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Von Friseur bis Zeitumstellung

Die wichtigsten Änderungen zum März 2021

Mit Masken, Desinfektion & Co. dürfen Friseure in Deutschland am 1. März wieder öffnen.
Mit Masken, Desinfektion & Co. dürfen Friseure in Deutschland am 1. März wieder öffnen.
© dpa, Roland Schlager, rs bsc

01. März 2021 - 9:42 Uhr

Lockdown im März: Verlängerung oder Lockerungen?

Wie geht es in Deutschland mit Corona und dem Lockdown weiter? Darüber wird in den nächsten Tagen beraten – denn die aktuellen Maßnahmen gelten nur noch bis zum 7. März. Aber auch abseits der Pandemie gibt es Änderungen, über die Verbraucher Bescheid wissen sollten.

Friseure öffnen am 1. März

Sie sind die ersten, die abgesehen von Geschäften für den täglichen Bedarf aus dem Winter-Lockdown kommen: Ab Montag, den 1. März, dürfen Friseursalons wieder öffnen – natürlich nur mit strengem Hygienekonzept. "Wir halten einen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ein und tragen eine medizinische Maske. Umhänge werden nach jedem Kunden gewechselt und der Arbeitsplatz desinfiziert", so Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks.

Zudem arbeiteten Friseure ausschließlich nach vorheriger Terminvergabe. Laut Branchenangaben muss man mit einer Wartezeit von mehreren Wochen rechnen. Um dem Ansturm gerecht zu werden, wollen viele Salons täglich länger und auch montags öffnen sowie ihre Mitarbeiter im Schichtbetrieb einsetzen. Mit Preissteigerungen rechnet Müller – anders als nach den Lockerungen im Mai vergangenen Jahres – diesmal nicht.

Lockdown bis 7. März – Verlängerung oder nicht?

Schulen und Kitas haben bereits wieder geöffnet, Friseure werden folgen – aber wie sieht es mit dem Rest aus? Die aktuellen Lockdown-Maßnahmen gelten noch bis zum 7. März. Am 3. März werden Bund und Länder erneut beraten, wie es weitergeht.

Nach ersten RTL-Informationen soll Bundeskanzlerin Merkel trotz dritter Welle und der schnellen Verbreitung der Virusmutationen am ursprünglichen Plan festhalten: Ab einer 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35 sollen Geschäfte wieder öffnen dürfen. Jetzt müsse man "Perspektiven ausarbeiten, in welchen Schritten kann man weitere Öffnungen dann machen und was soll dazu gehören", so Merkel. Ein Arbeitskreis soll nun genau das prüfen.

TVNOW-Doku zur zweiten Corona-Welle

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Aber wo genau wird bei dem vorgegebenen Grenzwert eigentlich geöffnet? "Über die Umsetzung der Öffnungsschritte bei Erreichen einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner entscheiden die Länder", teilte eine Regierungssprecherin ntv.de auf Anfrage mit. Dies gelte auch für die Bezugsebene - also für die Frage, ob nur einzelne Kreise oder das komplette Bundesland die Bedingung für die Lockerung erfüllen müssen.

Frühlingsanfang und Zeitumstellung

 Niedersachsen, Hannover, 20.02.2021, Frühlingsgefühle bei 17 Grad und Sonnenschein, die ersten Bienen sind unterwegs, Wetter, Frühling, Blumen, Schneeglöckchen, Biene, *** Lower Saxony, Hannover, 20 02 2021, spring fever at 17 degrees and sunshine,
Am 1. März ist meteorologischer Frühlingsanfang
© imago images/localpic, Rainer Droese via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Auch, wenn es noch mal ziemlich kalt werden kann – am 1. März ist meteorologischer Frühlingsanfang, der kalendarische folgt am 20. März. Ende des Monats verabschieden wir den Winter endgültig durch die Zeitumstellung: In der Nacht vom 27. auf den 28. März werden die Uhren von 2:00 auf 3:00 Uhr vorgestellt – es wird uns also eine Stunde "geklaut", dafür ist es abends wieder länger hell.

Vor oder zurück?! Mit diesen Eselsbrücken merken Sie sich, in welche Richtung die Zeit umgestellt wird!

Online-Kreditkartenzahlung: Zwei-Faktor-Authentifizierung wird Pflicht

ARCHIV - 01.10.2020, Brandenburg, Wittenberge: Eine Frau tippt die Nummer ihrer Kreditkarte in ein Laptop. Viele Verbraucher zahlen ihre Einkäufe im Internet per Kreditkarte. Ab 2021 gelten dafür strengere Sicherheitsanforderungen - spätestens vom 15
Nur die Kreditkartendaten eingeben reicht beim Onlineshoppen in Zukunft nicht mehr
© dpa, Christin Klose, vms amb tba

Das Bezahlen mit der Kreditkarte im Internet soll besser geschützt werden. Verbraucher müssen sich deshalb ab dem 15. März 2021 an strengere Sicherheitsbestimmungen gewöhnen: Für Online-Zahlungen per Kreditkarte reicht dann nicht mehr die Eingabe der Kartendaten. Kunden müssen durch die sogenannte "Zwei-Faktor-Authentifizierung" nachweisen, dass sie der rechtmäßige Inhaber der Karte sind - zum Beispiel per Passwort oder TAN-Nummer.

Eigentlich gilt diese Pflicht gemäß der EU-Zahlungsrichtlinie (PSD 2) bereits seit dem 14. September 2019 für jede Zahlung im Online-Banking und beim Einkaufen im Internet. Doch weil mancher Anbieter Probleme bei der Umsetzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung hatte, gab es von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) einen Aufschub.

Neue Energieeffizienzklassen für Elektrogeräte

Alte Kategorien der Energieeffizienzklasse, die zum 1. März abgelöst wird
Schluss mit Plus: Diese bisher geltenden Kategorien des Energieeffizienzlabels sehen bald anders aus
© deutsche presse agentur

Vom 1. März an gibt es für bestimmte Elektrogeräte neue Energielabels, die für Verbraucher verständlicher sein sollen. Es wird neue Einteilungen geben, aber nach wie vor sollen die EU-Energieeffizienzlabels anzeigen, wie sparsam die Haushaltshelfer sind. Klassifizierungen wie "A++" oder "A+++" werden bei Geschirrspülern, Waschmaschinen, Kühl- und Gefriergeräten, Fernsehern und Monitoren durch die Kategorien "A" (am besten) bis "G" (am schlechtesten) ersetzt.

Am grundlegenden Prinzip ändert sich nichts: Weiterhin soll es eine Farbskala von Dunkelgrün (sehr gut) bis Rot (sehr schlecht) geben, die eine schnelle Orientierung ermöglicht, wie energieeffizient ein Produkt ist.

Die europäische Verbraucherorganisation Beuc weist darauf hin, dass es künftig sowohl alte als auch neue Kennzeichen geben wird, weil die neuen Regeln zunächst nicht für alle Produkte gelten. Sie empfiehlt deshalb, im Zweifel nur auf neue Labels zu achten, da diese genauer seien.

Blaues Versicherungskennzeichen für Mopeds, Roller & Co.

Am 1. März um 0 Uhr beginnt das neue Versicherungsjahr für alle motorisierten Fahrzeuge mit geringer Leistung – dazu gehören Mopeds, Roller und andere Kleinkrafträder mit einem Hubraum von maximal 50 ccm. Als schon von weitem erkennbarer Nachweis eines gültigen Versicherungsschutzes muss dann das neue Versicherungskennzeichen fest am Fahrzeug angebracht sein. Dessen Farbe wechselt jährlich: Das neue Versicherungskennzeichen ab dem 1. März 2021 ist blau - ab März 2022 ist die Farbe Grün gültig, ab März 2023 wieder Schwarz.

Ab 1. März: Heckenschneiden verboten

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In der Brutzeit hat der Schutz von Vögeln vor der Gartenpflege Vorrang
© imago images/Shotshop, monica-photo via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Wer vor dem Frühling noch in seinem Garten werkeln will, sollte sich ranhalten: Ab dem 1. März dürfen laut Bundesnaturschutzgesetz nämlich keine Hecken mehr gerodet, beschnitten oder auf den Stock gesetzt werden. Die Regelung gilt jedes Jahr bis zum 30. September und dient dem Schutz von Vögeln und anderen Wildtieren, die im Gebüsch ihre Jungen aufziehen und dabei nicht gestört werden sollen.

Frist für Baukindergeld-Antrag läuft ab

Familien haben noch bis zum 31. März 2021 Zeit, ihren Anspruch auf Baukindergeld geltend zu machen. Wer bis zu diesem Tag keinen Immobilienkaufvertrag abgeschlossen oder eine Baugenehmigung vorliegen hat, kann die Förderung dann nicht mehr beantragen.

Mit dem Baukindergeld winkt beim Bau eines Hauses oder dem Kauf einer Immobilie ein staatlicher Zuschuss. Pro Kind gibt es 12.000 Euro, ausgezahlt in zehn Jahresraten zu je 1.200 Euro. Anträge können noch bis Ende 2023 gestellt werden, allerdings nur, wenn man bis zum 31. März 2021 eine Baugenehmigung erhält oder einen Kaufvertrag für eine Immobilie unterschrieben hat.

Zwischen dem Start des Programms im September 2018 und dem Jahresende 2020 haben fast 310.000 Familien die Leistung bereits erhalten. Gut 6,5 Milliarden Euro Fördergelder wurden ausgeschüttet. Die meisten Antragsteller haben laut staatlicher Förderbank KfW ein oder zwei Kinder (85 Prozent) und ein durchschnittliches zu versteuerndes Einkommen von weniger als 50.000 Euro (75,3 Prozent).

Quelle: dpa/RTL.de

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