunter auch mal schneller gehen kann, weil Menschen, die in der Priorisierungsgruppe vor einem sind, womöglich schon längst im Impfzentrum geimpft wurden. Auch wenn Termine abgesagt werden, könne es sein, dass Impfdosen übrig bleiben, die dann außerhalb der Priorisierung verimpft werden.

Auch ganz ohne Priorisierung gibt es Chancen auf einen Impftermin. Vor allem für junge Leute dürfte deswegen die Plattform sofort-impfen.de interessant sein. Die Non-Profit-Organisation will Ärzte und Impfinteressenten kostenlos zusammenzubringen und so vermeiden, dass Impfstoff verfällt.

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Wie komme ich jetzt schneller an einen Impftermin?
Dr. Andreas Gassen ist Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung.
© imago images/Political-Moments, via www.imago-images.de, www.imago-images.de

"Jeder Impfstoff hilft"

Wann es auch schon mal schneller gehen kann, ist, wenn Impfstoff in der Hausarzt-Praxis übrig bleibt, erklärt Assmann. Weil der sich dann nur sechs Stunden hält, müsse man dann gucken, dass man das Vakzin zeitnah verimpfe. "Dann ist natürlich jemand, der mobil ist, vielleicht ein Auto hat und etwas jünger ist, besser als jemand der über 80 ist. Und wir müssen den Impfstoff verimpfen und jeder Impfstoff hilft." Wegschmeißen kommt für Assmann nicht infrage – "auf gar keinen Fall!"

Wie Ihr Hausarzt die Impftermine vergibt, kann von Praxis zu Praxis variieren. Kommen Sie telefonisch nicht durch, informieren Sie sich auf der Internetseite der Praxis oder erfragen Sie per E-Mail oder persönlich, wie die Terminvergabe funktioniert.

Lese-Tipp: Hausarzt packt aus: "Sie haben mir schon Geld angeboten" – nur für den Stempel im Impfpass

Ab Juni impfen auch Betriebsärzte

Ebenfalls nachfragen sollten Arbeitnehmer bei ihrem Arbeitgeber. Denn auch Betriebsärzte impfen bei großen Firmen bereits vereinzelt – so zum Beispiel in einem Modellprojekt bei VW. Ab dem 7.Juni sollen auch Betriebs- und Privatärzte bei den Corona-Impfungen einbezogen werden. Vorgesehen sind laut Bundesgesundheitsministerium für sie mindestens 500.000 Impfdosen pro Woche, wie zuerst die "Welt am Sonntag" berichtete.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg dürfen sich seit Montag (17. Mai) alle Bürger impfen lassen – zunächst aber nur in Arztpraxen. Dort wurde die Impfpriorisierung jetzt nämlich aufgehoben. Hausärzte dürfen somit selbst entscheiden, wen sie zuerst impfen, ohne sich an der staatlichen Impfverordnung zu orientieren. Das gilt für sämtliche Impfstoffe und nicht wie bisher nur für das Vakzin von AstraZeneca.

In den Impfzentren bleibt die Priorisierung bestehen. Hier läuft derzeit die Vergabe von Impfterminen für alle Menschen mit Vorerkrankungen aus der Gruppe 3. Impfberechtigt sind dann auch jeweils bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen, die wegen einer dieser Erkrankungen oder aufgrund des Alters von über 60 Jahren pflegebedürftig sind. Gleiches gilt für Menschen, die im Arbeitsalltag einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind - zum Beispiel Verkäuferinnen im Supermarkt, Busfahrer, Fahrlehrer und Mitarbeiter in Tafelläden; ebenso Personen, die regelmäßig in der Kinder- und Jugendhilfe oder in Schulen arbeiten, sowie Saisonarbeiter, Pflegeeltern und Journalisten.

Bayern

In Bayern soll die Impfpriorisierung bei Hausärzten im Laufe dieser Woche aufgehoben werden. Zielvorgabe sei laut Markus Söder, dass jeder geimpft werden könne, der dies wolle. Der Schwerpunkt werde bei Betrieben und Familien liegen. Bislang sind lediglich die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson unabhängig von der Priorisierung freigegeben. Für die anderen Impfstoffe hatte dies der Bund für Juni in Aussicht gestellt. Bayern hat nun aber angekündigt, hier schneller agieren zu wollen. Schon jetzt seien laut Söder viele der bayerischen Landkreise bei der Impfung der Priorisierungsgruppe 3 angekommen.

Berlin

Seit dem 3. Mai hat Berlin die Impfung für Prio-Gruppe 3 geöffnet. Im Zuge dessen wird auch das Buchungsverfahren umgestellt. Konkret bedeutet das: Eine Impfeinladung mit Buchungscode ist für eine Impfterminbuchung nicht mehr erforderlich. Bei der Terminvereinbarung online oder auch bei der Terminvereinbarung über die Hotline unter (030) 9028-2200 muss nun nur noch angegeben werden, welche Art von Nachweis bei der Impfung mitgebracht werden muss.

In Berliner Arztpraxen kann der Impfstoff von AstraZeneca unabhängig von der Priorisierung angeboten werden. Ansonsten sei, anders als etwa in Baden-Württemberg, die sogenannte Priorisierung nicht aufgehoben, erklärte eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin am Montag (17.5.). Auch ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit bestätigte auf Anfrage der dpa, zunächst sollten die priorisierten Gruppen geimpft werden. Allerdings dürften Haus- und Facharztpraxen seit Montag von der vorgeschriebenen Reihenfolge abweichen, wenn sie ihre Impfdosen nicht für priorisierte Gruppen verbrauchen könnten.

Brandenburg

Seit dem 26. April können in Brandenburg erste Personengruppen der Priorität 3 geimpft werden. Darunter alle über 60-Jährigen, alle Personen mit einem erhöhten Risiko für schwere Krankheitsverläufe aufgrund von Corona-Infektionen, Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen, Mitglieder von Verfassungsorganen und aktive Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Die Impfungen können in den Impfzentren und teilnehmenden Haushaltspraxen mit allen vorhandenen Impfstoffen durchgeführt werden.

"Brandenburg bleibt seinem Kurs treu, Impfprioritäten nach personenbezogener Risikoeinschätzung und beruflichem Bedarf zu öffnen. Wir werden in den kommenden Wochen zusätzlichen Spielraum bei Biontech- und Moderna-Impfstoffen haben. Den nutzen wir, um Prioritäten zu öffnen und den Ärzten mehr Freiheit bei der Impfentscheidung zu geben," so Innenminister Michael Stübgen in einer Meldung des MIK Brandenburg.

Seit Anfang Mai ist die Impfung mit AstraZeneca in Brandenburg für unter 60-Jährige freigegeben. Arztpraxen dürfen Impfwillige damit also frei von der vorgegebenen Priorisierung impfen.

Bremen

In Bremen haben die ersten Berechtigten der Priorisierungsgruppe 3 Einladungen für eine Corona-Impfung erhalten. Die betreffe zwar vor allem die Personengruppe der 60- bis 69-Jährigen. Zur Prio-Gruppe 3 zählen in Bremen aber auch 6.000 Beschäftigte an weiterführenden Schulen sowie rund 4.000 Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe, teilte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) mit.

Weil der Impfstoff weiter sehr knapp sei, könne noch nicht jedem Schulbeschäftigten ein Termin ermöglicht werden, so Bernhard. Es werde daher noch weitere Wochen dauern, bis allen Impfberechtigten der Prio-Gruppe 3 und danach allen Bremerinnen und Bremern ein Impfangebot gemacht werden könne.

Zurzeit sind laut Gesundheitsbehörden alle Impftermine bis Ende Mai ausgebucht. Weitere priorisierte Gruppen aus der Prio-Gruppe 3 würden im Anschluss daran ein Impfangebot bekommen. Es könne sich nicht im Impfzentrum registriert oder vorangemeldet werden.

Hamburg

Ab sofort sind in Hamburg auch Beschäftigte in Supermärkten zum Impfen aufgerufen. Damit könnten rund 21.000 weitere Personen ab sofort Termine für eine Corona-Schutzimpfung vereinbaren. Der Senat halte jedoch an der Impfpriorisierung fest, erklärte Gesundheits- und Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD). Die Priorisierung sei kein politischer Kompromiss, sondern eine Empfehlung von unabhängigen Wissenschaftlern und Ärzten. "Sie soll Leben retten, indem diejenigen mit der höchsten Gefährdung auch als erstes geschützt werden."

Mitarbeiter im Lebensmitteleinzelhandel gehören zur Prioritätsgruppe 3, die aber insgesamt noch nicht zum Impfen aufgerufen ist. Neben ihnen können sich in Hamburg aber auch schon Beschäftigte der weiterführenden Schulen und aus dem Bereich Jugendhilfe impfen lassen.

Hessen

In Hessen sind die Prio-Gruppen 1 bis 3 aufgerufen. Wer unter 60 ist und in keine der Gruppen fällt, kann sich trotzdem schon impfen lassen - mit AstraZeneca. Vor allem in Praxen, da der Bund diesen Impfstoff vornehmlich den Hausärzten zur Verfügung stellt.

Alle Menschen aus den Prio-Gruppen 1 und 2, die sich bisher registriert haben, haben laut Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) inzwischen ihre Termine bekommen. Bis Ende Mai sollen sie alle zum ersten Mal geimpft sein.

In der Frankfurter Festhalle werden derzeit Tausende der Prio-Gruppen 1 bis 3 mit AstraZeneca geimpft. Die Impfzentren vergeben zudem bereits reihenweise Termine für Angehörige aus Gruppe 3.

Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern können sich ab sofort Menschen, die zur Prio-Gruppe 3 gehören, impfen lassen. Wer aus dieser Gruppe einen Impftermin haben möchte, soll sich an seinen Hausarzt wenden. Diese vergeben Termine für die gesamte Priorisierungsgruppe 3, die Impfzentren zunächst nur für bestimmte Berufsgruppen, berichtet der NDR. Gleichzeitig werden in Mecklenburg-Vorpommern immer noch Personen geimpft, die der Gruppe 2 angehören.

Wer über 18 Jahre alt ist und sich mit AstraZeneca impfen lassen möchte, kann dies unabhängig von Impfpriorisierung und Alter tun. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales rät zudem, sich beim jeweiligen Landkreis über Sonderimpfaktionen zu informieren.

Auch für das Personal an weiterführenden Schulen und in der Kinder- und Jugendhilfe sowie bei Polizei und Feuerwehr werden die Impfungen von vielen Landkreisen und kreisfreien Städten in Eigenregie organisiert.

Niedersachsen

Auch in Niedersachsen ist der Kreis der Impfberechtigten größer geworden. In der Prio-Gruppe 3 können sich neben den über 60-Jährigen auch Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen und seit Montag auch Tätige in weiteren Berufsgruppen, wie Lebensmitteleinzelhandel und verschiedene behördliche Institutionen impfen lassen. Dazu zählen auch Menschen in relevanten Positionen der Regierungen, Verwaltungen, der Polizei, dem Zoll, dem Katastrophenschutz, dem technischen Hilfswerk und anderen Hilfsorganisationen, der Justiz und Rechtspflege, sowie dem Medien- und Pressewesen.

Nordrhein-Westfalen

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen können seit dem 23. April Menschen, die 70 Jahre alt sind, einen Termin buchen. Davor waren es die über 70-Jährigen. Ab dem 30. April ist eine Terminbuchung für chronisch Erkrankte der Priorität 2 auch in den Impfzentren möglich, bislang nur bei Hausärzten. Die Priorisierung für AstraZeneca bei Hausärzten wurde nicht aufgehoben. Sie dürfen aber Restdosen "niedrigschwellig" vergeben.

Lehrkräfte an weiterführenden Schulen, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Angestellte in der Justiz und Steuerfahndung können seit dem 6.Mai einen Impftermin vereinbaren. Das Gleiche gilt auch für Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen und Schwangeren sowie für Eltern schwer chronisch kranker Minderjähriger, die selbst nicht geimpft werden können.

Die genannten Personengruppen können über die Terminbuchungsportale der Kassenärztlichen Vereinigungen einen Impftermin in einem Impfzentrum buchen. Die Terminbuchung ist nach Ministeriumsangaben online möglich über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117. Zusätzlich können auch die jeweils für die Landesteile eingerichteten Rufnummer für Impftermine genutzt werden. Das sind die (0800) 116 117 02 für Westfalen-Lippe und die (0800) 116 117 01 für das Rheinland.

Nach Ministeriumsangaben kommt für diese Personengruppen entweder der Impfstoff von Biontech oder der von Moderna zum Einsatz. Eine Wahl des Impfstoffs ist aber nicht möglich. Die Personen benötigen einen Nachweis der Impfberechtigung bei den Berufsgruppen über eine Arbeitgeberbescheinigung. Sie muss den Angaben zufolge zum Impftermin im Impfzentrum mitgebracht werden. Gerade Pendlern dürfte die Aufhebung des Arbeitsstättenprinzip das Impfen erleichtern: Der Arbeitsort spiele bei der Wahl des Impfzentrums keine Rolle.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz hält sich anders als manch andere Bundesländer an die vorgegebene Impfreihenfolge, wie Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) betont. Allerdings gilt das nur eingeschränkt. In einigen der 32 Impfzentren ist die Prio 3 schon dran, während in anderen noch nicht einmal alle aus Prio 2 einen konkreten Termin haben. Vorgezogen wurden zudem die rund 20.000 Lehrer an weiterführenden Schulen, die eigentlich zur Gruppe 3 gehören.

Bis spätestens Ende Mai sollen aber alle 70 bis 79 Jahre alten Menschen aus Gruppe 2 ihren ersten Piks bekommen haben. Die rund 140.000 Menschen aus dieser Gruppe, die eine Vorerkrankung haben oder als Kontaktpersonen von Schwangeren oder Pflegebedürftigen registriert sind, sollen ebenfalls größtenteils im Mai geimpft sein, zumindest aber bis Ende Mai wissen, wann ihr Termin sein wird.

Bis wann alle über 60 aus Gruppe 3 einen Termin haben, die sich schon seit 7. April und damit als erste aus Gruppe 3 registrieren konnten, ist offen.

Saarland

Im Saarland hängt beim Impfen viel vom Zufallsgenerator ab. Denn in regelmäßigen Abständen bestimmt er die Reihenfolge von Terminen, die auf einer Impfliste eingegangen sind. Daher spielt es auch keine Rolle, ob man sich bei der Öffnung einer Liste oder einer neuen Priorität schnell oder entspannt anmeldet. Fix dagegen sollte man sein, wenn man in den Genuss von Last-Minute-Terminen kommen möchte. Diese sind über eine Nachrücker-Börse zu bekommen, für Termine, die kurzfristig abgesagt worden sind.

Eines der vier Impfzentren wird von der Bundeswehr auf dem Gelände einer Kaserne in Lebach betrieben. Das Besondere: Es ist rund um die Uhr in Betrieb - auch um 1 Uhr oder 4 Uhr morgens wird geimpft. In den Impfzentren gibt es nur noch den Impfstoff von Biontech und Moderna, AstraZeneca ist den Arztpraxen vorbehalten - auch, weil es einen höheren Beratungsbedarf gebe, heißt es vom Gesundheitsministerium.

Sachsen

Seit dem 21. April ist in Sachsen die Priorisierungsgruppe 3 vollständig an der Reihe. Einen Impftermin bekommen also unter anderem über 60-Jährige, Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Corona-Krankheitsverlauf besteht und/oder Menschen, die im Lebensmitteleinzelhandel, in Schulen (auch allgemein- oder berufsbildend) oder in medizinischen Einrichtungen mit niedrigem Expositionsrisiko tätig sind.

Auch jeweils zwei Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen (gemäß Priorisierungsgruppe 1 und 2) sind zur Impfung berechtigt. In Arztpraxen ist außerdem die Priorisierung für den Impfstoff von AstraZeneca komplett aufgehoben: Nach einer Aufklärung durch den Arzt können sich also auch Menschen unter 60 Jahren für eine Impfung damit entscheiden, ohne einer Priorisierungsgruppe anzugehören.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt bekommen aktuell Personen mit der Priorität 3 bereits teilweise ein Impfangebot. Dies hängt davon ab, ob regional allen durch die Priorisierungsgruppen 1 und 2 berechtigten Personen ein Impfangebot gemacht werden konnte. Werden die für diese Personen freigeschalteten Termine nicht mehr in ausreichender Menge gebucht, können sich auch Gruppe-3-Berechtigte anmelden.

Dabei werden Personen über 60 sowie solche mit erhöhtem Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf vorrangig berücksichtigt. Auch zwei enge Kontaktpersonen von einer nicht in einer Einrichtung untergebrachten pflegebedürftigen Person fallen in die Gruppe 3. Weiterhin sollen auch Menschen im aktiven Dienst der Feuerwehr bei der Impfung berücksichtigt werden.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein hat die Corona-Schutzimpfungen in der Prioritätsgruppe 3 begonnen. Termine können online gebucht werden.

Nach Angaben von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) bekommen die Hausärzte immer mehr Gewicht beim Impfen. Die Chance auf einen Impftermin beim eigenen Hausarzt sei darum auch deutlich höher als im Impfzentrum, betonte Garg. Dass es trotzdem noch nicht so viele Termine wie Anfragen gebe, liege nicht an den Ärzten oder Praxismitarbeitern: "Wir haben aber nach wie vor nicht genug Impfstoff, um sofort allen Menschen einer Priorisierungsgruppe eine Impfung anzubieten."

Thüringen

Seit dem 4. Mai ist in Thüringen auch die Priorisierungsgruppe 3 geöffnet. Damit sind alle über 60-Jährigen und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen impfberechtigt, ebenso wie diverse Berufsgruppen. Zu diesen zählen zum Beispiel Beschäftigte des Lebensmitteleinzelhandels, der Energieversorgung, der Wasserversorgung und der Ernährungswirtschaft.

Seit dem genannten Datum wurden für die Gruppe 3 insgesamt 125.000 Termine für den Zeitraum ab dem 12. Mai im Portal www.impfen-thueringen.de freigeschaltet. Impfberechtigte Personen können sich außerdem für Termine bei ihren Hausarztpraxen melden.

Für AstraZeneca gilt: Die Priorisierung ist vollständig aufgehoben. Demnach können sich auch unter 60-Jährige jetzt beim Hausarzt nach vorangegangener Beratung mit dem Impfstoff impfen lassen. Laut der Info-Website von Thüringen strebt Gesundheitsministerin Werner bis Ende Mai die Versorgung von 40 Prozent der Thüringer mit der Erstimpfung an. Zudem hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow die grundsätzliche Aufhebung der Impfpriorisierung in seinem Bundesland angekündigt. "In dem Moment, wo in den Hausarztpraxen ausreichend Impfmaterial da ist, kann der Hausarzt das entscheiden", sagt der Linken-Politiker im ZDF. Schon jetzt gebe es Hausärzte, die in der Entscheidung freier sind, so Ramelow.

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(akr/rka/mol/dpa)