Die Urlauber flüchten über den Strand. Weg von den meterho-hen Flammen.
Einige schleppen ih-re Koffer mit. Andere haben es nur noch in Badeklamotten geschafft, sich vor dem Feuer zu retten.
Es sollte ein Traumurlaub in der Dominikanischen Republik werden. Aber schon zwei Tage vor dem Brand fällt einer Urlauberin ein Bauarbeiter auf einem Palmendach auf: "Also, wie ich den Mitarbeiter gesehen habe, mit dem offenen Feuer am Dach, dann wusste ich schon, das wird schieflaufen. Also, wenn ein Funke da rausgeht, dann dann wird es enorme Brand "
Sie meldet den Fall an der Rezeption, doch es passiert nichts. Auf Nachfrage sagt uns das Hotel es gäbe keine Aufzeichung dieser Gästebeschwerde, sie bestätigen aber, dass es Bauarbeiten auf dem Dach gab.
Innerhalb weniger Minuten stehen weite Teile des Hotels "Viva Dominicus Beach" in Bayahibe komplett in Flammen.
"Ein Freund unserer Reisegruppe hat gerade im Bungalow geschlafen. Daraufhin bin ich schnell zum Bungalow gerannt, habe an seine Tür gehämmert, dann ist schon Panik ausgebrochen."
Eine Italienerin kommt bei dem Brand ums Leben. Unser Reiseexperte Ralf Benkö konfrontiert das Hotel mit den Vorwürfen: "Man spricht davon es gebe ein umfassendes System von Brandschutz und Schutzmaßnahmen und rund 1.700 Gäste und 1.000 Mitarbeitende wurden gemäß unseres Notfallhandbuchs evakuiert und da sagen die Urlauber etwas anderes und da gibt es noch viel aufzuklären."
Eine Gruppe von rund 40 deutschen Gästen wird nach Stunden des Bangens endlich in ein neues Hotel gebracht. Aber was dann passiert, ist für sie der absolute Alptraum. Im Ersatzhotel geht plötzlich gegen 21.00 Uhr abends der Feueralarm los! "Gebäude verlassen so schnell wie möglich"
"Es lief die Durchsage, dass es einen Notfall gibt und wir sofort das Gebäude evakuieren müssen. Ja. Teile der Reisegruppe, also Personen der Reisegruppe, die ja mit uns hierher evakuiert wurden, die sind natürlich komplett nervlich am Ende gewesen."
Bis morgens um 7.00 Uhr tönen stündlich die Sirenen. Die meisten Urlauber wollen einfach nur noch weg.
"Als ich Tage nach dem Brand Hilfeanrufe von den Urlaubern bekommen habe, die sagten ihnen werde immer noch nicht geholfen, hab ich natürlich den Reiseveranstalter kontaktiert und ich konnte vermitteln, da konnten Gäste auch umziehen es gab auch kostenfreie, vorzeitige Rückflüge wenn das jemand gewünscht hatte, also da hat sich einiges bewegt und jetzt geht es um Entschädigungen."
Ob die Bauarbeiten auf dem Dach wirklich die Brandursache war, ist bisher noch nicht öffentlich bekannt. Aber die Erinnerunen an diesen Horrorurlaub werden wohl für immer bleiben.