Viele Symptome, ein Hormon

Histaminintoleranz: Diese Lebensmittel sollten Betroffene weglassen

23. Juli 2020 - 9:51 Uhr

Histaminintoleranz: Die Anzeichen im Überblick

Viele Menschen vermuten, an einer Lebensmittelintoleranz erkrankt zu sein, nur wenige sind es wirklich. Circa drei Prozent der Bevölkerung leiden unter einer Histaminintoleranz, elf Prozent nehmen es von sich selbst laut Umfragen an. Die Histaminintoleranz ist eine Unverträglichkeit gegen eine Substanz, die in vielen Lebensmitteln enthalten ist und normalerweise vom Körper abgebaut wird. In seltenen Fällen ist dieser Abbau aber gestört und histaminhaltige Lebensmittel sollten möglichst gemieden werden. Welche das sind, erfahren Sie im Video. Außerdem erklären wir, wie sich eine Intoleranz äußert und wie sie diagnostiziert werden kann.

Symptome bei Histaminintoleranz - so reagiert Ihr Körper

Histamin ist ein Hormon, das unter anderem eine zentrale Rolle bei allergischen Reaktionen und bei der Abwehr körperfremder Stoffe spielt. Es wird sowohl vom Körper selbst produziert als auch durch histaminhaltige Lebensmittel aufgenommen. Ist allerdings der Histaminabbau im Dünndarm gestört, kann das zu verschiedenen Symptomen führen, unter anderem:

Wirkung von Histamin auf unseren Körper

Histamin kann außerdem die Ausschüttung des Hormons Adrenalin erhöhen. Das kann zu Unruhe und aggressivem Verhalten führen. Dazu gehören auch Angst- und Panikattacken. Bei Kindern können Konzentrationsschwierigkeiten die Folge von Histaminunverträglichkeit sein.

Histaminintoleranz: Ein langer Weg zur Diagnose

Da es viele und sehr verschiedene Symptome sind, die auf eine Histaminintoleranz hindeuten, ist es schwierig, sie zweifelsfrei zu diagnostizieren. Folgende Diagnoseschritte sind notwendig:

In einem Gespräch sollte ein Arzt erst die Krankengeschichte ausführlich aufnehmen. Danach müssen andere Ursachen, wie zum Beispiel Geschwüre oder andere Intoleranzen, ausgeschlossen werden. Bestimmte Messungen im Blutserum, im Blutplasma, im Stuhl und Urin sowie ein Allergietest können Hinweise verdichten. Die Aussagekraft dieser Untersuchungen ist Experten zufolge aber begrenzt.

Histaminintoleranz-Test: Diagnose per Ernährungsumstellung

Außerdem kann ein Histamin-Hautreaktionstest hinzugezogen werden. Da er aber auf der Haut stattfindet, ist die Aussagekraft in Bezug auf die Ernährung ebenfalls begrenzt. Am besten funktioniert der dreistufige Histaminintoleranz-Test, der durch Ernährungsumstellung wirkt:

  1. In der sogenannten Karenzphase sollen alle histaminhaltigen und insgesamt aminhaltigen Lebensmittel so gut wie möglich vermieden werden, so dass die Symptome und Beschwerden weitestgehend reduziert werden.
  2. In einer zweiten Phase (Testphase) werden versuchsweise wieder histaminhaltige Lebensmittel in den Speiseplan eingebaut. In einem Ernährungstagebuch werden vom Patienten die Ergebnisse festgehalten.
  3. In der dritten Phase (Dauerphase) kann der Speiseplan und mit ihm die verträgliche Histamin-Menge festgelegt werden.

Mehr zur Diagnose von Lebensmittelunverträglichkeiten und anderen Allergien sehen Sie im Video unten.

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