Studie zeigt Spritzen-PhänomenGürtelrose-Impfung bremst das Altern!

Happy mature couple laying in bed Keine Weitergabe an Drittverwerter.
Ein kleiner Piks und deshalb langsamer alt werden? (Symbolbild)

Steigen jetzt die Impfzahlen?
Eine Studie einer US-amerikanischen Universität untersucht, wie sich die Gürtelrose-Impfung auf den Körper von älteren Menschen auswirkt. Die Ergebnisse sind eindeutig.

Biologisches Altern verlangsamt sich

Für ihre Forschung verglichen die Wissenschaftler der USC Leonard Davis School of Gerontology in Los Angeles die Daten von 3.884 Studienteilnehmern, alle mindestens 70 Jahre alt. Sie untersuchten verschiedene Gesundheitswerte: Darunter die Anzahl der Entzündungen im Körper, die Leistung des Immunsystems und des Kreislaufs. Daraus errechneten die Forscher einen Gesamtwert, die Ergebnisse sprechen für sich: Probanden, die gegen Gürtelrose geimpft waren, hatten im Schnitt ein geringeres biologisches Alter.

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Nur wenige lassen sich impfen

Am deutlichsten seien die positiven Effekte bis zu drei Jahre nach der Gürtelrose-Impfung nachzuweisen, schreiben die Forscher in ihrer Studie. Aber auch danach schreite das Altern langsamer voran.

Wer einmal an Windpocken erkrankt ist, kann auch Gürtelrose bekommen: Die Viren bleiben im Körper und führen bei der Gürtelrose zu einem Hautausschlag. Dieser ist häufig streifenförmig, daher der Name. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Impfung gegen Gürtelrose ab 60 Jahren, für Risikogruppen auch schon früher. Laut Robert-Koch-Institut waren 2024 nur 24 Prozent der über 60-Jährigen gegen Gürtelrose geimpft. Vielleicht tragen die Studienergebnisse aus den USA dazu bei, dass dieser Wert in den kommenden Jahren ansteigt. (fga)

Verwendete Quellen: Studie, Robert-Koch-Institut, Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit