Unser WM-TickerTornado-Alarm kurz vor WM-Spiel! Extremes Unwetter bedroht US-Metropole

Fußball Herren FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Gruppe E Elfenbeinküste vs. Ecuador 14.06.2026 Der Himmel über dem Stadion kündigt ein Unwetter an Philadelphia Philadelphia Stadion Pennsylvania United States of America
Ein Unwetter zieht über dem WM-Stadion in Philadelphia auf (Archivbild).
IMAGO/Justus Stegemann

Jetzt gilt’s für unsere DFB-Stars!
Bei der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko (noch bis 19. Juli) wollen die Schützlinge von Bundestrainer Julian Nagelsmann die vergangenen beiden Blamagen bei Weltmeisterschaften vergessen lassen. Denn zweimal war zuletzt bereits in der Gruppenphase Schluss – das soll sich in diesem Jahr ändern! Klappt das? Und was hat dieses XXL-Turnier mit 48 Mannschaften und 104 Spielen sonst noch Spannendes zu bieten? Mit unserem Live-Ticker verpasst ihr nichts!

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Wie weit kommt Deutschland bei der WM 2026? Hier abstimmen!

Der Live-Ticker von RTL.de zur Fußball-WM 2026 – hier verpasst ihr nichts!

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Jan Luhrenberg

Tornado-Alarm kurz vor WM-Spiel! Extremes Unwetter bedroht US-Metropole 

Vor der Partie zwischen Frankreich und Irak gibt es eine akute Unwetterwarnung, die den Spielplan der Fußball-Weltmeisterschaft heftig durcheinanderbringen könnte. Laut dem US-Sender CBS steht das Spiel auf der Kippe. Die Rede ist von einer kurzfristigen Absage oder Verschiebung. Es drohe demnach eine extreme Unwetterfront über dem Lincoln Financial Field in Philadelphia, wenn dort heute das zweite Gruppenspiel der beiden Teams ansteht (23 Uhr/ARD, MagentaTV).

Die Meteorologen warnen vor „zerstörerischen Winden, heftigen Blitzen und der Gefahr vereinzelter Tornados". Dieses Risiko mache die Durchführung der Partie unter freiem Himmel unmöglich, es sei zu gefährlich für alle Beteiligten – Teams und Fans.  Auch Starkregen und Sturzfluten sind möglich, der Flugverkehr könnte beeinträchtigt sein. Die FIFA überlegt deshalb auch, das offizielle Rahmenprogramm in der Stadt abzusagen – etwa das Public Viewing.
Jan Luhrenberg

Rudi Völler über das Schlotterbeck-Aus: „Sehr schade“

Rudi Völler setzt nach dem bitteren WM-Aus für Nico Schlotterbeck auf eine Trotzreaktion in der Fußball-Nationalmannschaft. „Das ist eine schwere Verletzung für Nico. Es ist sehr schade. Es ist bitter für uns und für den Jungen. Eine WM ist nicht so oft“, sagte der DFB-Sportdirektor der Deutschen Presse-Agentur in Winston-Salem. Ziel müsse es nun sein, Schlotterbeck aufzubauen und neue Lösungen für die kommenden Turnieraufgaben der DFB-Elf zu finden. „Das müssen wir auffangen und das bekommen wir aufgefangen“, sagte der 66-Jährige. 

Schlotterbeck hatte sich beim 2:1 im WM-Spiel am Samstag in Toronto gegen die Elfenbeinküste eine Innenbandverletzung im linken Knöchel zugezogen und fällt nach DFB-Angaben mehrere Monate aus. Völler lobte ausdrücklich Schlotterbecks Wunsch, bei der Mannschaft in den USA zu bleiben. „Das spricht für unseren Teamgeist“, sagte er. Die Absprachen mit Borussia Dortmund seien problemlos gewesen. Er habe selbst mit BVB-Chef Lars Ricken telefoniert. Der Verbleib des 26-Jährigen und die Behandlung durch die DFB-Ärzte werde unterstützt.
Jan Luhrenberg

Das sagt Nico Schlotterbeck zu seinem WM-Aus

Nationalspieler Nico Schlotterbeck hat die deutschen Fußball-Fans nach seinem verletzungsbedingten WM-Aus dazu aufgefordert, die DFB-Elf weiter anzufeuern. „Was jetzt zählt, ist die Mannschaft", schrieb der Dortmunder Innenverteidiger am Montag bei Instagram und betonte: „Sie verdient die volle Unterstützung aller Deutschen. Lasst uns zusammenstehen und zeigen, dass wir in guten wie in schwierigen Momenten hinter dieser deutschen Mannschaft stehen und sie auf ihrem Weg zum WM-Titel unterstützen!"

Er selbst brauche „noch etwas Zeit, um das Ganze zu verarbeiten und später darüber zu sprechen", schrieb der 26-Jährige an die Anhänger: „Deshalb wird es von mir vorerst keine ausführlichen Worte dazu geben. Danke für euer Verständnis." 

Am Ende des Posts bei Instagram steht eine Deutschland-Fahne und ein Herz. Aktuelle und frühere Mitspieler reagierten mit Herzchen auf seinen Beitrag, zu den ersten gehörten Leon Goretzka, Thomas Müller und Mats Hummels.
Jan Luhrenberg

Beistand für Nico Schlotterbeck aus der Heimat

Nico Schlotterbeck hat es schlimm erwischt. Der Abwehrspieler fällt für die restliche WM aus. Julian Nagelsmann muss nach der bitteren Diagnose umdenken. Beistand für unseren WM-Star kommt nun auch aus der Heimat – von seinem Verein Borussia Dortmund. 

Lars Ricken, Geschäftsführer Sport beim BVB, äußert sich zur Verletzung von Schlotterbeck: „Für Nico tut es mir extrem leid, er war richtig gut in Form und aus der Startelf unserer Nationalmannschaft nicht wegzudenken. Dass er jetzt durch eine Verletzung aus der WM ausscheidet, ist sehr schade und unglaublich bitter. Aber Nico hat im vergangenen Jahr gezeigt, wie er nach einer Verletzung noch stärker zurückkommt. Das wird er auch diesmal, davon sind wir überzeugt.“
 
Fast zwei Tage waren zuvor schon vergangen nach dem folgenschweren Zweikampf beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste in Toronto, bei dem das Band am linken Knöchel riss. Eine gravierende Verletzung, die zu einem Ausfall von mehreren Monaten für den 26 Jahre alten Innenverteidiger führt und somit sogar Auswirkungen auf die nächste Bundesliga-Saison bei Borussia Dortmund hat. 
Jan Luhrenberg

Trotz WM-Aus! Nico Schlotterbeck reist noch nicht ab

Trotz seiner schwerwiegenden Verletzung wird Nico Schlotterbeck vorerst bei der Nationalmannschaft in den USA bleiben. „Es ist ein schönes Zeichen, dass er zunächst hier im Mannschaftskreis bleibt, denn er hat auch neben dem Platz Einfluss“, sagte Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann laut einer DFB-Mitteilung. Der Verband bestätigte zugleich, dass sich der 26 Jahre alte Innenverteidiger beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk zugezogen hat und mehrere Monate ausfallen wird.
Jan Luhrenberg

DFB-Präsident ist voller Stolz auf unser Team

Der Einzug der deutschen Nationalmannschaft in die K.o.-Runde der Fußball-WM hat auch den DFB-Präsidenten euphorisiert. „Dass unsere Mannschaft vorzeitig den Gruppensieg erreicht hat, erfüllt mich mit Stolz und Glück", sagte Bernd Neuendorf dem SID. Das Spiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) am Samstag in Toronto sei „das vielleicht intensivste dieser Weltmeisterschaft" gewesen, schwärmte der DFB-Boss. 

Daneben zeige der Punktgewinn von Curacao gegen Ecuador (0:0), dass auch der 7:1-Auftaktsieg gegen den WM-Neuling „keine Selbstverständlichkeit war", betonte er. Wichtig ist Neuendorf (64) aber auch noch etwas anderes. „Diese Mannschaft zeigt uns allen", betonte er, „dass Zusammenhalt und füreinander Einstehen auf und neben dem Platz viel Gutes bewirken kann." 
Jan Luhrenberg

Gruppensieg! Das sind jetzt unsere möglichen Gegner im Sechzehntelfinale 

Auf welche Mannschaft trifft Deutschland im Sechzehntelfinale der Fußball-WM? Das ist die große Frage, seit feststeht, dass der viermalige Weltmeister die eigene Gruppe E auf jeden Fall als Erster beenden wird. Stattfinden wird das erste K.o.-Duell für die Elf von Bundestrainer Julian Nagelsmann am 29. Juni (22.30 Uhr MESZ) in Foxborough bei Boston. Und der Gegner wird ein Tabellendritter aus den Gruppen A, B, C, D oder F sein. Insgesamt 15 Mannschaften kommen deshalb noch infrage.

Mögliche DFB-Gegner im Sechzehntelfinale: 
  • aus Gruppe A: Südafrika, Südkorea, Tschechien 
  • aus Gruppe B: Kanada, Schweiz, Bosnien-Herzegowina, Katar
  • aus Gruppe C: Brasilien, Marokko, Schottland
  • aus Gruppe D: Australien, Paraguay
  • aus Gruppe F: Niederlande, Japan, Schweden
Der härteste Brocken wäre sicherlich Brasilien. Zwar führt der Rekordweltmeister aktuell die Gruppe C an, kann aber eben auch noch Dritter werden. Auch die bisher starken Marokkaner sind ein möglicher Gegner. Am wahrscheinlichsten wird aber Schottland Dritter in Gruppe C. Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich ist der Klassiker gegen die Niederlande, falls der DFB-Gegner aus Gruppe F kommt. Allerdings dürfte in der Holland-Gruppe eher Japan oder Schweden auf Platz drei einlaufen.

Bei Erreichen des Achtelfinales droht dem DFB-Team am Samstag, 4. Juli (23 Uhr) in Philadelphia ein Duell mit Topfavorit Frankreich, falls dieser in Gruppe I ebenfalls Erster wird und das Sechzehntelfinale übersteht. Der weitere Fahrplan sähe wie folgt aus: Viertelfinale am 9. Juli (22 Uhr) in Foxborough, Halbfinale in Arlington bei Dallas am 14. Juli (21 Uhr), Finale am 19. Juli (21 Uhr) in East Rutherford. Zunächst findet dort aber am kommenden Donnerstag (22 Uhr/ARD und MagentaTV) das letzte Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Ecuador statt.
Thorsten Berger

Spanien zeigt seine Klasse - 4:0 gegen Saudi Arabien

 
Wunderknabe Lamine Yamal trifft bei seiner Premiere nach wenigen Minuten, Trainer Luis de la Fuente freut sich über das perfekte Geburtstagsgeschenk: Spanien hat bei seinem zweiten WM-Spiel Saudi-Arabien in Atlanta mit 4:0 (3:0) deklassiert und nach dem blamablen 0:0 gegen Kap Verde für einen Befreiungsschlag gesorgt. 
An seinem 65. Geburtstag stellte de la Fuente den lange verletzten Yamal in die Startelf. Als dieser seinen Gegenspieler mit einem Trick nach nur 35 Sekunden das erste Mal von den Beinen holte, feierte ein Großteil der 68.239 Fans euphorisch. In der 10. Minute erlöste Yamal den Europameister mit der Führung, Mikel Oyarzabal (21./24.) ließ Spanien schon vor der ersten Trinkpause uneinholbar davonziehen. Ein Eigentor von Hassan Al-Tambakti (49.) machte die Lage für den WM-Gastgeber von 2034 noch aussichtsloser.

Oyarzabal liefert doppelt
Spanien präsentierte sich völlig anders als noch gegen Kap Verde. Die Außen wurden ebenso konsequent gesucht wie Abschlüsse. Frei nach dem Motto: Wer nicht schießt, kann nicht treffen. Dachte sich auch Oyarzabel, traf binnen drei Minuten erst aus dem Gewühl nach einer Ecke und anschließend nach einer wunderbaren Kombination, die die Saudi-Abwehr völlig den Überblick verlieren ließ.

Schonung für Yamal
Schon in der Halbzeit nahm de la Fuente in Oyarzabel und Yamal die beiden neben Dani Olmo bestimmenden Spieler vom Platz - offenbar zur Schonung mit Blick auf das lange Turnier. Der Treffsicherheit Spaniens schadete das nicht, zumal der Gegner unfreiwillig mithalf. Marc Cucurellas Schuss parierte Al-Owais noch, doch der Ball prallte von Al-Tambakti ins Tor. Ein fünfter Treffer von Ferran Torres in der Nachspielzeit wurde nach langer Videoüberprüfung wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt.
 

 

Thorsten Berger

Elfenbeinküste wirft Deutschland mangelndes Fairplay vor

 
Nach dem hart umkämpften WM-Spiel zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste kochen die Emotionen hoch. 
Trainer Emerse Faé hat der DFB-Auswahl nach der 1:2-Niederlage seines Teams aus der Elfenbeinküste fehlendes Fairplay vorgeworfen. "Wir nehmen uns solche Nationen als Beispiel, um uns weiterzuentwickeln, und ich war ein wenig enttäuscht über den Mangel an Fair Play dieser deutschen Mannschaft", sagte der 42-Jährige bei der Pressekonferenz nach der WM-Partie in Toronto.
"Von einer großen Nation wie Deutschland hätte man etwas mehr Fairplay erwarten können, als Singo den Ball wegen einer Verletzung ins Aus spielte", sagte Faé zu einer Szene in der 80. Minute, die für viel Aufregung sorgte.
Was war passiert? Wilfried Singo hatte sich nach einem Zweikampf mit Kai Havertz an den offensichtlich verletzten hinteren Oberschenkel gegriffen und den Ball ins Aus gespielt. Nachdem er sich schon außerhalb des Spielfelds befand, ließ er sich wieder über die Außenlinie fallen. Dadurch erzwang er eine Unterbrechung und verhinderte einen schnellen Einwurf des Gegners. Nicht nur Bundestrainer Julian Nagelsmann war darüber völlig aufgebracht.

Brown "soll bescheiden bleiben" 

Faé ärgerte sich dann darüber, wie es nach der Szene weiterging. "Wir hätten uns gewünscht, dass sie uns den Ball zurückspielen", sagte er in Richtung des deutschen Teams. Außenverteidiger Nathaniel Brown lieferte sich mit dem Chefcoach der Ivorer ebenfalls ein Wortgefecht. "Ich habe ihm einfach gesagt, er solle bescheiden bleiben. Es stimmt, er hat ein super Spiel gemacht, er ist in einer sehr, sehr starken Nationalmannschaft. Aber ich denke, er muss nicht schlecht über uns reden, nur weil er zurückliegt, oder weil es 1:1 steht und er gerne gewinnen würde", kritisierte Faé. 
Lea Haberbosch

Bundestrainer Nagelsmann verteidigt Sané 

Julian Nagelsmann hat Nationalspieler Leroy Sané nach der Auswechslung im zweiten WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) in Schutz genommen. „Leroy hat wieder viel probiert, viel gemacht", sagte der Bundestrainer über den abermals recht glücklosen Flügelstürmer.
Dass der frühere Münchner in der Offensive nicht so recht zur Entfaltung gekommen war, lag laut Nagelsmann auch am stumpfen Platz. „Man muss immer den Spielertypen in Verbindung mit dem Rasen sehen", sagte er und betonte: „Immer ins Eins-gegen-eins zu gehen, ist schwierig auf dem trockenen Platz."
Defensiv, meinte der Bundestrainer, sei der ewig umstrittene Sané „sehr fleißig" gewesen. Mit der Einwechslung von Jamie Leweling für Sané habe er „Power reinbringen" wollen, "aber das hat gar nichts mit Leroys Leistung zu tun. Wichtig ist, dass er die Dinge, die ihm manchmal abgesprochen wurden, bringt. Das hat er super gemacht. Er hat Josh gut unterstützt."
Kapitän Joshua Kimmich bekräftigte dies. „Leroy war da", sagte er etwa über das Gegentor, er habe Sané in der Situation nur nicht wahrgenommen und daher leider die Grundlinie nicht zugemacht. 
Lea Haberbosch

„Man of the Match" Deniz Undav gibt sich bescheiden – und macht seiner Frau ein Geschenk


Deniz Undav ist der deutsche Held von Toronto. Der Stuttgarter wendet nach seiner Einwechslung das Spiel gegen die Elfenbeinküste. Ist so einer nicht zu schade als Joker? Muss er in die Startelf?
Als Super-Joker Deniz Undav eigentlich schon alle Fragen beantwortet hatte, bekam er beim Verlassen der Bühne doch noch eine zugerufen. Was er denn mit der Auszeichnung für den Man of the Match mache? Die schmucklose Trophäe eines FIFA-Sponsors hatte er zuvor beim Austausch mit den Reportern die gesamte Zeit wie einen wirklich wertvollen Fußball-Pokal in der linken Hand gehalten.
„Die geht zur Frau", antwortete der von Fans, Mitspielern und auch dem Bundestrainer im WM-Stadion von Toronto bejubelte Matschwinner nach dem 2:1 (0:1) im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste. Und der 29-Jährige zeigte dabei sein typisch verschmitztes Deniz-Undav-Lächeln. Ob sich seine Tanja wirklich über den Bier-Kelch freut?
Egal. Deutschland hat beim Turnier in Amerika seinen ersten Star, der von aller Welt bestaunt wird. Und das US-Portal „The Athletic“ stellte prompt die Frage: „Ist Deniz Undav der beste Einwechselspieler der Weltmeisterschaft?"

„Ich versuche einfach, meinen Job zu machen"
Zwei Einwechslungen, drei Tore, dazu noch zwei Torvorlagen beim 7:1 gegen Curaçao: Diese Quote verdient das Prädikat Weltklasse. „Ich versuche einfach, meinen Job zu machen", sagte Undav. Nach einer Stunde kam er rein, wendete die Partie quasi im Alleingang mit seinem Doppelpack und dem Siegtor tief in der Nachspielzeit.
Neun Tore in elf Länderspielen. Ist dieser formstarke Undav nicht mehr als ein Joker, sondern ein Mann für die Startelf, ein 90-Minuten-Stürmer? „Das liegt am Bundestrainer. Er trifft die Entscheidung", sagte der Stuttgarter. Seine Taten sprechen eindeutig für ihn.

Das sagt Nagelsmann zur weiteren Undav-Rolle
Und was sagte Julian Nagelsmann nach dem vorzeitigen Gruppensieg mit Blick auf die nun mindestens zwei weiteren Partien zum Vorrundenabschluss gegen Ecuador und anschließend im Sechzehntelfinale? Der Chef über die Aufstellung mochte sich spontan nicht festlegen. 
„Es gibt verschiedene Ansätze. Du kannst sagen, ja warum soll ich seinen Flow jetzt brechen?", erklärte Nagelsmann zum Festhalten am Joker-Status von Undav: „Er kam zweimal rein, hat zweimal Tore gemacht und letztes Mal auch Tore vorgelegt. Man kann aber auch sagen, ja klar, super Leistung, lass' ihn mal von Beginn an spielen. Wir werden beides diskutieren, auch mit Deniz."
Deniz Undav schoss gegen die Elfenbeinküste zwei Tore
Deniz Undav schoss gegen die Elfenbeinküste zwei Tore. AP Photo/Olivia White
Roger Saha

DAS sagen die Zeitungen weltweit über Deutschlands 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste



Dank eines Doppelpacks von Deniz Undav hat das deutsche Nationalteam auch die Elfenbeinküste bezwungen und das Weiterkommen bei der WM vorzeitig sicher. Auch die Weltpresse lobt nach dem 2:1 (0:1) in Toronto das "goldene Händchen" von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Internationale Pressestimmen zum zweiten Gruppenspiel der DFB-Auswahl im Überblick:

ENGLAND
The Sun: "Was für ein Spiel! Das waren mit die intensivsten 90 Minuten dieser Weltmeisterschaft bisher. (...) Super-Joker Deniz Undav stahl den Sieg mit einem Last-Minute-Herzschlagtreffer – aber erst, nachdem Teenie-Elefant Yan Diomande drohte, völlig über die DFB-Elf hinwegzutrampeln." 
Daily Mail: "Was für ein Comeback! Julian Nagelsmann sorgte nach der Pause für die Wende und sicherte damit den Einzug in die K.o.-Runde. Sie haben Deniz Undav zu danken, der von der Bank kam und den entscheidenden Doppelpack schnürte. Wieder dort, wo sie hingehören." 
Guardian: "Undav reißt Deutschland in letzter Minute aus der Bredouille und sichert den Sieg."

ITALIEN 
Gazzetta dello Sport: "Deutschlands Held heißt Deniz Undav: Der Stürmer wurde eingewechselt und drehte das Spiel praktisch im Alleingang. Deutschlands elfter Sieg in Folge und die vorzeitige Qualifikation – die Mannschaft von Julian Nagelsmann ist nicht zu stoppen, getragen von Undav. Doch bevor man an die Zukunft denkt, muss sich das Team selbst hinterfragen: Nach dem 7:1 gegen Curacao gerät Deutschland gegen eine sehr starke Elfenbeinküste zeitweise in Schwierigkeiten." 
Tuttosport: "Deniz Undav führt Deutschland schließlich doch noch ins Sechzehntelfinale der WM. Das Team von Julian Nagelsmann holt drei weitere Punkte und qualifizierte sich dank eines goldenen Händchens des Bundestrainers für die nächste Runde. Der eingewechselte Undav dreht die Partie praktisch im Alleingang und erzielte den entscheidenden Treffer sogar erst in der 94. Minute."

FRANKREICH
L'Equipe: "Ein wahrer Kampf. Die Elfenbeinküste und Deutschland lieferten sich in einem stimmungsvollen Stadion in Toronto ein hochintensives Spiel."

SPANIEN 
Marca: "Glückliches Ende für die Deutschen und ein trauriges, sehr trauriges für die Afrikaner, die die Niederlage nicht verdient hatten. Aber Deutschland ist eben Deutschland. Man darf sie niemals abschreiben."
AS: "Undav gibt sich als Klose. Deutschland wird immer mehr zu Deutschland. Gegen Curacao trat es auf wie in seinen besten Zeiten und erzielte sieben Tore mit brasilianischem Flair. Gegen die Elfenbeinküste musste die Mannschaft dagegen ihren typischen Charakter und ihre Widerstandsfähigkeit zeigen." 
PORTUGAL 
A Bola: "Deniz Undav kam von der Bank und entschied das Spiel für Deutschland. Ein sehr bitteres Ende für die Elefanten."

ELFENBEINKÜSTE
Mondial Sport: "Die Elefanten unterliegen der 'Mannschaft' in letzter Minute. Die Elefanten kämpfen und haben ihre Chancen. Aber spät gibt es den Schock."
7Info: "Die mutige Mannschaft unterliegt Deutschland. Angefeuert von der ivorischen Diaspora in Kanada können die Elefanten mithalten, aber am Ende reicht es nicht zum verdienten Punkt."

USA
New York Times: "Deniz Undavs Doppelpack beschert Deutschland in einem Thriller der WM 2026 in letzter Minute den Sieg gegen die Elfenbeinküste."
ESPN: "Undav wird zum Helden – Nagelsmanns Einwechselspieler sichern den Comeback-Sieg."

MEXIKO
El Universa: "Was für ein Triumph der Deutschen, die damit in die K.o.-Runde einziehen."
Record: "Deutschland schafft in letzter Minute die Wende gegen die Elfenbeinküste und setzt sich an die Spitze der Gruppe E. Die deutsche Mannschaft trotzte den Widrigkeiten, der umstrittenen Schiedsrichterentscheidung und der körperlichen Überlegenheit der Afrikaner und sicherte sich mit einem entscheidenden Doppelpack von Deniz Undav den Einzug in die nächste Runde."

KANADA
The Star: "Im Stadion brach Jubel aus, als Deutschland das entscheidende Tor erzielte. Es ist ein Treffer von Deniz Undav in der 94. Minute, sein zweites Tor in diesem Spiel. Die deutschen Fans springen vor Freude in die Luft und singen, doch für die Ivorer ist es ein herber Rückschlag, nachdem sie ihre 1:0-Führung verspielten und Chancen hatten, das Spiel zu entscheiden."

SCHWEIZ 
Blick: "Später Lucky Punch: Super-Joker Undav erlöst Deutschland. Die WM 2018? Vorbei nach der Vorrunde als Titelverteidiger. Die WM 2022? Ebenfalls zu Ende nach der Gruppenphase. In Nordamerika benötigt Deutschland lediglich zwei Spiele, um das zu erreichen, was vor acht respektive vier Jahren nicht gelang: der Einzug in die K.o.-Phase. Möglich machts Deniz Undav, der Super-Joker der Deutschen."

ÖSTERREICH 
Krone: "Undav sei Dank! Deutschland zittert sich zu Sieg."
Roger Saha
Roger Saha

Länderspiele unter seiner Führung: 23. Sieg für Julian Nagelsmann


Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada in die K.o.-Runde. In Toronto traf Deniz Undav doppelt (68., 90.+4). Franck Kessié hatte die Ivorer in der 30. Minute in Führung gebracht. 
Es war der 23. Erfolg für Bundestrainer Julian Nagelsmann und der elfte Sieg in Serie. Die DFB-Elf jagt weiter ihre Bestmarke von 15 Siegen am Stück, die sie zwischen 2010 und 2012 aufgestellt hatte. Vom Spiel um Platz 3 bei der WM 2010 gegen Uruguay (3:2) bis zum EM Halbfinale 2012 (1:3 gegen Italien) gewann Deutschland 15 Spiele in Serie.
Nagelsmanns Bilanz weist neben 23 Siegen sechs Unentschieden sowie sechs Niederlagen auf. Das Torverhältnis lautet 85:36. 
Die Bilanz seit der ersten Begegnung am 5. April 1908 gegen die Schweiz (3:5): 602 Siege, 214 Unentschieden und 223 Niederlagen bei 2341:1221 Toren in 1039 Länderspielen. Eingesetzt wurden in diesem Zeitraum 991 Nationalspieler.

Die Länderspiele unter Julian Nagelsmann:

14. Oktober 2023: USA - Deutschland 1:3 (1:1)
18. Oktober 2023: Mexiko - Deutschland 2:2 (1:1)
18. November 2023: Deutschland - Türkei 2:3 (1:2)
21. November 2023: Österreich - Deutschland 2:0 (1:0)
23. März 2024: Frankreich - Deutschland 0:2 (0:1)
26. März 2024: Deutschland - Niederlande 2:1 (1:1)
03. Juni 2024: Deutschland - Ukraine 0:0
07. Juni 2024: Deutschland - Griechenland 2:1 (0:1)
14. Juni 2024: Deutschland - Schottland 5:1 (3:0)
19. Juni 2024: Deutschland - Ungarn 2:0 (1:0)
23. Juni 2024: Schweiz - Deutschland 1:1 (1:0)
29. Juni 2024: Deutschland - Dänemark 2:0 (0:0)
05. Juli 2024: Spanien - Deutschland 2:1 (1:1, 0:0) n.V.
07. September 2024: Deutschland - Ungarn 5:0 (1:0)
10. September 2024: Niederlande - Deutschland 2:2 (1:2)
11. Oktober 2024: Bosnien-Herzegowina - Deutschland 1:2 (0:2)
14. Oktober 2024: Deutschland - Niederlande 1:0 (0:0) 
16. November 2024: Deutschland - Bosnien-Herzegowina 7:0 (3:0)
19. November 2024: Ungarn - Deutschland 1:1 (0:0)
20. März 2025: Italien - Deutschland 1:2 (1:0)
23. März 2025: Deutschland - Italien 3:3 (3:0)
04. Juni 2025: Deutschland - Portugal 1:2 (0:0)
08. Juni 2025: Deutschland - Frankreich 0:2 (0:1)
04. September 2025: Slowakei - Deutschland 2:0 (1:0)
07. September 2025: Deutschland - Nordirland 3:1 (1:1)
10. Oktober 2025: Deutschland - Luxemburg 4:0 (2:0)
13. Oktober 2025: Nordirland - Deutschland 0:1 (0:1)
14. November 2025: Luxemburg - Deutschland 0:2 (0:0)
17. November 2025: Deutschland - Slowakei 6:0 (4:0)
27. März 2026: Schweiz - Deutschland 3:4 (2:2)
30. März 2026: Deutschland - Ghana 2:1 (1:0)
31. Mai 2026: Deutschland - Finnland 4:0 (1:0)
06. Juni 2026: USA - Deutschland 1:2 (1:1)
14. Juni 2026: Deutschland - Curacao 7:1 (3:1)
20. Juni 2026: Deutschland - Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) 2:1 (0:1) 
Julian Nagelsmann weiß, was er an Deniz Undav hat
Julian Nagelsmann weiß, was er an Deniz Undav hat. Tom Weller/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Fußball-WM 2026 ist das größte Turnier der FIFA-Geschichte

Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft – das größte Turnier der FIFA-Geschichte. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen um den Titel. Das Eröffnungsspiel wird am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt angepfiffen, das Finale am 19. Juli (beide 21 Uhr/MagentaTV und ZDF) im MetLife Stadium in New York. TV-Fans in Europa benötigen ein besonderes Stehvermögen: Zahlreiche Partien werden wegen der Zeitverschiebung erst spätabends oder nachts angepfiffen.

Wer sind die Favoriten bei der Fußball-WM 2026?

Titelverteidiger Argentinien gehört mit Superstar Lionel Messi erneut zum engsten Favoritenkreis – auch wenn offen ist, welche Rolle der inzwischen 38-Jährige noch spielen wird. Ebenfalls hoch gehandelt werden WM-Dauerbrenner wie Frankreich, Spanien, England und Brasilien. Allerdings: Bislang gab es außerhalb des europäischen Kontinents mit Spanien (2010 in Südafrika) und Deutschland (2014 in Brasilien) erst zwei Weltmeister aus Europa.

Wie stehen die deutschen Chancen bei der Fußball-WM 2026?

Unter Bundestrainer Julian Nagelsmann wirkt die Mannschaft nach den enttäuschenden Turnieren der vergangenen Jahre stabiler. Ein Titelgewinn wäre nach den Vorrunden-Blamagen von 2018 und 2022 dennoch eine große Überraschung. Das Achtelfinale scheint realistisch, danach wird vieles von Form, Auslosung und Momentum abhängen. In der Vorrunde warten zunächst Curacao (14. Juni), die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) als Gegner auf die DFB-Elf.

Unsere Jungs für die USA! Das ist Julian Nagelsmanns WM-Kader

Was ist bei der Fußball-WM 2026 neu?

Die WM wird größer denn je: Statt bislang 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf 104. Von den zwölf Vierergruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften sowie die acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde. Dadurch gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale, für die Finalisten steigt die maximale Zahl der Spiele somit von sieben auf acht. Außerdem wird das Turnier erstmals in drei Ländern gespielt – den USA, Mexiko und Kanada. Für die FIFA ist die WM ein gigantisches Prestigeprojekt, Kritiker sprechen dagegen von einer weiteren Aufblähung des Kalenders.

Video-Tipp: Kreative Fußball-Snacks zur Fußball-WM 2026

Wo sind die Spiele der Fußball-WM 2026 im TV zu sehen?

In Deutschland zeigt die Telekom mit einem Abo von MagentaTV alle 104 WM-Spiele live, davon 44 exklusiv. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen insgesamt 60 Partien im Free-TV, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale. So kann jeder in den Genuss dieser XXL-WM kommen! (mit sid)

Verwendete Quellen: SID