Das können die Räder mit dem blauen Vorderreifen

Fahrräder gibt es jetzt im Abo: Wir testen den Rad-Anbieter Swapfiets

11. Dezember 2019 - 10:12 Uhr

Was können die Swapfiets-Räder?

Wenn Sie in letzter Zeit in einer größeren deutschen Stadt unterwegs waren, sind Sie Ihnen vielleicht schon aufgefallen: schwarze Hollandräder mit einem blauen Vorderreifen. Diese Fahrräder sind Leihräder der niederländischen Firma Swapfiets. Ihr Vorteil: Man leiht sie gegen eine monatliche Gebühr, wenn der Reifen platt ist, bekommt man einfach ein neues Rad. Aber was taugen sie wirklich? Im Video schätzt ein Radexperte genau das ein und ein RTL-Reporter testet, ob der Service hält, was er verspricht.

Fahrrad mieten und alle Probleme sollen weg sein

Radfahrer, die täglich radeln und auf ihr Fahrrad angewiesen sind, werden wissen, wie lästig es ist, wenn der Reifen einen Platten hat. Und gerade Radfahrer, die in einer größeren Stadt wohnen, wissen auch, dass das nicht gerade selten passiert: Zu viele kaputte Glasflaschen und Co. liegen auf den Radwegen herum.

Darum bietet Swapfiets, 2014 in Amsterdam gegründet, eine einfache Lösung: Man mietet einfach ein Fahrrad und zahlt dafür weniger als 20 Euro im Monat. Wenn etwas kaputt geht, kommt jemand vorbei und repariert es oder tauscht das Rad durch ein anderes aus. Wird das Fahrrad geklaut, muss der Kunde nachweisen, dass es abgeschlossen war, zahlt 60 Euro und bekommt sofort ein Ersatzrad. Ein interessantes Modell, um in der Stadt von A nach B zu kommen. Eine weitere Mobilitäts-Alternative sind Tretroller für Erwachsene, die wir hier gecheckt haben haben.

Die Gebühren können unterschiedlich ausfallen

Die Gebühren können allerdings von Stadt zu Stadt schwanken. Es gibt zum Beispiel in vielen Städten "Early Bird"-Angebote, bei denen man nur 17,50 Euro im Monat zahlt, Auszubildende und Studenten nur 15 Euro. Nach einem Jahr zahlt man 19,50 beziehungsweise 17,50 Euro. Das Praktische: Das Abo hat keine Mindestlaufzeit und der Kunde kann es monatlich per E-Mail kündigen.

Klar ist allerdings auch: Je länger man das Angebot nutzen möchte, desto mehr lohnt es sich, darüber nachzudenken, ob ein Kauf nicht besser ist. Denn viele Fahrräder kann man günstig auf Flohmärkten oder über Kleinanzeigen gebraucht kaufen, oder man entscheidet sich direkt für eine Neuanschaffung und kann dabei seinem persönlichem Geschmack freien Lauf lassen.

Fahrrad-Abo gibt es schon in 21 deutschen Städten

Swapfiets gibt es zurzeit in 21 deutschen Städten:

  • Aachen, Berlin, Braunschweig, Bremen, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Freiburg, Göttingen, Halle, Hamburg, Hannover, Heidelberg, Karlsruhe, Kiel, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Münster und Oldenburg

Die Chancen sind aber hoch, dass weitere Städte hinzukommen. Denn Swapfiets wächst und wächst und wächst. 2017 nutzten 20.000 Menschen das Angebot, dieses Jahr gibt es schon 100.000 Kunden – allerdings verteilt auf die vier Hauptländer Niederlande, Deutschland, Belgien und Dänemark.