Das ist Deutschlands Miet-SchnäppchenUnglaublich günstig! In diesem Ort zahlen Mieter nur 3,86 Euro pro Quadratmeter

Mieten wie aus einer anderen Zeit!
Eine 60-Quadratmeter-Wohnung für gerade einmal 231,60 Euro Kaltmiete? In Zeiten steigender Wohnkosten klingt das fast zu schön, um wahr zu sein. Doch in einem kleinen Ort in Niedersachsen lag die durchschnittliche Nettokaltmiete laut Zensus tatsächlich bei gerade einmal 3,86 Euro pro Quadratmeter. Doch wie lebt es sich dort – und bekommt man heute wirklich noch eine Wohnung zu diesem Schnäppchenpreis?
Deutschlands Miet-Schnäppchen liegt in Niedersachsen
Wer jetzt schon die Umzugskartons packt, sollte zunächst wissen, wo es überhaupt hingeht: Gemeint ist Fürstenberg an der Weser im niedersächsischen Landkreis Holzminden – nicht Fürstenberg/Havel in Brandenburg. Der kleine Ort liegt direkt an der Weser nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen und zählt gerade einmal rund 1.000 Einwohner. Bekannt ist Fürstenberg unter anderem für seine traditionsreiche Porzellanmanufaktur.

Doch auch bei den Wohnkosten sticht die kleine Gemeinde heraus. Laut Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus 2022 betrug die durchschnittliche Nettokaltmiete dort gerundet nur 3,86 Euro pro Quadratmeter. Zum Vergleich: Deutschlandweit waren es zum damaligen Zeitpunkt durchschnittlich 7,40 Euro. Selbst in Kleinstädten und Landgemeinden lag der Schnitt mit 6,40 Euro deutlich darüber.
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60 Quadratmeter für 231,60 Euro – zumindest theoretisch
Rechnet man den Fürstenberger Durchschnittswert auf eine 60-Quadratmeter-Wohnung hoch, ergibt sich eine Kaltmiete von gerade einmal 231,60 Euro im Monat. Doch ganz so einfach ist die Rechnung nicht. Denn die Zensus-Zahl stammt aus dem Jahr 2022 und berücksichtigt auch bestehende, teilweise schon lange laufende Mietverträge. Sie ist deshalb nicht mit den Preisen gleichzusetzen, die Wohnungssuchende heute bei einer Neuvermietung zahlen müssen.
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Auch Nebenkosten wie Heizung, Warmwasser, Strom oder Müll sind in den 3,86 Euro nicht enthalten. Gerade bei älteren Gebäuden können beispielsweise höhere Heizkosten einen Teil des günstigen Mietpreises wieder auffressen.
Wer aktuell eine Wohnung in Fürstenberg sucht, dürfte deshalb deutlich mehr bezahlen. Das Immobilienportal Immowelt bezifferte den geschätzten durchschnittlichen Mietpreis für Wohnungen im März 2026 auf 6,38 Euro pro Quadratmeter. Für unsere beispielhafte 60-Quadratmeter-Wohnung wären damit rund 382,80 Euro Kaltmiete fällig – gut 150 Euro mehr als nach dem Zensuswert. Im Vergleich zu vielen deutschen Großstädten ist das allerdings immer noch günstig.
Günstige Miete hat ihren Preis
Warum aber ist Wohnen in Fürstenberg so preiswert? Ein Grund dürfte die vergleichsweise geringe Nachfrage sein. Fürstenberg ist klein, hat weder eine Hochschule noch einen großen Arbeitsmarkt und auch keinen eigenen Personenbahnhof. Wer hier lebt, bekommt dafür viel Ruhe und vergleichsweise niedrige Wohnkosten – muss bei Infrastruktur und Mobilität aber Abstriche gegenüber einer Großstadt machen.
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Hinzu kommen ältere Gebäude und langjährige Mietverhältnisse, die den statistischen Durchschnittspreis drücken können. Die 3,86 Euro pro Quadratmeter sind also kein Versprechen für Wohnungssuchende. Sie zeigen aber, wie gewaltig die Unterschiede auf dem deutschen Wohnungsmarkt sind: Während Mieter andernorts um bezahlbaren Wohnraum kämpfen, ist das Wohnen in dem kleinen niedersächsischen Fürstenberg zumindest statistisch noch erstaunlich günstig. (lmi)
Verwendete Quelle: gegen-hartz.de


