Ukrainischer Präsident "versteckt sich nicht" - wo ist Putin?

Wolodymyr Selenskyj in Videobotschaft aus seinem Büro: „Ich bleibe in Kiew“

Tag 13 im Ukraine-Krieg Videobotschaft von Selenskyj
02:24 min
Videobotschaft von Selenskyj
Tag 13 im Ukraine-Krieg

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will trotz der Kämpfe um Kiew die Hauptstadt nicht verlassen. „Ich bleibe in Kiew“, sagt er in einer am Montagabend veröffentlichten Videobotschaft. „Heute ist der zwölfte Abend unseres Kampfes, unserer Verteidigung. Wir sind alle vor Ort, alle arbeiten. Jeder, wo er muss. Ich bin in Kiew, mein Team mit mir.“ Das dokumentiert er auch im Video.

"Kiew bei Nacht," kommentiert Selenskyj den Blick aus dem Fenster, als er zu seinem Schreibtisch geht. „Ich bleibe in Kiew. In meinem Büro. Ich verstecke mich nicht. Und ich habe vor niemandem Angst.“ Das ist auch ein klarer Fingerzeig Richtung Wladimir Putin, über dessen genauen Aufenthaltsort bereits seit mehr als einer Woche gerätselt wird.

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Selenskyj ruft Soldaten aus Auslandseinsätzen zurück

Nach Angaben des Präsidialamts rief Selenskyj die ukrainischen Soldaten zurück, die in Auslandsmissionen eingesetzt sind. Die „hochprofessionellen Militärs“ würden im Kampf gegen die „russische Aggression“ benötigt, hieß es. Ukrainischen Medien zufolge beteiligt sich das Land an Einsätzen im Kosovo, Kongo und der Elfenbeinküste.

Selenskyj kritisierte einen russischen Luftangriff westlich von Kiew scharf. Bei dem Angriff sind nach ukrainischen Angaben mindestens 13 Zivilisten getötet worden. „Heute haben sie in Makariw in der Region Kiew eine Bäckerei beschossen. Wofür? Eine alte Bäckerei. Denken Sie nach: sie beschießen eine Bäckerei. Wer muss man sein, um so etwas zu tun?“

Selenskyj: "Wir werden auf Verhandlungen bestehen"

Russische Truppen stehen nordwestlich von Kiew und versuchen, auch von Westen auf die Hauptstadt vorzurücken. Russland beharrt darauf, dass seine Truppen keine zivilen Ziele in der Ukraine angreifen.

Selenskyj sagte, man werde weiter mit Russland sprechen. „Wir sind Realisten. Deshalb werden wir reden. Wir werden auf Verhandlungen bestehen, bis wir einen Weg finden, unseren Menschen zu sagen: So kommen wir zum Frieden“, sagte er. Jeder Tag des Kampfes schaffe „bessere Bedingungen“ für die Ukraine. „Eine starke Position. Um unsere Zukunft zu sichern. Nach diesem Krieg.“ (dpa/eku)

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