Starkes Umsatzplus durch Corona

Nach Lekkerland-Übernahme: Rewe ist in Europa die Nummer 2

23. Februar 2021 - 15:27 Uhr

Erfolgreichster Lebensmittelhändler Europas kommt ebenfalls aus Deutschland

Die Rewe-Gruppe hat 2020 von den Corona-Einschränkungen profitiert und sieht sich auf dem Sprung zum zweitgrößten Lebensmittelhändler in Europa. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das genossenschaftliche Kölner Handels- und Touristikunternehmen nach eigenen Angaben erstmals die Marke von 75 Milliarden Euro Umsatz geknackt. Ein deutscher Händler ist allerdings noch erfolgreicher

Penny, Billa, Toom - alles Rewe

Neben den rund 3.300 Rewe-Märkten in Deutschland gehören unter anderem auch Penny, Billa, Toom, DER Touristik Deutschland sowie ITS Reisen und Lekkerland zur Rewe Gruppe.

"Damit steigen wir voraussichtlich hinter der Schwarz-Gruppe zum zweitgrößten Lebensmittelhandelskonzern in Europa auf. Wir dürften in Europa Carrefour und Aldi überholt haben", sagte der Rewe-Vorstandsvorsitzende Lionel Souque der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Die Schwarz-Gruppe, die mit ihren Sparten Lidl und Kaufland weltweit mehr als 12.000 Filialen betreibt, erreichte zuletzt einen Umsatz von mehr als 110 Milliarden Euro.

Keine Staatshilfen für DER Touristik beantragt

12 Milliarden Euro des Umsatzwachstums von Rewe entfielen den Angaben zufolge auf die Übernahme von Lekkerland. Die Lekkerland-Gruppe ist auf die Belieferung von Tankstellen und Kiosken mit Tabakwaren und Lebensmitteln spezialisiert.

Mit Blick auf die Umsatzeinbußen der Tochtergesellschaft DER Touristik kündigte Souque an: "Auch im Ergebnis werden wir die Verluste aus anderen Bereichen wie der Touristik ausgleichen."

Die Staatshilfen für die Konkurrenten FTI und Tui sieht der Rewe-Chef kritisch: "Wir werden nicht zulassen, dass es am Ende einen Verzicht auf die Rückzahlung des Kredits gibt. Viele Vereinbarungen sind nicht transparent, deshalb sprechen wir auch bei der EU-Kommission vor." DER Touristik habe bislang keine staatlichen Kredite beantragen müssen, habe das auch nicht vor.

Quelle: DPA / RTL.de