Frust nach erster Betriebsversammlung VW-Mitarbeiter enttäuscht: „Da kam nichts!”
Viele Fragen, viele Unsicherheiten, doch kaum Antworten.
Vor etwa 10.000 Beschäftigen sollte sich VW-Chef Oliver Blume am Dienstag (25. August) den zentralen Fragen der VW-Krise stellen. Doch weder die Gemüter in Wolfsburg sind besänftigt, noch gibt es klare Informationen für die Mitarbeiter. Viele Angestellte blicken deshalb weiterhin besorgt in die Zukunft.
Ganze Familie arbeitet bei VW
Seit vier Generationen arbeitet die Familie Catapano beim VW-Konzern. Der 52-jährige Luigi Catapano trat in die Fußstapfen seines Vaters und Großvaters. Inzwischen arbeitet auch einer seiner Söhne bei dem Auto-Riesen. Für die Familie war der Konzern lange mehr als nur ein Arbeitgeber. Doch gerade jetzt, in der schwierigsten Phase des Konzerns, wachsen die Sorgen. Nach der Versammlung zeigt sich Catapano enttäuscht: „Da kam nichts. Wir als Belegschaft haben Ängste und das schon seit Jahren. (..) Diese Ängste, die wir haben, das wird auch immer schlimmer.” Nach den ernüchternden Worten des Konzernchefs bleiben für ihn und viele andere Beschäftigte zentrale Fragen und vor allem Lösungen weiterhin offen.
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Kaum Ergebnisse nach erster Betriebsversammlung
In Wolfsburg werden am Dienstag keine konkreten Zahlen zum drohenden Stellenabbau genannt, keine kostendeckenden Ideen für die vier VW-Standorte vorgestellt, die auf der Kippe stehen. Stattdessen will sich der Konzern jetzt sechs bis zwölf Monate Zeit nehmen, um Lösungen für die tobende Krise zu erarbeiten.
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In Bezug auf den Stellenabbau kündigte VW-Chef Blume an, den Rotstift erst bei Management, Konzernstellen oder etwa dem Vertrieb anzusetzen. Also bei den Kosten außerhalb der direkten Fahrzeugproduktion zu sparen. Die Versprechungen sehen viele Mitarbeiter skeptisch. Auch Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo betont in einer Mitteilung des Konzernbetriebsrates: „Oliver Blume hat seine Chance also verpasst, zu sagen, was ist.”

Ungewissheit bei Familie Catapano
Für Luigi Catapano und seine Familie war Volkswagen über Jahrzehnte ein verlässlicher Arbeitsgeber. Ob auch die fünfte Generation seiner Familie bei dem Autobauer arbeiten kann, bleibt ungewiss. Genau wie auch viele andere VW-Mitarbeiter wünscht sich Luigi Catapano mehr Klarheit: „Wir wollen wirklich mal Zukunftskonzepte, wo man wirklich in die Zukunft sieht, aber auch positiv in die Zukunft sieht.”. Gemeinsame und sozialverträgliche Lösungen für die Beteiligten finden – das ist das große Ziel. Die nächste Betriebsversammlung findet morgen in Emden statt.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, dpa

































