RTL berichtet exklusiv

Kanzlerin Merkel: Die dritte Corona-Welle ist da!

25. Februar 2021 - 8:31 Uhr

Angela Merkel: “Wir können die Tatsache nicht wegdefinieren...!"

Jetzt spricht die Kanzlerin aus, was viele Deutsche befürchtet hatten: "Wir können die Tatsache nicht wegdefinieren, dass wir es jetzt mit einer dritten Welle zu tun haben." In der Sitzung legte Merkel auch direkt nach – und warnte vor der südafrikanischen Corona-Variante: "Bei der südafrikanischen Mutation bestünde die Gefahr, dass unsere Impfungen dann nicht mehr so wirken, wie wir es uns vorstellen." RTL berichtet exklusiv, was Angela Merkel am Dienstag in der CDU-/ CSU-Fraktion gesagt hat und was das für Öffnungen nach dem Lockdown bedeutet.

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Trotz dritter Welle und Mutation plant die Kanzlerin das Ende des Lockdowns

Die Kanzlerin will trotz ihrer eigenen Warnung demnach den Lockdown schrittweise beenden: Wie genau die Öffnung ablaufen soll, damit beschäftigt sich jetzt ein Arbeitskreis um Kanzleramtsminister Helge Braun.

Erste Details sind aber schon durchgedrungen. Nach RTL-Informationen soll Merkel in der CDU/CSU-Fraktion gesagt haben: "Für den Bereich der Wirtschaft heißt das für mich: Zuerst die Geschäfte, dann Restaurants und erst dann Hotels." Wir seien "weiterhin in einer schwierigen Situation und müssen vorsichtig agieren, aber haben inzwischen eben auch Mittel und Wege, die Pandemie zu bekämpfen", soll sie außerdem gesagt haben.

Arbeitskreis soll Stufenplan für Öffnungen erarbeiten

Die Kanzlerin erinnerte nach Teilnehmerangaben daran, dass man bei der jüngsten Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen habe, dass bei einer Inzidenz von 35 - also 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche - die Geschäfte aufmachen könnten. Nun müsse man "Perspektiven ausarbeiten, in welchen Schritten kann man weitere Öffnungen dann machen und was soll dazu gehören". Bei der nächsten Runde am 3. März solle vereinbart werden, unter welchen Umständen diese Schritte gemacht werden könnten. Bereits am Dienstag bildete sich für erste Planungen ein Arbeitskreis um Kanzleramtschef Helge Braun, der sich einen konkreten Stufenplan überlegen soll.

Wie dieser aussehen könnte und was die einzelnen Bundesländer jetzt schon planen, lesen Sie hier.

Merkel: Wollen nichts öffnen, was kurz danach wieder geschlossen werden muss

Bei jedem Öffnungsschritt müsse es das Ziel sein, ein wieder exponentielles Wachstum der Infektionszahlen auch angesichts der verschiedenen Mutationen zu verhindern, sagte Merkel weiter. Man wolle einen Pfad bis in den Sommer hinein finden, bei dem man auch die Wirkung des Impfens deutlich sehen werde. Und bei dem möglichst nichts wieder geschlossen werden müsse, was geöffnet worden sei.

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Hygienevorschriften bleiben

Deshalb gilt aber auch: Steigt der Wert wieder über 35, kann es wieder zu Schließungen kommen. Um einen solchen "Jojo-Effekt" und wieder rasant steigende Fallzahlen in Folge der Lockerungen zu vermeiden, sollen weiterhin die bisherigen Hygienevorschriften (Maskenpflicht, Abstand und Händewaschen) gelten. Zusätzlich soll nach Wunsch der Kanzlerin aber auch die Schnelltests schneller und in größerer Zahl kommen, damit die Infektionsketten schnell unterbrochen werden können.

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