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Mord an Mädchen in Salzgitter: Was passiert mit dem 13-jährigen Tatverdächtigen?

Jugendlicher ist noch nicht strafmündig

Mord an Mädchen in Salzgitter: Das passiert jetzt mit dem 13-jährigen Tatverdächtigen

Das passiert jetzt mit dem 13-jährigen Tatverdächtigen Mord an Mädchen in Salzgitter

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Es waren wohl ein 13- und ein 14-Jähriger, die eine 15 Jahre alte Jugendliche in Salzgitter getötet haben. Der jüngere Teenager ist noch nicht strafmündig und kann als 13-Jähriger juristisch für seine Tat nicht belangt werden. In seiner Familie kann der Schüler wahrscheinlich trotzdem nicht bleiben. Dirk Härdrich, Stadtrat und Jugenddezernent in Salzgitter, erklärt im RTL-Interview, was nun mit dem Jugendlichen passieren soll.

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Salzgitter: Jugendamt hat Unterbringung in Psychiatrie beantragt

Laut Härdrich sei der 13-Jährige erst einmal in Obhut genommen worden. Sollten die Eltern des 13-Jährigen dem aber widersprechen, braucht die Behörde einen Gerichtsbeschluss. Darum habe das Jugendamt Salzgitter beim zuständigen Familiengericht einen entsprechenden Antrag gestellt.

Der Plan ist wohl, den 13-Jährigen in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie unterzubringen. „Weil wir davon ausgehen, dass sowohl der Junge entsprechende Unterstützung benötigt, als es auch wichtig ist, dass er erst mal in eine geschlossene Einrichtung kommt“, begründet der Jugenddezernent die Entscheidung. Das Jugendamt warte jetzt nur noch auf die Zustimmung der Klinik. Dann könne der Junge dorthin gebracht werden.

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Dirk Härdrich, Jugenddezernent in Salzgitter
Dirk Härdrich, der Jugenddezernent in Salzgitter, erklärt im RTL-Interview, was mit dem 13-jährigen Mordverdächtigen passieren soll.
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13-Jähriger Mordverdächtiger soll Hilfe bekommen

Aber auch das Familiengericht muss laut Härdrich noch zustimmen, weil die Unterbringung in der Klinik eine freiheitsentziehende Maßnahme sei. Er betonte aber auch, dass das Jugendamt keine Strafverfolgungsbehörde sei. „Das Jugendamt ist eine erzieherische Behörde“, erklärte der Stadtrat. Es gehe vor allem darum, das Kindeswohl sicherzustellen. Und aus Sicht des Jugendamtes müsse der Junge dafür in einer Einrichtung untergebracht werden, wo ihm geholfen werden könne, meint der Jugenddezernent. „Ich glaube, da ist viel aus dem Ruder gelaufen und da ist auch Hilfe erforderlich.“

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Wie lange 13-Jähriger in Psychiatrie bleibt, entscheiden Gutachter

Wie lange der 13-Jährige in der geschlossenen Psychiatrie bleiben wird, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Dafür müsse die Einrichtung den Teenager zuerst begutachten, erklärt Härdrich. In einer Pressemitteilung der Stadt hieß es, dass diese Begutachtung aktuell laufe. Ob und wie lange er dann behandelt werden müsse, sei eine medizinische Entscheidung. (jgr)