Elektroakupunktur und Migräne-Spritze: Neue Therapieformen sollen gegen Migräne helfen

Können Elektroakupunktur oder die Spritze wirklich helfen? Neue Migräne-Therapien
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Neue Migräne-Therapien
Können Elektroakupunktur oder die Spritze wirklich helfen?

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Hoffnung für Patienten

18 Millionen Deutsche haben regelmäßig Migräne - ein starker Kopfschmerz, der nicht nur unfassbar wehtut, sondern auch immer wieder kommt. Ein Migräneanfall kann bis zu drei Tage dauern, in denen der normale Alltag für die Betroffenen häufig unmöglich zu bestreiten ist. Neurologin Dr. Monika Empl erklärt uns zwei neue Therapieformen, die Betroffenen nun Hoffnung machen.

Zwei neue Therapieformen gegen Migräne:

Die Elektroakupunktur: Eine Kombination aus Strom und Nadeln soll bei Migränebeschwerden helfen. "Es gibt Studien, die zeigen, dass bei chronischen Schmerzen die Elektroakupunktur wirksamer als die klassische Akupunktur ist", erklärt die Expertin. Dabei funktioniert die Elektroakupunktur ähnlich wie die herkömmliche Akupunktur. Es gibt bestimmte Stellen am Kopf, in die man mit einer Nadel sticht, um Reize auszulösen. Allerdings wird die Reizung zusätzlich durch elektrischen Strom verstärkt, wodurch vor allen Dingen die chronischen Migränebeschwerden gelindert werden sollen. Im Internet finden Sie Ärzte in Ihrer Umgebung, die eine Elektroakupunktur anbieten. "Am besten fragt man vorher seine Krankenkasse, ob die Kosten übernommen werden. Einige Krankenkassen machen das, dann muss man auch kein Vermögen investieren, um das mal zu testen", rät Dr. Monika Empl.

Die Migräne-Spritze: Durch die Migräne-Spritze wird Patienten vor einer neuen Migräne-Attacke ein Antikörper gespritzt, der dem Anfall vorbeugen soll. "In der Migräne-Attacke wird ein ganz bestimmter Botenstoff freigesetzt. Es wurden jetzt Antikörper gegen diesen Botenstoff entwickelt, die gespritzt werden. Wenn die Attacke dann kommt, fängt das Medikament diesen Botenstoff ab", so die Neurologin. Die Spritze wird zurzeit allerdings noch in Deutschland getestet und kommt frühestens 2018 auf den Markt. Das Warten könnte sich aber lohnen: Die neusten Studienergebnisse zeigen, dass viele Betroffene durch das Spritzen deutlich weniger Migräneanfälle haben oder sogar kopfschmerzfrei werden. Die Nebenwirkungen sollen außerdem gering sein. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

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