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Akupunktur

Die Akupunktur gibt es schon über 2000 Jahre. Sie gehört zur TCM und gilt als alternatives Heilverfahren. Die bekannteste Variante ist die Ohrakupunktur.

Akupunktur picture alliance / dpa Themendienst | Christin Klose

Die Akupunktur ist eine alte Heilkunst, die schon vor Jahrtausenden entstanden ist. Bereits im zweiten Jahrhundert vor Christus wurde sie schriftlich erwähnt. Sie wird der Traditonellen Chinesischen Medizin (TCM) zugeordnet und ist dort eine von fünf Heilmethoden neben der Moxibustion, den Massagepraktiken wie Shiatsu, Bewegung und einer speziellen Ernährung. Sie zählt in Deutschland zur komplementären Medizin. Kernelement der Akupunktur sind feine Nadeln, die in bestimmte Punkte des Körpers gestochen werden und dort die Selbstheilungskräfte aktivieren sollen.

Die Meridiane als Leitbahnen der Energie

Akupunktur kann bei einer Vielzahl von körperlichen Beschwerden und psychischen Problemen eingesetzt werden. Je nach Indikation werden die Nadeln in passende Punkte gesetzt und dort entweder einige Minuten oder, gesichert mit einem Pflaster, auch mehrere Tage belassen. Die Akupunkturpunkte befinden sich auf Meridianen, die die TCM als Energieleitbahnen im Körper definiert. Viele solcher Bahnen sind im Bereich der Ohrmuschel, sodass sich die Ohrakupunktur als bekannteste Akupunkturform etabliert hat.

Anwendungsbereiche der Akupunktur

Der Akupunktur wird eine ganzheitliche Wirkung nachgesagt. Sie soll den Muskeltonus reduzieren und somit zur Entspannung und Schmerzlinderung beitragen. Auch für die Stärkung des Immunsystems, vor allem bei chronischen Erkrankungen, wird sie eingesetzt. Die Nadeln der Akupunktur sollen einen abschwellenden und durchblutungsfördernden Effekt mit sich bringen. Oft werden sie auch bei Nervosität und anderen psychischen Verstimmungen eingesetzt, da ihnen durch die Experten der Akupunktur eine psychoregulative Wirkung nachgesagt wird.

Wirksamkeit der Akupunktur

Für die Wirksamkeit der Akupunktur als Alternativmedizin gibt noch keine abschließenden Studien. Dennoch gibt es bestimmte Indikationen, bei denen die gesetzlichen Krankenkassen die Akupunkturkosten übernehmen. Dies sind zum Beispiel die Kniegelenksarthrose sowie Rückenbeschwerden, die chronisch sind und sich im Bereich der LWS manifestiert haben. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist es, dass die Behandlungen von einem dafür weitergebildeten Arzt durchgeführt werden. Weitere Möglichkeiten, Akupunktur zu nutzen, sind die Selbstzahlung und das Abschließen einer privaten Zusatzversicherung, die diese Leistungen übernimmt. Hier gibt es auch Angebote für die Leistungen der Heilpraktiker, von denen einige die Akupunktur ebenfalls einsetzen.