Sinkende Impfbereitschaft, steigende Zahlen

Krankenhauspersonal in Sorge: Welche Lösung hat der Gesundheitsminister?

13. September 2021 - 12:37 Uhr

Eine "fulminante" vierte Welle

Nur rund 62 Prozent der Deutschen sind geimpft. Mit dieser niedrigen Impfquote steuern wir, laut dem Chef des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler, auf eine "fulminante Welle" zu. Besonders zu spüren bekommen das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser. Die Intensivbettenbelegung hat sich in den vergangenen zwei Woche verdoppelt. Doch wie kann man die Menschen von einer Impfung überzeugen? Und wie gut ist die Politik auf eine mögliche vierte Welle vorbereitet? Diesen und weiteren Fragen hat sich heute Gesundheitsminister Jens Spahn im Fuldaer Krankenhaus gestellt. Mehr im Video.

Stiko: Empfehlung für die Impfung von Schwangeren

Gesundheitsminister Spahn wirbt weiterhin für die Corona-Impfung. Die Ständige Impfkommission (Stiko) sprach heute eine Empfehlung aus, dass sich nun auch Schwangere und Stillende impfen lassen sollen. Auch Biontech verkündete heute, dass sie in den kommenden Wochen ihren Impfstoff für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren beantragen werden. Bisher gibt es nur eine Empfehlung für die Impfung von Kindern ab 12 Jahren. Der Gesundheitsminister hofft, dass die Zulassung für die Impfung für Kinder unter 12 Jahren schnell erfolgt. Das sei die einzige Bevölkerungsgruppe für die wir keine empfohlene und zugelassene Impfung haben, so Spahn.

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Immunisierungquote von über 80 Prozent

Für Klinikvorstand Dr. Thomas Menzel ist die vierte Welle bereits angerollt. Seiner Meinung nach braucht es eine Immunisierungsquote von über 80 Prozent, damit wir eine Chance haben die Pandemie zu stoppen. Um diese Quote zu erreichen, muss weiterhin Überzeugungsarbeit geleistet werden, dass die Impfung sinnvoll ist. Der Besuch von Jens Spahn wurde von Protesten der Impfgegner begleitet. (dgö)

Video-Tipp: Ungeimpft auf der Intensivstation – Die dramatischen Folgen für Krankenhäuser