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Getötetes Mädchen (15) aus Salzgitter: Schock bei Anwohnern - "Das ist ganz schlimm"

Mädchen wurde von zwei Jungen erstickt

Nachbar der getöteten 15-Jährigen aus Salzgitter: „Das ist ganz schlimm“

Weitere Details zu mutmaßlichem Mord in Salzgitter 13- und 14-Jähriger sind Hauptverdächtige

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Es sollen ein 13- und ein 14-Jähriger gewesen sein, die ein 15 Jahre altes Mädchen in Salzgitter getötet haben. Bei vielen Anwohnern in dem Viertel sitzt der Schock über die Gewalttat tief. Ein Nachbar des Mädchens erzählt im Interview, dass die Jugendliche zu allen immer nett gewesen sei. „Wir waren richtig befreundet“, erzählt der 20-Jährige aus dem Stadtteil Fredenberg. „Das ist ganz schlimm“, erzählt er fassungslos.

Nachbar spricht über getötete 15-Jährige
Ein Nachbar spricht über die getötete 15-Jährige aus Salzgitter.
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Nachbar erzählt: 15-Jährige hatte viele Freunde und war immer nett

Denn inzwischen ist klar: Die seit Sonntag vermisste 15-Jährige wird nie wieder nach Hause kommen. Sie wurde offenbar von zwei Jugendlichen aus ihrem Bekanntenkreis erstickt. Ihr Nachbar erzählt, das Mädchen habe mit seiner Familie in der Wohnung unter ihm gewohnt. Sie habe alle im Haus immer freundlich gegrüßt. In der Schule habe sie viele Freunde gehabt. „Sie hatte gar keine Probleme mit jemandem“, sagt der Nachbar. Auch mit ihrer Familie habe die Jugendliche „immer normal geredet“. Streit habe er nie mitbekommen, so der 20-Jährige.

Als er am späten Dienstagabend nach Hause gekommen sei, habe die Schwester des vermissten Mädchens vor dem Haus gesessen. Das sei nicht normal, dass sie um diese Uhrzeit noch draußen wäre. Die junge Frau sei nervös und ängstlich gewesen und war die ganze Zeit mit ihrem Handy beschäftigt, erzählt der Nachbar.

Lese-Tipp: Jungen (13, 14) sollen Mädchen (15) getötet haben - wie können Jugendliche zu Mördern werden?

Staatsanwalt: "Mädchen ist erstickt" Offenbar Mord in Salzgitter

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Polizei findet Leiche in Grünanlage in Salzgitter

Die Polizei hatte die Leiche der 15-Jährigen bei einer intensiven Suchaktion am Dienstag in einer Grünanlage im Ortsteil Fredenberg entdeckt. „Wir gehen von einem Tötungsdelikt aus“, sagte Christian Wolters von der Staatsanwaltschaft Braunschweig. „Nach der Obduktion steht fest, dass das Mädchen an Sauerstoffmangel gestorben ist. Das heißt, es ist erstickt“, so Wolters im RTL-Interview. Wie genau es zu diesem Erstickungstod kam, müssten weitere Ermittlungen klären.

„Das hat uns ganz schön durchgerüttelt“, sagt Winfried Schneider, der ganz in der Nähe des Leichenfundorts wohnt. „Das ist ja nicht normal, dass hier in diesem kleinen Stadtteil einfach eine Leiche aufgefunden wird“, meint der Anwohner. Ihm und vielen der Nachbarn sei nach der Schreckensnachricht sofort klar gewesen, dass etwas Schlimmes passiert sein musste. „Es legt sich ja kein 15-jähriges Mädchen in die Büsche und stirbt“, so der 67-Jährige. Auch Anwohnerin Gabi Lear ist entsetzt über das, was sich direkt vor ihrer Haustür abgespielt hat. „Dieses arme Mädchen“, sagt sie. „Wirklich traurig.“

15-jähriges Mädchen in Salzgitter getötet Zwei Jungen tatverdächtig

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Salzgitter: Tatverdächtige sollen Opfer als ihre "Feindin" angesehen haben

Die 13- und 14-jährigen Tatverdächtigen sollen das Opfer gekannt haben. Sie stammen aus demselben Stadtteil, gingen auf dieselbe Schule, soweit wir wissen", sagt Wolters im RTL-Interview. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie die 15-Jährige bereits am Sonntag getötet haben. „Es hat sich zumindest aus Sicht der Täter eine Feindschaft entwickelt und das Ganze ist dann offenbar in der Tat eskaliert“, erklärte Wolters im Interview. Die Teenager hätten dann wohl beschlossen, die Schülerin zu töten. „Darum gehen wir auch von einem Mord aus. Das heißt, wir sehen niedrige Beweggründe und die Tat ist nach unseren Erkenntnissen auch heimtückisch erfolgt“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Gegen den älteren Teenager wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. Der 13-Jährige ist noch nicht strafmündig. Dirk Härdrich, der Jugenddezernent in Salzgitter erklärte, das Jugendamt stehe in intensivem Kontakt mit der Polizei. Ob der Junge in Obhut genommen wird, ist noch nicht klar. Dafür sei entweder die Zustimmung der Eltern oder die Anordnung durch ein Familiengericht notwendig. (jgr, mit dpa)