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Spekulationen um Wladimir Putin reißen nicht ab: Ist der Kreml-Chef an Krebs erkrankt?

Spekulationen über Gesundheit des Kreml-Chefs

Ist Wladimir Putin an Krebs erkrankt? Spezialist besuchte ihn 35-mal in 4 Jahren

Wladimir Putin
Journalisten haben Hinweise auf eine mögliche Krebserkrankung Putins entdeckt.
Reuters

Die Spekulationen über den Gesundheitszustand von Russlands Machthaber Wladimir Putin reißen nicht ab. Jetzt hat die russische Investigativgruppe "Proekt" Hinweise auf eine mögliche Krebserkrankung beim Kreml-Chef entdeckt. Er sei innerhalb von vier Jahren 35-mal von einem onkologischen Chirurgen in seiner Residenz am Schwarzen Meer besucht worden, zitiert die britische "Times" aus den Untersuchungen.

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Spezialist für Krebs 166 Tage lang bei Wladimir Putin

Putin, der im Oktober 70 Jahre alt wird, soll von einer Brigade von Ärzten begleitet werden. Darunter Jewgeni Seliwanow, ein Spezialist für Schilddrüsenkrebs. Den Untersuchungen zufolge besuchte er den russischen Staatschef zwischen 2016 und 2020 insgesamt 166 Tage lang, während dieser in Sotschi weilte.

Die Investigativjournalisten deckten die Details zu Putins angeblicher medizinischer Behandlung auf, indem sie öffentlich zugängliche Beschaffungsdokumente der Regierung untersuchten. Diese zeigen, welche Ärzte der Präsidentenklinik in Moskau in vier verschiedenen Hotels in Sotschi untergebracht waren: zu Zeiten, in denen Putin entweder offiziell in der Stadt zu Besuch war oder als er aus der Öffentlichkeit verschwand, schreibt die "Times".

Ärzte kamen immer kurz vor Wladimir Putin in Sotschi an

Den Recherchen der "Proekt"-Journalisten zufolge traf ein Ärzteteam immer kurz vor dem Kreml-Chef in Sotschi ein. Gelegentlich sei die Zahl der Teilnehmer "dramatisch angestiegen". In zwei Fällen 2016 und 2019 habe es deutliche Hinweise darauf gegeben, dass sich Putin einer Operation oder einem schwerwiegenden Eingriff unterzogen hatte – höchstwahrscheinlich an seinem Rücken.

Der erste Fall ereignete sich demnach zu einem Zeitpunkt, als der Kreml-Chef fünf Tage lang aus der Öffentlichkeit verschwand. Zuvor hatte es Gerüchte über einen Reitunfall gegeben, in dessen Folge Putin offenbar hinkte. Im zweiten Fall wurde der Präsident laut "Proekt" bei seinen Besuchen in Sotschi von durchschnittlich neun Ärzten begleitet.

Im Zeitraum von einem Vierteljahr gehörten drei Ärzte dem Team regelmäßig an: zwei HNO-Ärzte und Seliwanow, zitiert die "Times" aus den Recherchen. Einer der HNO-Ärzte stattete Putin von 2016 bis 2019 offenbar 59 Besuche ab und blieb insgesamt 282 Tage.

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Russlands Machthaber soll in Blut von Hirschgeweihen baden

Das Investigativteam will ebenfalls herausgefunden haben, dass sich Putin der Alternativmedizin zugewandt hat. Demnach badet er etwa in Blut, das von abgetrennten Hirschgeweihen gewonnen wird. "Proekt" zitiert einen "Bekannten des Staatschefs" mit der Aussage, der Präsident habe sich bei einem Besuch in der Altai-Region dem "Geweihblut-Bad" hingegeben, obwohl ihm gesagt worden sei, dass es keine erwiesene Wirkung habe. Bei dem Ritual wird das Geweih von Hirschen abgeschnitten, um Blut zu gewinnen. Von diesem Blut nimmt man an, dass es Kraft verleiht und den Alterungsprozess aufhält, wenn man darin badet oder es zu sich nimmt.

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Kreml verbreitet immer wieder Bilder von vitalem Wladimir Putin

Es gab in der Vergangenheit immer wieder Hinweise auf Krankheiten oder medizinische Eingriffe beim russischen Machthaber. Doch Berichte über Putins schlechten Gesundheitszustand hat der Kreml bislang stets dementiert, wie die "Times" schreibt. Putins Sprecher Dmitri Peskow sagte im Jahr 2020, der Gesundheitszustand des Präsidenten sei "ausgezeichnet".

Seitdem Putin im Jahr 2000 als 47-Jähriger an die Macht kam, bemüht sich der Kreml, ein möglichst vitales Bild des Präsidenten zu zeichnen. Auch deshalb, weil sein Vorgänger Boris Jelzin ein offensichtliches Alkoholproblem und zudem ein Herzleiden hatte. So verbreitete der Kreml immer wieder Bilder von Putin, die ihn beim Judo, beim Angeln oder beim Reiten mit freiem Oberkörper zeigten. (ntv/bst)