Konzern-Chef Oliver Blume nimmt StellungVW-Gewinn stürzt ab! Schock-Zahlen für Europas Autobauer

VW-Krise setzt sich fort!
Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns bricht in den Monaten April bis Juni erneut um ein Drittel ein. Zölle, Kriege und geopolitische Spannungen sorgen für Gegenwind. VW-Chef Oliver Blume plant daher Sparmaßnahmen mit deutlichen Einschnitten, blickt aber optimistisch nach vorne, wie ihr im Video erfahrt.

Gewinn bricht um ein Drittel ein

Der Volkswagen-Konzern hat im zweiten Quartal einen erneuten Gewinnrückgang verbucht. In den Monaten April bis Juni ging das Konzernergebnis um 32,9 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro zurück. Das teilt Europas größter Autobauer in Wolfsburg mit. Im zweiten Quartal 2025 hatte VW unterm Strich noch 2,29 Milliarden Euro verdient. Das waren damals bereits 36 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

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VW-Chef räumt Fehler ein

Zölle, Kriege, geopolitische Spannungen und verschärfter Wettbewerb stellten das Unternehmen zuletzt vor große Herausforderungen. Am Freitagmorgen (24. Juli) erklärt VW-Chef Oliver Blume dazu im Gespräch mit ntv-Reporter Ulrich Reitz: Wir haben vielleicht vor drei Jahren unterschätzt, wie die Welt sich verändern wird. Wenn wir diese Veränderung nicht gehabt hätten, dann würden wir in einer Dimension uns heute bewegen, die wir in der Vergangenheit nie im Volkswagenkonzern gesehen haben. Wir müssen der Realität aber ins Augen schauen.”

Arbeitsplätze weiterhin unsicher

Als Konsequenz plant der Konzern neue Sparmaßnahmen mit deutlichen Einschnitten. Bis Ende des Jahres sollen dazu mit dem Aufsichtsrat die entscheidenden Beschlüsse geschlossen werden, versichert der VW-Chef. Inwiefern auch weitere Stellenstreichungen geplant sind, lässt er im Gespräch offen. „Korrekt ist, dass der Volkswagenkonzern über Jahrzehnte in einer Dimension gewachsen ist, die heute finanziell nicht mehr tragfähig ist in der aktuellen Marktlage. Deswegen werden wir dort Anpassungen machen. Wir ermitteln aktuell die Zahlen, wie groß diese sein werden.”

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Von bis zu 50.000 Stellen weltweit und vier Werken in Deutschland auf dem Prüfstand war zuletzt die Rede – zusätzlich zu den 50.000 Jobs, die bis 2030 bereits abgebaut werden sollen. 35.000 Jobs sollen bei der Kernmarke wegfallen, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche. Mehr als 37.000 Beschäftigte haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben.

Land reagiert besorgt

Von Gewerkschaft und Betriebsrat kommt bereits kräftiger Gegenwind. Ebenso vom Land Niedersachsen, das mit 20 Prozent an VW beteiligt ist und zwei Mitglieder im Aufsichtsrat stellt. Zusammen mit den Arbeitnehmern stellen sie dort die Mehrheit. In dem Gremium fielen die Pläne Berichten zufolge auch zunächst durch.

Weitere Zahlen im Keller

Neben dem Gewinn wurde auch der Umsatzausblick für das Gesamtjahr gekappt. Statt einem Umsatzplus von bis zu 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet VW-Chef Oliver Blume nun 2026 im besten Fall nur noch eine stabile Entwicklung. Es könnten aber auch bis zu 3 Prozent weniger Erlös werden, wie der Dax-Konzern mitteilte.

Die Auslieferungen fielen konzernweit um fast 9 Prozent auf 2,08 Millionen Fahrzeuge, wie der Konzern bereits zuvor mitgeteilt hatte. Auf dem wichtigen Markt China sackten die Verkäufe sogar um mehr als ein Drittel auf 424.300 Fahrzeuge ab. Abseits Chinas sah es dagegen im Verkauf etwas besser aus.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa