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Impfung

Impfungen beugen der Übertragung von Infektionskrankheiten vor. Die ständige Impfkommission hat Richtlinien hinsichtlich empfohlener Impfungen erlassen.

Der Begriff Impfung beschreibt die Verabreichung eines Impfstoffes mit dem Ziel, den Behandelten vor einer bestimmten übertragbaren Krankheit zu schützen. Somit ist die Impfung als vorbeugende Maßnahme bei Infektionskrankheiten zu bewerten. Das Immunsystem wird gegen spezifische Stoffe aktiviert, der Körper schützt sich selbst. Abzugrenzen ist von dieser Aktiv-Impfung die Passiv-Impfung, bei welcher der Mediziner Antikörper spritzt. Die passive Immunisierung ist auch als Heilimpfung bekannt.

Gegen welche Krankheiten existieren Impfstoffe?

Die ständige Impfkommission hat Richtlinien über in Deutschland empfohlene Impfungen herausgegeben. Die Empfehlungen beinhalten auch Angaben zum Alter, in welchem die Impfungen erfolgen sollten. Während einige Impfungen vorbeugend bereits in den ersten Lebensjahren beziehungsweise Lebensmonaten vorgenommen werden, wird die Impfung gegen andere Krankheiten erst bei Reise in Risikogebiete oder bei Vorliegen bestimmter Risikoindikatoren empfohlen. Beispielsweise findet die Impfung gegen Diphterie erstmalig im Alter von zwei Monaten statt, die Impfung gegen Cholera jedoch nur in Ausnahmefällen und nur bei Reise in bestimmte Länder. Bis zum Schuleintritt sind in Deutschland die meisten Kinder insbesondere gegen Kinderlähmung, Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ b und Hepatitis B geimpft. Ein entsprechender Sechsfachimpfstoff steht zur Verfügung.

Diskussion um das Thema Impfung

Im Jahr 2017 waren laut Statistik 93,8 Prozent der Schulanfänger gegen Tetanus geimpft. 97,1 Prozent der Schulanfänger hatten die erste Impfung gegen Masern empfangen, 86,9 Prozent waren gegen Hepatitis immunisiert. An der Impfung gegen Diphterie hatten 93,6 Prozent teilgenommen. Obgleich die meisten Mediziner Impfungen befürworten, lehnen manche Patienten Impfungen ab. Experten unterscheiden in diesem Zusammenhang zwischen Impfgegnern und Impfskeptikern. Die Impfgegnerschaft bezieht sich auf die generelle Ablehnung von Impfungen, beispielsweise aus Angst vor Impfschäden oder aus religiösen Gründen. Impfskeptiker lehnen Impfungen nicht vollständig ab, sie wählen beispielsweise gezielt einzelne Impfungen aus oder lassen ihre Kinder zu einem späteren Zeitpunkt als von der ständigen Kommission vorgegeben impfen.