Neue EU-Regeln treten in KraftMini-Shampoos im Hotel bald verboten: Was Reisende wissen müssen

Für viele Urlauber gehören sie einfach dazu!
Ordentlich aufgereiht stehen sie in Bad vieler Hotelzimmer – kleine Fläschchen mit Shampoo, Duschgel oder Bodylotion. Doch diese Minis sollen bald der Vergangenheit angehören, denn ab dem Sommer 2026 treten die neuen Regeln der EU-Verpackungsverordnung in Kraft.

EU will Verpackungsmüll reduzieren

Sie sind ein kleiner Luxus, der im Hotel für viele Reisende zum Urlaubsgefühl dazugehört. Nicht selten wandern die kleinen Shampoo- und Duschgel-Fläschchen am Ende des Aufenthalts mit in den Koffer. Doch damit soll ab diesem Sommer Schluss sein, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Denn die Mini-Produkte sind zwar schön anzusehen, verursachen aber einiges an Verpackungsmüll, und dem hat die EU mit neuen Regeln den Kampf angesagt.

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Mit Rahmen des sogenannten European Green Deal hat das EU-Parlament gemeinsam mit dem Rat der Europäischen Union bereits im Dezember 2024 ein zentrales Gesetzespaket verabschiedet. Dazu gehört unter anderem die Verordnung (EU) 2025/04 über Verpackungen und Verpackungsabfälle. Das Ziel: weniger Müll, mehr Wiederverwendung, europaweit einheitliche Standards.

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Einschränkungen ab 2026, Verbot ab 2030

In Kraft getreten ist die Verordnung laut RND bereits im Februar 2025, richtig spürbar werden die neuen Regeln ab diesem Sommer. Ab dem 12. August 2026 werden in allen 27 EU-Staaten einige Vorgaben verbindlich. Das heißt, Österreich, Belgien, Bulgarien, Kroatien, Zypern, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Polen, Portugal, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Spanien und Schweden müssen die Regelungen der neuen Verpackungsverordnung anwenden.

Automatisch illegal werden die Mini-Shampoos allerdings dann noch nicht. Erst einmal greifen die allgemeinen Pflichten der Verordnung:

  • Vorgaben zur Verpackungsvermeidung

  • Anforderungen an Recyclingfähigkeit

  • Kennzeichnungs- und Informationspflichten

  • erste Mehrweg- und Wiederverwendungsziele

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Konkreter wird es dann in vier Jahren. Ab dem 1. Januar 2030 ist es aus mit den kleinen Pflegeprodukten in Hotels. Dann dürfen keine Einweg-Mini-Verpackungen aus Plastik mehr zur Verfügung gestellt werden. Das betrifft in Hotels zum einen die typischen Shampoo- und Duschgel-Fläschchen, verboten sind dann auch kleine Ketchup- oder Mayonnaise-Päckchen.

Auf Pflegeprodukte verzichten müssen Gäste in Hotels aber wohl nicht. Bis zum endgültigen Verbot haben Hoteliers, Hersteller und Zulieferer Zeit, auf nachfüllbare Spendersysteme oder andere mehrwegfähige Lösungen umzustellen. Ob Reisende künftig auf privat gekaufte kleine Duschgels oder Sonnencremes verzichten müssen, wie sie gerne mit ins Handgepäck genommen werden, sei laut RND derzeit noch offen. (okr)

Verwendete Quellen: RND