Was steckt dahinter?Auf Plakaten zur Kommunalwahl! Politiker verstecken ihre eigene Partei
Diese Wahlkampfstrategie wirft Fragen auf!
Am 13. September heißt es in Niedersachsen wieder: Kreuzchen setzen bei der Kommunalwahl. Dafür machen die Kandidaten und Kandidatinnen schon seit Mitte Juli Wahlkampf mit Plakaten. Einige verfolgen dabei eher ungewöhnliche Strategien. Im Video erfahrt ihr, wie Politikwissenschaftler Philipp Köker die Wahlkampfmaschen bewertet.
Weniger Partei, mehr Persönlichkeit!
Der Schilderwald in Niedersachsen ist kaum mehr zu übersehen. Zwischen bunten Plakaten, zugespitzten Sprüchen und möglichst bürgernahen Fotos rücken viele Kandidatinnen und Kandidaten vor allem sich selbst in den Mittelpunkt. Auch Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay lässt das Logo der Grünen auf seinen Plakaten weitgehend in den Hintergrund treten. Steckt dahinter ein Kalkül? „Da möchte man vielleicht auch Wählerinnen und Wähler anlocken, die sonst nicht für die Grünen stimmen würden”, meint Politikwissenschaftler Philipp Köker von der Leibniz Universität Hannover. Manche gehen sogar noch weiter und verzichten auf ihren Wahlplakaten komplett auf den Parteinamen.

Was wird überhaupt gewählt?
Am 13. September entscheiden die Menschen in Niedersachsen, wer vor Ort künftig das Sagen hat. Alle fünf Jahre sind die Niedersachsen aufgefordert die kommunalen Vertretungen in Städten, Gemeinden, Landkreisen und der Region Hannover zu wählen. Dabei geht es um Politik, die etwa über Schulen, Straßen, Kitas oder Busverbindungen mitentscheidet. Bei der Kommunalwahl hat jeder drei Stimmen pro Stimmzettel. Bei Bürgermeister- und Landratswahlen gilt: ein Kreuz. Wählen darf, wer mindestens 16 Jahre alt ist und die deutsche oder eine EU-Staatsangehörigkeit besitzt. Voraussetzung ist ein Wohnsitz im Wahlgebiet seit mindestens drei Monaten.
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Plakate seien ein wichtiges Medium
Nicht ohne Grund setzen die Politiker alle Jahre wieder auf die Strategie: Plakate. Zwar stören sich viele Niedersachsen am Schilderwahn und doch sind Plakate laut Köker ein besonders wichtiges Medium, um Menschen zu erreichen. „Bei Plakaten geht es auch darum, dass Parteien sich in gewisser Weise als Marke darstellen und so Menschen auf sich aufmerksam machen, aber es natürlich auch einen gewissen Wiedererkennungswert gibt, sowohl bei den Botschaften als auch bei den Gesichtern, die da immer wieder zu sehen sind.”
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche

































