Eine Woche nach dem brutalen Mord„Keiner traut sich mehr, sein Kind rauszulassen” – große Sorge in Dormagen nach Yosefs (†14) Tod

Yosef wurde am 28. Januar tot an einem See gefunden.
Yosef wurde am 28. Januar tot an einem See gefunden.
Privat
von Valerio Magno, Rogatus Skanta und Jan Luhrenberg

Eine ganze Stadt steht unter Schock!
Warum musste Yosef (14) so grausam sterben? Die Polizei kommt auch eine Woche nach dem Leichenfund nicht wirklich weiter. Mittlerweile ist jedoch klar: Der Junge ist einem brutalen Verbrechen zum Opfer gefallen – und in der Stadt Dormagen in Nordrhein-Westfalen ist jetzt alles anders.

Die Menschen in Dormagen leben in Angst

Kerstin Ruhe (54) bringt die Stimmung im Ort auf den Punkt. Sie kennt Yosef und seine Mutter gut, organisierte den Trauermarsch mit mehreren tausend Personen und wird auch auf der Beerdigung am Freitag (6. Februar) eine Trauerrede halten.

Sie sagt im RTL-Interview: „Die Menschen wollen natürlich Antworten. Also, gerade auch Menschen wie die Mutter vor allem, die Community und auch hier jede Mutter, jeder Vater, jede Oma, jeder Opa, jede Tante, jeder Onkel – alle wollen Antworten. Keiner traut sich mehr, sein Kind rauszulassen, ohne dass er Bauchschmerzen hat. Und manche sagen auch: ,Nein, du gehst erst mal nicht vor die Tür, solange der nicht gefasst ist, der das verursacht hat, der das schuld ist.’”

Lese-Tipp: „Bitte meldet euch” – verzweifelter Aufruf nach Yosefs (†14) Tod

Kerstin Ruhe sagt das nicht von ungefähr, sie bekommt Aussagen wie diese im direkten Kontakt mit den Menschen mit – vor allem über die sozialen Medien wie Facebook. Dort schreiben viele besorgte Bürger.

Streaming Tipp
RTL Aktuell
Jetzt auf RTL+ streamen

So auch diese Frau in der Facebook-Gruppe „Dormagen passt auf !!!”: „Ich bin Mama von drei Mädels im Alter von 24, 20 und 16 und Oma von einem sieben Wochen alten Jungen. Ich kann das alles nicht in Worte fassen, mein Mama- und Oma-Herz blutet. Ich hoffe, der oder die Täter werden schnell gefunden und bekommen ihre gerechte Strafe.”

Im Video: Yosefs (†14) Mutter hält die Ungewissheit nicht aus!

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Polizei verstärkt Präsenz in Dormagen – auch an der Schule!

Yosefs Tod schockt die ganze Stadt Dormagen seit dem 26. Januar, nachdem ein Spaziergänger seine Leiche gegen 17 Uhr am Rande eines Waldsees im Ortsteil Hackenbroich findet. Die Polizei hat noch keinen Verdächtigen. Am Dienstagabend (3. Februar) ist dann aber klar: Yosef starb an mehreren Stich- und Schnittverletzungen – das bringt die Obduktion ans Licht.

Die zuständige Polizei Rhein-Kreis Neuss ermittelt auf Hochtouren, weiß aber auch: Der Fall schürt die Sorgen der Einwohner! Auf RTL-Anfrage teilt die Polizei mit, dass sie mehr Präsenz an der Schule und an der Unterkunft zeigt, wo Yosef gewohnt hat. Vor allem auch, um für die Bürger da zu sein, falls es Fragen oder Beobachtungen gibt. Auch bei der Trauerfeier am Freitag werden Beamte sicher vor Ort sein.

Lese-Tipp: Trauer um getöteten Yosef (†14) – Deutschland lässt seine Mutter nicht allein

„Der Tod von Yosef macht uns fassungslos und tief betroffen”

Auch die Stadt bekommt die große Anteilnahme um Yosef mit. Deshalb organisiert sie eine öffentliche Trauerfeier, die am Freitag (6. Februar) um 13.30 Uhr und somit eineinhalb Stunden vor der nicht öffentlichen Beerdigung stattfindet. Zudem gibt es ein Hilfskonto für die Familie und seit Mittwoch (4. Februar) sind zwei Kondolenzbücher ausgelegt, in denen Bürgerinnen und Bürger ihre Anteilnahme, Gedanken und Beileidsbekundungen hinterlassen können.

„Der Tod von Yosef macht uns fassungslos und tief betroffen. Viele Menschen möchten in diesen Tagen ihre Anteilnahme ausdrücken”, so Bürgermeister Erik Lierenfeld. Denn der Schmerz sitzt noch tief!

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Polizei Rhein-Kreis Neuss, Stadt Dormagen, Facebook