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Migräne

Bei Migräne kommen zu anfallartig auftretenden Kopfschmerzen noch Symptome wie Übelkeit oder Lichtempfindlichkeit hinzu.

Migräne Berchtesgaden - Fotolia

Einseitig hämmernde Kopfschmerzen, stechende Schmerzen hinter der Stirn, jeder Blick ins Licht eine Qual: Ein Migräneanfall verläuft heftig und kann Betroffene im Alltag schnell außer Gefecht setzen. Migräne bezeichnet dabei anfallsweise auftretende Kopfschmerzen, die durch Bewegung noch verstärkt werden. Zusätzlich zu den starken Kopfschmerzen kommen bei der Migräne Symptome wie Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Licht- oder Lärmempfindlichkeit hinzu. Migräne wird häufig bei jungen Menschen im Alter von 25 bis 45 Jahren zum ersten Mal festgestellt. In Deutschland leiden etwa acht Millionen Menschen an Migräne, im Alter von 35 bis 45 sind Frauen dreimal so häufig betroffen wie Männer.

Bei Migräne handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, bei der verschiedene Symptome auftreten können: Im Unterschied zu 'normalen' Kopfschmerzen können bei Migräne auch Licht- und Geräuschempfindlichkeit und Übelkeit bis Erbrechen hinzukommen. Aber auch wenn nicht alle Symptome auftreten, kann eine Migräne vorliegen.

Die genauen Ursachen und Auslöser von Migräne sind bislang nicht bekannt. Es lassen sich jedoch Schlüsselreize - sogenannte Trigger - von Migräneattacken ausmachen. Diese Trigger sind in der Regel von Person zu Person unterschiedlich und lassen sich am besten mit Hilfe eines Kopfschmerztagebuchs in Erfahrung bringen. Man vermutet, dass bei einer Migräne der Stoffwechsel im Gehirn gestört ist und Botenstoffe fehlreguliert werden. Dadurch verändert sich die Schmerzempfindlichkeit der Blutgefäße im Gehirn, was zu den typischen Migränekopfschmerzen führen kann. Auch ein unregelmäßiger Tagesablauf wie verschiedene Schlafens- oder Essenszeiten oder Pausen kann eine bedeutende Rolle spielen. Bei Frauen liegen häufig auch hormonelle Faktoren zugrunde: So wurde beobachtet, dass die Hormonschwankungen während des Zyklus der Frau ein Migräne-Auslöser sein können. Auch Nacken- und sogar Rückenschmerzen als Folge von Stress können migräneartige Kopfschmerzen begünstigen. Bei manchen Personen tritt die Migräne auch erst auf, wenn der Stress nachlässt, wie zum Beispiel am Wochenende oder im Urlaub.

Migräneattacken verlaufen selten einheitlich und gliedern sich oftmals in verschiedene Phasen: Auf eine meist durch Gereiztheit geprägte Vorbotenphase folgt in einigen Fällen eine Migräneaura genannte Phase, bei der es zu Wahrnehmungsstörungen kommen kann. Die anschließende eigentliche Kopfschmerzphase, die häufig von starker Licht- und Lärmempfindlichkeit begleitet wird, dauert zwischen vier Stunden und drei Tagen. In dieser Zeit ziehen die Betroffenen häufig Bettruhe im abgedunkelten Schlafzimmer vor.

Doch wie grenzt der Arzt eine Migräne von anderen Formen von Kopfschmerzen ab? Was unterscheidet die Migräne vom seltener auftretenden Clusterkopfschmerz? Helfen Medikamente mit Wirkstoffen wie Ibuprofen, Paracetamol & Co. gegen die stechenden Kopfschmerzen bei einem Migräneanfall? Und welche alternativen Therapiemethoden gibt es, um die Migräneattacken in den Griff zu bekommen? Antworten auf diese und weiteren Fragen rund um das Thema Migräne finden Sie hier bei RTL.de.