Neun Betriebsversammlungen sollen Antworten liefernVolkswagen vor größtem Umbau der Konzerngeschichte

Riesentransformation beim Automobilkonzern!
Volkswagen steckt tief in der Krise. In dieser Woche soll ein Marathon an Betriebsversammlungen Aufschluss über die Zukunft des Auto-Riesen geben. Dabei geht es neben Werksschließungen auch um etliche Jobs und die Zukunft vieler Beschäftigten.
Neun Betriebsversammlungen geplant
Europas größter Automobilkonzern steht vor entscheidenden Tagen. Nach monatelangen Gerüchten über Werksschließungen und Stellenabbau im Riesenstil soll der Vorstand jetzt Rede und Antwort stehen. Dafür sind bis Ende August neun Betriebsversammlungen geplant. Los geht es am Dienstag im Wolfsburger Stammwerk. Am Mittwoch folgen Termine in Emden und Zwickau.
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Konzernchef Oliver Blume kündigt gegenüber der Bild am Sonntag an: „Wir haben den größten Transformationsplan in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns aufgesetzt.” Laut Blume sei die Autoindustrie in einer Mega-Krise, gesteuert durch geopolitische Konflikte, Handelsbarrieren, hohe Vorgaben, schwache Märkte und den wachsenden Wettbewerb.

Frust und Sorge in der Belegschaft
Oliver Blume fordert die Beschäftigten zum Zusammenhalt auf. „Auf die nächsten Wochen kommt es an: Alle müssen mitziehen.”, erklärt der VW-Chef. Doch viele Mitarbeiter fühlen sich offenbar allein gelassen und rechnen mit dem Vorstand ab. In einer internen Umfrage übt die VW-Belegschaft Kritik am Kommunikationsstil des Vorstands und macht ihrem Frust Raum. In einem VW-internen Artikel zur Stimmungslage, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: Wegen der „desaströsen Kommunikation nach außen durch den Vorstand” seien die Mitarbeiter und deren Familien „verunsichert und verängstigt”.
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Diese Sorge ist auch am VW-Standort Hannover-Stöcken zu spüren. Dort fürchten Mitarbeitende weitreichende Veränderungen. „Ich brauche Geld zum Leben, jeden Monat. Wenn ich jetzt gekündigt werde aus dem Nichts, vielleicht kriege ich vom Amt nichts, ich weiß es nicht”, erzählt ein Mitarbeiter im RTL-Interview.
Politik berät über angespannte VW-Lage
Auch die niedersächsische Politik blickt mit Sorge auf Volkswagen. Der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) besucht am Montagabend (24. August) ein VW-Werk in Hannover. Dort will er sich ein Bild von der Lage und der Stimmung unter den Beschäftigten machen. Anschließend will der amtierende Ministerpräsident mit Niedersachsens Vize-Regierungschefin Julia Willie Hamburg (Grüne), der Betriebsratsvorsitzenden Daniela Cavallo, Betriebsratsvertretern und der Gewerkschaft IG Metall über die Entwicklungen beraten.
Verwendete Quellen: dpa, Eigene RTL-Recherche



