Schon wieder Badetote - diesmal in der Ostsee

Mann (71) sieht vom Strand aus, wie Ehefrau leblos im Wasser treibt

Ostsee
Zwei Menschen starben am Donnerstag beim Baden in der Ostsee (Symbolbild).
ass skm jol gw, dpa, Mohssen Assanimoghaddam

Badeunfälle vor Rügen und nahe Greifswald

Beim Baden in der Ostsee sind am Donnerstag zwei Menschen ertrunken. Vor dem Ostseebad Göhren (Insel Rügen) wurde ein Mann (†43) tot aus Wasser geborgen, wie die Polizei mitteilte. In der Nähe von Greifswald starb eine 71-jährige Frau.

Ehemann sah 71-Jährige leblos in Ostsee treiben

Sein Bruder hatte den 43-Jährigen als vermisst gemeldet. Versuche, den Verunglückten wiederzubeleben, scheiterten. Laut Polizei war es das erste derartige Badeunglück auf Rügen in dieser Saison.

Der Ehemann der 71-Jährigen hatte vom Strand in Lubmin aus bemerkt, dass seine Frau leblos im Wasser trieb. Gemeinsam mit anderen Strandbesuchern zog er sie aus dem Meer. Auch sie konnte nicht wiederbelebt werden und starb auf dem Weg ins Krankenhaus.

Badeunfälle am Rhein: Kaum Hoffnung für vermisste Mädchen

Mit steigenden Temperaturen nimmt auch die Zahl der Badeunfälle zu. Im Rhein ertrank am Mittwoch eine 17-Jährige; für zwei weitere verunglückte Mädchen (13, 14) gibt es laut Polizei so gut wie keine Hoffnung – auch, wenn die Angehörigen auf ein Wunder hoffen.

Bei einem Badeunfall in einem Baggersee in Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) starb am selben Tag ein 38-jähriger Mann.

Angehörige hoffen auf ein Wunder! Nach Badeunfall in Duisburg
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Angehörige hoffen auf ein Wunder!

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Jetski-Fahrer rettet Mann aus Rhein, Suche nach Ehefrau eingestellt

In der Waal bei Nimwegen (Niederlande) wurde am 12. Juni ein Vermisster tot geborgen. Der 29-Jährige war in Rheinberg-Orsoy (Kreis Wesel) zum Schwimmen in den Rhein gegangen und hatte nach wenigen Metern um Hilfe gerufen. Am 6. Juni war eine 42 Jahre alte Frau mit ihrem 41-jährigen Ehemann im Rhein schwimmen, als sie in die Flussmitte gezogen wurden. Der Mann konnte von einem Jetski-Fahrer gerettet werden, doch die Suche nach der Frau wurde eingestellt.

Menschen ertrinken schon nach wenigen Minuten

Wer Zeuge eines Badeunfalls wird, muss schnell handeln, um den Ertrinkenden zu retten. Denn schon nach vier bis fünf Minuten unter Wasser tritt aufgrund des Sauerstoffmangels der Herz-Kreislauf-Stillstand ein. Kinder können sogar schon nach 90 Sekunden ertrinken.

Erste Hilfe am Badesee
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Erste Hilfe am Badesee

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Die wichtigsten Baderegeln im Überblick

Auch die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt davor, die eigenen Kräfte zu überschätzen. Denn auch, wenn Gewässer ruhig erscheinen, kann die Strömung schon kurz hinter dem Ufer tödlich sein. Das sind die wichtigsten Regeln, um gefährliche Situationen beim Baden zu vermeiden:

  • Schwimmen Sie nie dort, wo Schiffe oder Boote fahren
  • Gehen Sie nicht ins Wasser, wenn Sie sich nicht wohlfühlen
  • Nichtschwimmer sollten maximal bis zum Bauch ins Wasser gehen
  • Niemals die eigene Kraft und Ausdauer überschätzen – Distanzen sehen im Wasser schnell kürzer aus, als sie sind

Insbesondere kleine Kinder sollten beim Baden nicht aus den Augen gelassen werden – auch dann nicht, wenn es sich um ein Schwimmbad mit Aufsicht handelt. Weshalb bei ihnen oft gar nicht zu sehen ist, dass sie in Gefahr sind, erfahren Sie hier. (bst)

Daran erkennt man, dass jemand gerade ertrinkt

Gefährliche Strömungen: Deshalb sollten Sie nicht in Flüssen schwimmen