Akupunktur für eine sanfte Geburt

Kann ein Kamm in der Hand wirklich gegen Wehenschmerzen helfen?

© Fàcebook/Fox Valley Birth and Baby, Fox Valley Birth and Baby

26. Juli 2019 - 13:40 Uhr

Kamm als Alternative zur PDA?

Eine Geburt ist ein unvergessliches, wundervolles Erlebnis für die werdende Mutter - wenn die Geburtsschmerzen nicht wären. Und so greifen viele Mütter zu schmerzlindernden Mitteln wie einer Periduralanästhesie (PDA). Doch es soll auch eine sanfte, natürliche Alternative geben, durch die die werdende Mama auch ohne Medikamente auskommt: Ein schlichter Kamm gegen Wehenschmerzen.

Akupunktur für eine sanfte Geburt

Ein Facebook-Post einer US-amerikanischen Agentur für Geburts- und Babyfotografie, "Fox Valley Birth and Baby", vom 16. Juli geht gerade viral: "Ihr solltet unbedingt einen Kamm bei der Geburt dabei haben. Und er ist nicht für eure Haare gedacht", heißt es im Post. So soll der Kamm die Wehenschmerzen erträglicher machen. Und das funktioniert dann so: Während der Wehen wird ein schmaler Kamm in der Hand gehalten, so dass die Zähne des Kammes die Akupunkturpunkte stimulieren. Diese Punkte liegen in den Handlinien am Übergang der Finger zur Handfläche. Sie fördern die Ausschüttung von Endorphinen, also den Glückshormonen.

Das Gehirn kann sich nur auf einen Schmerz fokussieren

Weiterhin soll durch die leichten Schmerzen, die die durch den Kamm verursacht werden, von den Geburtswehen abgelenkt werden. Denn das Gehirn kann sich nur auf einen Reiz konzentrieren. Da die Handnerven näher am Gehirn liegen, werden diese Schmerzen schneller wahrgenommen als die Wehenschmerzen.

Diese Akupunktur-Methode zur sanften Geburt ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bekannt. Eine Studie der Universität Teheran zeigte, dass bei den Frauen, die während der Wehen eine Akupressur bekamen, die aktive Geburtsphase deutlich kürzer und auch die Intensität der Schmerzen geringer war.

Im Video: Junge Mutter ist nach PDA gelähmt

Funktioniert die Methode?

Die Facebook-User sind von dem Tipp mit dem Kamm begeistert, über 21.000 Kommentare gab es, mehr als 18.000 Mal wurde der Post geteilt – Tendenz steigend. Einige Mütter haben die Methode bereits ausprobiert. So schreibt beispielsweise Userin Kara Edwards unter dem Post: "Bei all meinen Geburten hatte ich Kämme dabei." Und sogar bei Tätöwierungen soll ein Kamm gegen die Schmerzen helfen, wie Userin Kendall Watts verrät.