Gianni Infantino und Donald Trump zerstören gerade den Fußball. Aber so richtig überraschend ist das leider nicht. Trump und Infantino haben sich einfach zwei gefunden. Trump hat 2020 in Davos sogar öffentlich ausgeplaudert, dass sich Infantino persönlich dafür eingesetzt hat, die WM in die USA zu geben trotz angeblich transparenter und fairer Vergabekriterien. Umgekehrt haben die USA im Fifa Wahlkampf dabei geholfen, dass Infantino die nötigen Stimmen zusammen bekommt und Präsident wird. Infantino und Trump verbindet auch ihr Streben nach Macht. Und was gibt Infantino die Macht? Es ist der Fakt, dass 211 Mitgliedsverbände der Fifa alle dasselbe Stimmrecht haben. Egal ob das kleine Curacao oder der große DFB. Alle sind gleich wichtig. Aber die vielen Kleinen und Kleinstverbände erhalten enorme Entwicklungshilfen von der Fifa und sind damit besonders abhängig von ihrem Präsidenten. Genau deswegen muss die UEFA jetzt ihre Macht ausspielen. Sollten sich alle Vorwürfe gegen Trump und Infantino bewahrheiten, dann müsste der europäische Verband handeln. Ein Großteil der Stars wie Harland, Mbappe oder Ronaldo, mit denen der Weltverband seine Turniere vermarktet, kommt nämlich aus Europa. Und wenn Europa nicht mehr mitspielen würde, wäre die Infantino Fifa am Ende und der Fußball vielleicht erstmal gerettet.