Unser WM-TickerTrump-Tanz und fiese Spitze! Belgier machen sich nach Sieg über US-Präsident lustig

Romelu Lukaku trifft zum 4:1 – und jubelt wie Donald Trump.
Romelu Lukaku trifft zum 4:1 – und jubelt wie Donald Trump.
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Fabian Klein

Trump-Tanz und fiese Spitze! Belgier machen sich nach Sieg über US-Präsident lustig

Der belgische Fußball-Verband (RBFA) hat den Achtelfinal-Triumph über die USA in den sozialen Medien mit einer Spitze in Richtung Donald Trump gefeiert. Nach dem 4:1 postete der Verband bei X ein Bild von Torschütze Romelu Lukaku mit einer Hand am Ohr. Dazu hieß es: „Macht das mal rückgängig." Viele deuteten das als Anspielung auf US-Präsident Donald Trump, der mit einem Anruf bei FIFA-Präsident Gianni Infantino um eine Überprüfung der Rot-Sperre von Folarin Balogun gebeten hatte. Der Anruf und die daraufhin tatsächlich aufgehobene Sperre hatten für große Empörung gesorgt.
Lukaku und Co. hatten schon während des Spiels auf dem Platz mit einer kleinen Showeinlage den Takt vorgegeben. Nach dem 4:1 in der Nachspielzeit führten sie beim Torjubel einen Tanz auf, der nach dem berühmten „Trump-Dance" aussah und deshalb durchaus als Imitation des US-Präsidenten verstanden werden konnte. In den sozialen Medien verbreitete sich der Clip, teils mit Musik unterlegt, auf zahlreichen Kanälen. Zudem griffen etliche Internet-Memes den belgischen Sieg humorvoll auf.
Schon vor der Partie hatte es in sozialen Medien viele hämische Beiträge zum besagten Trump-Anruf bei Infantino gegeben. Besonders oft geteilt wurde dabei ein KI-Video, das Balogun im Streitgespräch mit einem Schiedsrichter zeigt, der ihn gerade über die Rote Karte informiert. „Nein, Bruder, ich habe die Trump-Karte – ich gewinne", antwortet Balogun im Video. 
Romelu Lukaku bittet zum Tanz.
Romelu Lukaku bittet zum Tanz. Imago
Fabian Klein

Uli Hoeneß empfiehlt dem DFB diesen Weltmeister

Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom FC Bayern hat sich für ein Engagement von Per Mertesacker beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) starkgemacht. „Wenn man acht Jahre lang bei Arsenal war, muss man etwas können – und genau das ist es, was wir jetzt brauchen", sagte der Münchner Patron der Bild-Zeitung.
Mertesacker (41) habe als ehemaliger Profi „große internationale Erfahrung", betonte Hoeneß (74): „Er hat immer gezeigt, wie gut er mit Menschen umgehen kann. Und: Er würde es niemals des Geldes wegen machen, sondern weil es ihn reizt, mit seiner Leidenschaft etwas aufzubauen und voranzubringen. Genau diese Leute, die sich selbst hochgedient haben und bereit sind, hart zu arbeiten, brauchen wir jetzt."
Auch in seiner Rolle als TV-Experte beim ZDF gefällt der Rio-Weltmeister dem langjährigen Bayern-Macher. „Alles, was Per Mertesacker im Fernsehen sagt, hat Hand und Fuß. Er ist nie beleidigend und trotzdem kritisch", sagte Hoeneß.
Mertesacker hatte seine Bereitschaft, im Zuge des Neuaufbaus nach dem neuerlichen WM-Desaster einen Posten beim DFB zu übernehmen, bereits erklärt. „Irgendwann mal beim DFB zu arbeiten und dem deutschen Fußball, dem ich so viel zu verdanken habe, etwas zurückzugeben, reizt mich. Dafür stehe ich natürlich zur Verfügung." 
Thorsten Berger

Trump gibt zu: „Ich habe die FIFA um eine Überprüfung gebeten” 

 
US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er Fifa-Chef Gianni Infantino persönlich um die Aufhebung der roten Karte für den US-Stürmer Folarin Balogun gebeten hatte. Trump sagte am Montag in Washington, er habe den Chef des Weltfußballverbands um eine Überprüfung gebeten, weil die Schiedsrichter-Entscheidung "unfair" und "schrecklich" gewesen sei. Trumps politische Einflussnahme auf die Fußball-Weltmeisterschaft hat einen Skandal ausgelöst.
"Wir müssen unsere besten Spieler haben, und sie müssen auch ihre besten haben", sagte Trump über das bevorstehende Achtelfinale der US-Elf gegen Belgien am Montagabend (Dienstagfrüh MESZ). Die Fifa hatte die Sperre für Balogun am Sonntag ohne Erklärung aufgehoben.
Der Weltfußballverband habe eine "wirklich brillante Entscheidung" getroffen, sagte Trump. Er zog zudem die Kompetenz des Unparteiischen Raphael Claus aus Brasilien in Zweifel, der die rote Karte gegeben hatte. Dieser habe eine "sehr verdächtige" Vergangenheit, sagte der Präsident. 
Fabian Klein

Belgien erhebt schwere Vorwürfe gegen die FIFA

Belgiens Fußballverband (RBFA) wird die Aufhebung der Sperre gegen den US-Amerikaner Folarin Balogun anfechten – und hat die FIFA gleichzeitig mit heftigen Vorwürfen konfrontiert. In einer Mitteilung zeigte sich der RBFA „zutiefst besorgt über den Verlauf der Ereignisse“. Der Verband habe von der FIFA „nicht die geringste Erklärung“ für ihre Entscheidung erhalten und daher „keine andere Möglichkeit, als die Einsatzberechtigung des Spielers für das nächste Spiel anzufechten“.
Zunächst beklagte der Verband, aus Medienberichten von der Entscheidung erfahren zu haben. Aus einer Anfrage nach einer Kopie der Entscheidung habe die FIFA einen Einspruch „konstruiert“ und diesen „umgehend als unzulässig verworfen“, hieß es in dem Schreiben: „All dies geschah, während sich die FIFA gleichzeitig weigerte, auf die berechtigten Anfragen der RBFA zu reagieren.“
Darüber hinaus sorgte auch die Spielsitzung für Ärger. In dieser bespricht die FIFA gemeinsam mit Vertretern beider Nationalverbände den Ablauf einer Partie. In diesem Fall strich der Weltverband „bewusst den Abschnitt über die automatische Spielersperre aus ihrer Präsentation. Dabei war dieses Thema Bestandteil aller entsprechenden Sitzungen vor den vier vorangegangenen Spielen gewesen“, schrieb der RBFA.
„Um es klar zu sagen: Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat die RBFA weder eine Entscheidung noch eine Erklärung der FIFA zu dieser Angelegenheit erhalten“, hieß es weiter. Deshalb werde der Verband das Urteil anfechten und unabhängig vom Spielausgang „auch in den kommenden Stunden, Tagen und Monaten für die grundlegenden Prinzipien der Ethik, des fairen Wettbewerbs und die Interessen des Fußballs als Ganzes eintreten.“ 
Fabian Klein

Sogar die UEFA schießt gegen Infantino

Der Skandal um die aufgehobene Sperre des amerikanischen Stürmers Folarin Balogun macht die Europäische Fußball-Union fassungslos. „Die gestrige Entscheidung, die Umsetzung der automatischen Sperre für ein Spiel nach der Roten Karte für den Spieler Folarin Balogun für eine Probezeit von einem Jahr auszusetzen, hat eine rote Linie überschritten", schrieb die UEFA in einem Statement. „Wir bringen unsere Fassungslosigkeit angesichts einer solch beispiellosen, unverständlichen und ungerechtfertigten Entscheidung zum Ausdruck."
Der Fußball-Weltverband FIFA hatte die Rot-Sperre von US-Torjäger Balogun aufgehoben. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll US-Präsident Donald Trump bei FIFA-Boss Gianni Infantino angerufen und Druck ausgeübt haben, die Sperre zu überprüfen. „Der Fußball stützt sich, wie jede andere Sportart auch, auf Regeln, die die Grundlage für einen fairen, ehrlichen und transparenten Wettbewerb bilden. Manchmal lassen Regeln Raum für Interpretationen. In diesem Fall jedoch nicht. Eine automatische Mindestsperre von einem Spiel nach einer Roten Karte ist keine Ermessensentscheidung und erfordert keine Entscheidung einer zuständigen Instanz, um in Kraft zu treten", hob die UEFA hervor. „Es handelt sich um einen in den Vorschriften verankerten Grundsatz, der keinen Ausnahmen unterliegen darf." Andere Spieler in ähnlicher Situation hätten ihre Sperre verbüßt.
„Wenn die Rechtssicherheit der Regeln nicht mehr von ihren Hütern gewährleistet wird, steht die Integrität des Spiels auf dem Spiel und die Glaubwürdigkeit eines Wettbewerbs wird untergraben", warnte der europäische Dachverband. Außerdem würden Präzedenzfälle geschaffen. Gerade Turniere wie die Weltmeisterschaft hätten die Macht, „positive oder negative Auswirkungen auf den Sport als Ganzes zu haben."
 
Fabian Klein

Bayern-Star erlebte schmerzhafte Heim-WM

Alphonso Davies hat als Kapitän der kanadischen Fußball-Nationalmannschaft auf seine sehr schmerzhafte WM-Erfahrung zurückgeblickt. „Persönlich war dieses Turnier eine der härtesten Herausforderungen meiner Karriere", schrieb der Münchner bei Instagram. „Nach einer Oberschenkelverletzung konnte ich nicht auf dem Niveau spielen, zu dem ich fähig bin. Es schmerzt mich, dass ich nicht alles geben konnte, als mein Team und mein Land es am dringendsten gebraucht hätten.“
Kanada war durch das 0:3 im WM-Achtelfinale gegen Marokko aus dem Turnier ausgeschieden. Verletzt hatte sich in diesem Spiel auch Bayern-Neuzugang Ismael Saibari. Der Offensivspieler soll aber nicht langfristig ausfallen. „Kanada auf der größten Bühne des Fußballs zu vertreten, ist etwas, das ich niemals als selbstverständlich ansehen werde. Ich bin stolz darauf, dieses Wappen zu tragen und an der Seite einer Gruppe von Spielern zu stehen, die alles für unser Land gegeben haben“, schrieb Davies. „Wir werden daraus lernen, wir werden daran wachsen, und wir werden zurückkommen."
Ausreden gebe es nicht, sagte der 25-Jährige. „Im Fußball gibt es viele Rückschläge, und wie man darauf reagiert, macht einen aus. Diese Enttäuschung wird mich nur motivieren, mich zu erholen, noch härter zu arbeiten und stärker denn je zurückzukommen.“
Fabian Klein

Ex-FIFA-Chef Blatter: „Rote Karten werden nicht durch politische Telefonanrufe aufgehoben"

Nach Berichten über eine angebliche Einflussnahme von US-Präsident Donald Trump bei der Rot-Sperre des amerikanischen Stürmers Folarin Balogun hat der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter (90) den Weg des Weltverbandes kritisiert. „Rote Karten werden nicht durch politische Telefonanrufe aufgehoben. Sie werden auf der Grundlage von Regeln, Beweisen und durch unabhängige Gremien revidiert. Wenn ein US-Präsident beim FIFA-Präsidenten interveniert – und ein Spieler plötzlich vor einem K.-o.-Spiel der Weltmeisterschaft freigesprochen wird –, stellt sich unweigerlich die Frage: Quo vadis, FIFA?", schrieb Blatter bei X.
„Der Fußball darf niemals zum Spielball politischer Machtinteressen werden", führte der langjährige FIFA-Präsident vor dem WM-Achtelfinale zwischen den USA und Belgien aus.
Fabian Klein

Trump-Ärger bei der WM – jetzt reagiert der DFB-Boss

Trotz eines ausgeteilten Platzverweises darf US-Stürmer Folarin Balogun im Achtelfinale gegen Belgien auf dem Platz stehen. Möglich macht’s eine viel diskutierte Entscheidung der FIFA – auf die DFB-Präsident Bernd Neuendorf jetzt bei RTL reagiert. 
„Die FIFA sollte sich jetzt rasch zu Berichten erklären, wonach der Entscheidung zur Aussetzung der Roten Karte gegen den amerikanischen Spieler Folarin Balogun ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino vorausgegangen sein soll. Der Eindruck, dass es hier eine aktive Einflussnahme der Politik auf den Sport gegeben hat, muss zügig und schlüssig ausgeräumt werden. Es geht um die Integrität des Wettbewerbs und die Glaubwürdigkeit der FIFA."
Fabian Klein

England-Star verletzt sich beim Jubeln schwer 

Nationalspieler Jordan Henderson hat sich beim Jubeln mit dem Team nach dem dramatischen Achtelfinalsieg gegen Mexiko wohl schwerer verletzt. Der 36-Jährige habe sich am Handgelenk verletzt, sagte Trainer Thomas Tuchel. „Es ist eine ziemlich schwere Verletzung und es passt einfach nicht zu diesem Abend, dass Jordan jetzt nicht bei uns ist." Henderson sei im Krankenhaus.
Mitten in den WM-Feierlichkeiten nach dem 3:2 hatten die englischen Nationalspieler und Betreuer plötzlich einen Kreis gebildet. Bei der Party vor den Fans der Three Lions war Henderson offenbar über eine Bande gestürzt. Auf einer Trage wurde er in die Katakomben des Aztekenstadions getragen.
Kapitän Harry Kane hatte sich zunächst keine großen Sorgen gemacht. „Jordan ist da gerade hingefallen. Ich glaube, es geht ihm gut. Es ist nur etwas mit seinem Arm", sagte der Stürmer des FC Bayern München bei der BBC. England trifft im Viertelfinale nun auf Norwegen. 
Die England-Spieler bildeten einen Kreis um ihren verletzten Kollegen.
Die England-Spieler bildeten einen Kreis um ihren verletzten Kollegen. Imago/Craig Mercer
Roger Saha

Klopp-Update! 


Jürgen Klopp will nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann Bundestrainer werden – doch noch steht die mit Spannung erwartete Entscheidung aus. "Es gibt nichts zu berichten. Sobald es etwas gibt, erfahrt ihr es als Erstes", sagte der Wunschkandidat des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Sonntag vor dem WM-Achtelfinale zwischen Brasilien und Norwegen in seiner Funktion als MagentaTV-Experte.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Bundesliga-Präsident Hans-Joachim Watzke werden in Kürze in die USA reisen, um gegenseitige Vorstellungen auszutauschen. Klopp hatte bereits sein grundsätzliches Interesse an dem Job signalisiert. Der Meistermacher von Borussia Dortmund und des FC Liverpool ist bis 2029 allerdings noch als "Head of Global Soccer" an Red Bull gebunden, eine Ausstiegsklausel gibt es nicht.
Klopp hatte mit dem DFB zuletzt bereits "intensive Gespräche" angekündigt. "Die Probleme, die wir aktuell haben, hängen nicht an der Personalie Julian Nagelsmann", sagte der 59-Jährige. Der deutsche Fußball stehe "am Wendepunkt": "Wir müssen jetzt Dinge grundlegend verändern. Ob das am Ende dann ich sein werde oder wer auch immer das sein wird, das ändert nichts daran, dass die Veränderungen notwendig sind." 
Jürgen Klopp: Kommt nach MagentaTV der DFB?
Jürgen Klopp: Kommt nach MagentaTV der DFB? Harry Langer, DeFodi Images/ IMAGO
Roger Saha

Trump bedankt sich bei FIFA-Chef: Rot-gesperrter US-Fußballer darf wieder spielen

Beim Sieg über Bosnien-Herzegowina sah Folarin Balogun die Rote Karte nach einem Foul. Eigentlich sollte der wichtige Torjäger der USA gegen Belgien gesperrt sein. Doch nun kommt es anders.

Co-Gastgeber USA kann im Achtelfinale der Fußball-WM doch mit Folarin Balogun planen. Der 25-Jährige ist trotz seiner Roten Karte aus dem Sechzehntelfinale im Duell mit Belgien am Dienstag (2.00 Uhr/ARD und MagentaTV) spielberechtigt, wie der Weltverband FIFA am Sonntag bestätigte. Zunächst hatte "The Athletic" berichtet.

Trump: "Große Ungerechtigkeit wiedergutgemacht"

Als Begründung nannte die FIFA Artikel 27 des Disziplinarreglements, wonach Baloguns Sperre für ein Jahr zu Bewährung ausgesetzt wird. Sollte sich der Angreifer in dieser Zeit "einen weiteren Verstoß gleicher Art und Schwere" erlauben, werde die Sanktion vollstreckt. Sollte sich Balogun bei dieser WM kein weiteres Vergehen leisten, steht schon jetzt fest, dass die Strafe dann zu einem Zeitpunkt folgen würde, der nicht annähernd so wichtig ist wie nun beim Achtelfinale gegen Belgien.
Die aufgehobene Sperre begeisterte auch US-Präsident Donald Trump. Auf seinem Netzwerk Truth Social schrieb er: "Vielen Dank an die FIFA, dass ihr das gemacht habt, was richtig ist und eine große Ungerechtigkeit wiedergutgemacht habt." Dahinter schrieb er: "President DONALD J. TRUMP." Der 80-Jährige war bislang bei keinem WM-Spiel vor Ort, wird aber spätestens zum Endspiel am 19. Juli in East Rutherford bei New York im Stadion erwartet.

Pochettino: "Niemals Absicht"

Balogun hatte beim 2:0-Erfolg gegen Bosnien-Herzegowina seinen Gegenspieler Tarik Muharemovic in einem Zweikampf hart, aber offensichtlich unabsichtlich getroffen. Schiedsrichter Raphael Claus aus Brasilien schaute sich die Szene noch einmal an und entschied auf Rot. "Für mich ist das niemals eine Rote Karte. Das war niemals Absicht", sagte US-Trainer Mauricio Pochettino.
Die Aufhebung einer Sperre nach einer Roten Karte ist bei diesem Turnier ein Novum. Balogun ist im US-Team der wichtigste Offensivspieler neben Christian Pulisic. Trainer Pochettino kann damit für das Achtelfinale im Lumen Field in Seattle sein bestes Team einsetzen. Auch bei Gegner Belgien sind keine Ausfälle absehbar.
Folarin Balogun sah die rote Karte. Doch die FIFA nahm sie zurück.
Folarin Balogun sah die rote Karte. Doch die FIFA nahm sie zurück. Paul Kitagaki Jr./ IMAGO/ZUMA Press Wire
Jacqueline Vetten

Matthäus mit heftiger Nagelsmann-Kritik: "Das war ein reiner Hühnerhaufen"


Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat viele Fehler bei Julian Nagelsmann ausgemacht. Das gesamte Projekt sei "krachend gescheitert", schrieb der 65-Jährige in der Bild. Die Nationalmannschaft hatte "keine Führung auf dem Platz, keine spielerische Qualität, kein gutes Abwehrverhalten, kein Miteinander. Das war ein reiner Hühnerhaufen."

Nach dem WM-Aus in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay war Nagelsmann nach einiger Überlegung von seinem Amt als Bundestrainer zurückgetreten. Nachfolger soll der frühere Liverpool- und BVB-Coach Jürgen Klopp werden. "Mit Klopp als Bundestrainer würde im deutschen Fußball ein anderer Wind wehen", prognostizierte Matthäus.

Nagelsmann habe "zu viele Fehler gemacht", sagte der Weltmeister von 1990. "Mit der Aufstellung, mit der Taktik, auch schon mit der Nominierung für diese WM. Er hatte keinen Plan B, er hat seine Linie stur durchgezogen. Gut gemeinte Ratschläge von außen (was noch verständlich und in Ordnung ist), aber leider auch von innen, ignorierte er offenbar. Und sein Trainerstab bestand nur aus kleinen Nagelsmännern ohne Widerspruch."

Ein besonderes Manko sieht Matthäus in der Kommunikation des ehemaligen Bundestrainers. "Lieber Nachrichten per WhatsApp als persönliche Gespräche? Eigentlich undenkbar für eine Führungskraft. Nagelsmann war auch viel zu selten bei Vereinsspielen in den Stadien. Oder bei der U21", kritisierte Matthäus.

Doch Nagelsmann trage nicht alleine die Verantwortung. "Auch die Verantwortlichen beim DFB haben einiges falsch gemacht. Sie haben zu lange zugeschaut. Immer in der Überzeugung, dass Nagelsmann ein guter Trainer ist – was er rein technisch sicherlich ist. Und in der Hoffnung, dass es gut gehen würde", sagte der 150-malige Nationalspieler. "Dabei waren die Defizite schon länger zu erkennen. Trotzdem wurde sein Vertrag bis 2028 verlängert. Ohne Not!"
 

Fußball-WM 2026 ist das größte Turnier der FIFA-Geschichte

Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft – das größte Turnier der FIFA-Geschichte. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen um den Titel. Das Eröffnungsspiel wird am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt angepfiffen, das Finale am 19. Juli (beide 21 Uhr/MagentaTV und ZDF) im MetLife Stadium in New York. TV-Fans in Europa benötigen ein besonderes Stehvermögen: Zahlreiche Partien werden wegen der Zeitverschiebung erst spätabends oder nachts angepfiffen.

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Wer sind die Favoriten bei der Fußball-WM 2026?

Titelverteidiger Argentinien gehört mit Superstar Lionel Messi erneut zum engsten Favoritenkreis – auch wenn offen ist, welche Rolle der inzwischen 38-Jährige noch spielen wird. Ebenfalls hoch gehandelt wurden im Vorfeld WM-Dauerbrenner wie Frankreich, Spanien, England und Brasilien. Allerdings: Bislang gab es außerhalb des europäischen Kontinents mit Spanien (2010 in Südafrika) und Deutschland (2014 in Brasilien) erst zwei Weltmeister aus Europa.

Was ist bei der Fußball-WM 2026 neu?

Die WM wird größer denn je: Statt bislang 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf 104. Von den zwölf Vierergruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften sowie die acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde. Dadurch gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale, für die Finalisten steigt die maximale Zahl der Spiele somit von sieben auf acht. Außerdem wird das Turnier erstmals in drei Ländern gespielt – den USA, Mexiko und Kanada. Für die FIFA ist die WM ein gigantisches Prestigeprojekt, Kritiker sprechen dagegen von einer weiteren Aufblähung des Kalenders.

Video-Tipp: Kreative Fußball-Snacks zur Fußball-WM 2026

Wo sind die Spiele der Fußball-WM 2026 im TV zu sehen?

In Deutschland zeigt die Telekom mit einem Abo von MagentaTV alle 104 WM-Spiele live, davon 44 exklusiv. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen insgesamt 60 Partien im Free-TV, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale. So kann jeder in den Genuss dieser XXL-WM kommen! (mit sid)

Verwendete Quellen: SID, dpa, afp, spot on news