Unser WM-TickerGrüne Jugend bringt Aus von Deutschland mit Gewalt gegen Frauen in Zusammenhang und spricht von „scheiß deutschland flaggen”

Der Bundessprecher der Grünen Jugend Luis Bobga meldet sich nach dem WM-Aus der DFB-Elf auf Social Media (Archivfoto)
Der Bundessprecher der Grünen Jugend Luis Bobga meldet sich nach dem WM-Aus der DFB-Elf auf Social Media (Archivfoto)
RTL

Die Blamage ist perfekt!
Deutschland scheitert im WM-Sechzehntelfinale an Paraguay. Das Elfmeterschießen brach der Mannschaft von Julian Nagelsmann das Genick. Der Bundestrainer will weitermachen. Doch kann er das? Der Fallout nach dem Debakel.

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Der Live-Ticker von RTL.de zur Fußball-WM 2026 – hier verpasst ihr nichts!

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Roger Saha

Chef der Grünen Jugend fragt nach WM-Aus: "wie viele männer haben heute nacht um halb 2 wohl rotzevoll die wut auf paraguay an ihren frauen rausgelassen?" und spricht von "scheiß deutschland flaggen"


Der Bundessprecher der Nachwuchsorganisation von Bündnis 90/ Grüne sorgt bei Social Media mit umstrittenen Posts für Aufsehen. Luis Bobga bringt das Ausscheiden der deutschen Fußballnationalmannschaft in Zusammenhang mit Gewalt gegen Frauen. Der Politiker und Bundessprecher der Grünen Jugend schreibt auf seinem Instagram-Kanal unter anderem: "du sagst elfmeter heißt nervenkitzel, aber wie ist das für deine nachbarin, wenn fehlschuss bedeutet, dass ihr mann sie danach zusammenschlägt?"

Und weiter: "wie viele männer haben heute nacht um halb 2 wohl rotzevoll die wut auf paraguay an ihren frauen rausgelassen?"

Bobga fordert außerdem: "so und jetzt hängt eure scheiß deutschland flaggen wieder ab".

RTL hat die Grüne Jugend um eine Einordnung der Aussagen gebeten. Eine Antwort steht aus. Die Bundespartei war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Hinweis: Die Rechtschreibung aus den Posts von Herrn Bobga wurde übernommen.
Luis Bobga ist Bundessprecher der Grünen Jugend
Luis Bobga ist Bundessprecher der Grünen Jugend. RTL
Sebastian Fuhrmann

Lothar Matthäus übt deutliche Kritik am DFB

Manuel Lippert

Merz reagiert – und legt nach

Unbeeindruckt von der Kritik an seinem Post nach dem WM-Aus der DFB-Elf hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei X nachgelegt. „Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark. Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott“, schrieb er am Dienstagmittag (30. Juni). 

Zuvor hatte er in einem X-Beitrag den WM-Verlierern Trost spenden wollen und hatte mit seinen gewählten Worten für Irritationen gesorgt: „Was für ein Spiel! Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch. “

Daraufhin trauten viele User ihren Augen kaum und fragten sich, ob er möglicherweise ein anderes Spiel gesehen habe. 
Manuel Lippert

DFB verpasst mehrere Millionen Euro

Der Deutsche Fußball-Bund verpasst durch das überraschend frühe Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM viele Millionen Euro. Für das Erreichen der ersten K.o.-Runde erhält der DFB vom Weltverband FIFA 11 Millionen US-Dollar (9,66 Millionen Euro). Das Achtelfinale hätte vier weitere Millionen Dollar gebracht, nochmal vier wären für das Viertelfinale drauf gekommen. Der künftige Weltmeister wird mit 50 Millionen US-Dollar Prämie finanziell entlohnt, für den unterlegenen Finalisten gibt es 33 Millionen. 

Schon vor dem Turnierstart hatte sich die finanzielle Herausforderung für die Verbände abgezeichnet. DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig hatte schon vor dem Beginn gesagt, dass es für eine europäische Nation ohne Halbfinaleinzug schwer werde, „wirtschaftlich schwarze Zahlen zu schreiben“. 

Durch das Vorrundenaus 2018 in Russland und 2022 in Katar erlitt der deutsche Verband bereits erhebliche finanzielle Einbußen. Für den WM-Sieg 2014 hatte die Nationalmannschaft 35 Millionen Dollar für den DFB eingespielt, damals rund 25,7 Millionen Euro.
Manuel Lippert

Matthäus knallhart: Nur „ein dummer Mensch“ ändert seine Meinung nicht 

Lothar Matthäus fordert in der Aufarbeitung des WM-Debakels in Amerika schnelle Ergebnisse ein. „Man muss sich auf jeden Fall, genauso wie bei den letzten Weltmeisterschaften, schnellstmöglich zusammensetzen. Bitte nicht erst sechs Wochen in den Urlaub fahren, um es wieder ein bisschen verstauben zu lassen“, sagte der Weltmeisterkapitän von 1990 RTL/ntv. Man müsse jetzt konsequent ein paar Tage später eine Sitzung machen und die Frage stellen: „Wie geht es weiter?“

Bundestrainer Julian Nagelsmann will trotz des Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (3:4 i.E.) im Amt bleiben. Ob das realistisch ist, ist fraglich. Matthäus wirft ihm Sturheit vor: „Ich bin der Meinung, dass Julian Nagelsmann, wenn von außen eine Meinung gesagt wird, er es aus Prinzip anders macht. Und das ist das, was mir im Endeffekt an seiner Führung nicht gefällt.“ Nur „ein dummer Mensch“ ändere nicht seine Meinung.

Matthäus wünscht sich einen Trainer, „der eine klare Linie hat, der eine klare Ansage hat, der die Spieler wieder einholt, der ein klares Spielsystem hat, das auch zu diesen Spielern passt“.
Manuel Lippert

Merz irritiert mit Peinlich-Post

Fußball-Deutschland liegt nach dem WM-K.o. gegen Paraguay am Boden. Während die Mannschaft und Bundestrainer Julian Nagelsmann von allen Seiten verrissen wird, sorgt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit einem schrägen Post für reichlich Irritation. „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: was für ein Spiel, DFB-Team! Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch“, schreibt er nach dem Elfer-Drama auf X.

Worte, die auf alle Fans verstörend wirken müssen. Fragen drängen sich auf: Welches Spiel hat der Kanzler gesehen? Weiß er überhaupt, was (und über was) er da schreibt? Schließlich hatte sich die Nationalelf im Sechzehntelfinale eine grottenschlechte Leistung abgeliefert und sich mit dem frühen WM-Aus bis auf die Knochen blamiert. 

„Genau dieses Schönreden von Pleiten ist das Problem“, lautet etwa ein Kommentar unter der fragwürdigen Einlassung von Merz. Ob der Bundeskanzler noch mal korrigierend eingreift, ist offen. Immerhin könnte er es - im Gegensatz zur DFB-Elf.
Manuel Lippert

Jetzt ist Neuer endgültig Geschichte

Mit dem bitteren Aus gegen Paraguay hat die Nationalmannschaftskarriere von Manuel Neuer (40) ein erneutes Ende genommen. „Ja“, sagte der Torhüter auf die Frage, ob das Sechzehntelfinale der WM sein letztes Länderspiel gewesen sei, in der ARD. Neuer hatte bereits nach der EM 2024 in Deutschland seinen Rücktritt erklärt, gab zur Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko aber sein Comeback im DFB-Trikot. Oliver Baumann, Stammtorwart in der Qualifikation, wurde dafür von Bundestrainer Julian Nagelsmann degradiert.

Die Pleite gegen Paraguay war Neuers 128. Länderspiel. In der ewigen DFB-Liste liegt der Weltmeister von 2014 damit auf Rang fünf hinter Lothar Matthäus (150), Miroslav Klose (137), Thomas Müller (131) und Lukas Podolski (130), allesamt ebenfalls Weltmeister.

Welche Kollegen außerdem aus eigenen Stücken ihre DFB-Karriere beenden, bleibt vor der EM 2028 in Großbritannien und Irland abzuwarten.
Manuel Lippert

Schland im A***!

Um 1.18 Uhr war das Desaster perfekt. Deutschland ist raus bei der WM. Wie schon bei den beiden Weltmeisterschaften zuvor blamiert sich die DFB-Elf auf der Weltbühne. Noch nicht mal Elfmeterschießen kann sie mehr. Der runde Abschluss einer unrunden Geschichte, die eigentlich nur das Aus von Bundestrainer Julian Nagelsmann zur Folge haben kann.
Hier geht's zu unserem Kommentar
Manuel Lippert

HIER kehren die gefallenen Helden ins Hotel zurück

Diese Bilder tun weh. Nach dem peinlichen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay schleichen die deutschem Nationalspieler wie geprügelte Hunde aus dem Flieger. Auch beim angezählten Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht man nur regungslose Miene. Die trübselige Ankunft im DFB-Quartier in Winston-Salem seht ihr hier im Video.
Lea Haberbosch

Der Fahrplan der Nationalmannschaft nach dem bitteren WM-Aus

Nach der Niederlage im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay (3:4 i.E.) geht es für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erst Ende September in der neuen Saison der Nations League weiter. Erster Gegner sind die Niederlande. 
Der Fahrplan der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Überblick:
  • 24. September: Niederlande - Deutschland (Nations League/20.45 Uhr/RTL)
  • 27. September: Deutschland - Griechenland in Augsburg (Nations League/20.45 Uhr/ARD)
  • 1. Oktober: Deutschland - Serbien in München (Nations League/20.45 Uhr/ZDF)
  • 4. Oktober: Griechenland - Deutschland (Nations League/20.45 Uhr/RTL)
  • 13. November: Serbien - Deutschland in Belgrad (Nations League/20.45 Uhr/RTL)
  • 16. November: Deutschland - Niederlande in Berlin (Nations League/20.45 Uhr/ARD)
Lea Haberbosch

„Blamage" und „Desaster" – Klinsmann rechnet mit DFB-Team ab 

Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat deutliche Worte für das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay gefunden. „Die Art und Weise, wie wir heute Abend ausgeschieden sind, ist verheerend, ist eine Blamage, ist etwas, womit niemand, wirklich niemand gerechnet hat", sagte Klinsmann in einem Interview bei ESPN. Das Ergebnis stürze den deutschen Fußball in ein „riesiges Loch".
Alles müsse nun auf den Prüfstand gestellt werden, betonte der 61-Jährige. „Alles, von oben bis unten, muss hinterfragt und diskutiert werden. Natürlich wird es Konsequenzen geben, was auch immer diese Konsequenzen sein mögen." Die Mannschaft habe „schlampig" gespielt und sei „nicht energisch, nicht entschlossen und nicht aggressiv genug" gewesen. Die Art und Weise des Ausscheidens sei „äußerst enttäuschend", betonte Klinsmann.
Zur Frage nach der Verantwortung von Bundestrainer Julian Nagelsmann sagte Klinsmann, diese liege nicht bei einer einzelnen Person. „Die Verantwortung liegt bei allen – vom Trainerstab über den Verband bis hin zu jedem einzelnen Spieler, der in diesen 26-Mann-Kader berufen wurde. Jeder hat seinen Teil zu diesem Desaster beigetragen." Die Mannschaft habe „definitiv ihr Gesicht verloren" und müsse die Schuld bei allen Beteiligten suchen. 
Lea Haberbosch

Paraguay-Keeper in Gedanken beim Neffen: „Schwer krank im Krankenhaus"

Während Zehntausende Fans in Paraguay den Sensationssieg über den viermaligen Weltmeister auf den Straßen feierten, richtete sich der Held des Abends mit einer bewegenden Botschaft an die Heimat. Der als Spieler des Spiels ausgezeichnete Gill enthüllte ein persönliches Familienversprechen, das ihn durch den historischen Abend begleitet hatte – und das er in seinem linken Torwarthandschuh bei sich trug.
„Diese besondere Auszeichnung ist für meinen Neffen, der schwer krank im Krankenhaus liegt. Wir hoffen, dass es ihm bald besser geht, und ich habe ihm versprochen, dass diese Auszeichnung ihm gewidmet sein würde, falls ich zum Spieler des Spiels gewählt würde", sagte Gill, ohne Details der Krankheit zu nennen. 
Paraguay-Torwart Orlando Gill feiert nach dem Sieg über Deutschland im WM-Sechzehntelfinale
Paraguay-Torwart Orlando Gill feiert nach dem Sieg über Deutschland im WM-Sechzehntelfinale . action press
Lea Haberbosch

Weiter mit Julian Nagelsmann? Was dafür und was dagegen spricht

Lea Haberbosch

Merz spricht DFB-Team nach WM-Aus Mut zu – und sorgt für Verwunderung

Bundeskanzler Friedrich Merz hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem frühen Aus bei der Fußball-WM Mut zugesprochen. „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel", hieß es in einem Beitrag des offiziellen Accounts des Kanzlers auf der Plattform X. „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch."

Fußball-WM 2026 ist das größte Turnier der FIFA-Geschichte

Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft – das größte Turnier der FIFA-Geschichte. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen um den Titel. Das Eröffnungsspiel wird am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt angepfiffen, das Finale am 19. Juli (beide 21 Uhr/MagentaTV und ZDF) im MetLife Stadium in New York. TV-Fans in Europa benötigen ein besonderes Stehvermögen: Zahlreiche Partien werden wegen der Zeitverschiebung erst spätabends oder nachts angepfiffen.

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Wer sind die Favoriten bei der Fußball-WM 2026?

Titelverteidiger Argentinien gehört mit Superstar Lionel Messi erneut zum engsten Favoritenkreis – auch wenn offen ist, welche Rolle der inzwischen 38-Jährige noch spielen wird. Ebenfalls hoch gehandelt werden WM-Dauerbrenner wie Frankreich, Spanien, England und Brasilien. Allerdings: Bislang gab es außerhalb des europäischen Kontinents mit Spanien (2010 in Südafrika) und Deutschland (2014 in Brasilien) erst zwei Weltmeister aus Europa.

Was ist bei der Fußball-WM 2026 neu?

Die WM wird größer denn je: Statt bislang 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf 104. Von den zwölf Vierergruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften sowie die acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde. Dadurch gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale, für die Finalisten steigt die maximale Zahl der Spiele somit von sieben auf acht. Außerdem wird das Turnier erstmals in drei Ländern gespielt – den USA, Mexiko und Kanada. Für die FIFA ist die WM ein gigantisches Prestigeprojekt, Kritiker sprechen dagegen von einer weiteren Aufblähung des Kalenders.

Video-Tipp: Kreative Fußball-Snacks zur Fußball-WM 2026

Wo sind die Spiele der Fußball-WM 2026 im TV zu sehen?

In Deutschland zeigt die Telekom mit einem Abo von MagentaTV alle 104 WM-Spiele live, davon 44 exklusiv. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen insgesamt 60 Partien im Free-TV, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale. So kann jeder in den Genuss dieser XXL-WM kommen! (mit sid)

Verwendete Quellen: SID