WM-Kader darf sich auf Sucuk-Pasta freuen: DFB-Koch Anton Schmaus enthüllt DAS Lieblingsgericht unserer Nationalspieler
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Was kommt bei den DFB-Stars wirklich auf den Teller, um Top-Leistungen zu bringen? Anton Schmaus, der Koch der deutschen Fußballnationalmannschaft, verrät im RTL-Interview bei „Deutschland am Morgen“ das absolute Lieblingsgericht der Spieler: Sucuk-Pasta! Was sich hinter diesem Gericht verbirgt, worauf der DFB-Koch sonst noch bei seinen Speisen für die Nationalspieler achtet und was ihr euch für Zuhause abgucken könnt, seht ihr im Video oben.
Sibylle Scharr: „Und zur besten Frühstückszeit wird es bei Deutschland am Morgen sportlich und kulinarisch zugleich. Wir haben Anton Schmaus hier zu Gast, dr Koch unserer Nationalmannschaft-Stars. Wie geht's?
Jan Malte Andresen: „Schönen guten Morgen.“
Anton Schmaus: „Guten Morgen.“
Jan Malte Andresen: „Die müssen ja auch was zu essen bekommen. Wir sind große ‚Kitchen Impossible‘-Fans, kann ich gleich sagen. Um ein bisschen Nerdwissen – neunte Staffel, du hast leicht verloren gegen Tim Mälzer und warst in Nairobi und Griechenland.
Anton Schmaus: „Ja,genau. Sehr gut.“
Sibylle Scharr: „Irgendetwas mit Rentierblut und allem. Ich erinnere mich.“
Anton Schmaus: „Das musste Tim machen.“
Jan Malte Andresen: „Das haben wir sehr gerne geguckt. Und passender kann es gar nicht sein, dass du hier bist. Gestern die Verkündung des Kaders durch Julian Nagelsmann. Wir werden dich jetzt nicht sportlich fragen, aber wir wissen, du musst jetzt noch mal was Neues kochen. Damit hast du gar nicht gerechnet. Manuel Neuer kommt mit. Was mag er denn gerne?“
Anton Schmaus: „Da muss ich nichts Neues kochen. Ich kenne ihn ja schon lange genug. Also, darum verändert sich der Speiseplan jetzt nicht. Es bleibt alles so wie geplant.“
Jan Malte Andresen: „Wie ist es denn geplant? Was essen unserer Nationaltorhüter gerne?“
Anton Schmaus: „Also, was essen alle gern sozusagen.“
Jan Malte Andresen: „Weil extra essen gibt es nicht. Es wird für alle gekocht.“
Anton Schmaus: „Es gibt für alle das Gleiche und es gibt ein großes Buffet. Und wir versuchen natürlich, da möglichst alles abzudecken. Also es gibt immer ein großes Salatbuffet, es gibt eine kleine Vorspeise. Es gibt eine Suppe. Dann gibt es eine große Pasta-Station. Ganz wichtig: Dann natürlich Fleisch, Fisch, vegetarisch, dann Beilagen: Reis, Kartoffeln, Gemüse, verschiedene Variationen. Und natürlich auch noch was für einen süßen Zahn, immer auch ein kleines Dessert.“
Sibylle Scharr: „Da war jetzt alles dabei, die ganze Bandbreite. Aber gibt es so ein Gericht über all die Jahre, wo alle immer wieder schreien: Bitte, Anton, lass uns das und das essen.“
Anton Schmaus: Ja, das wird sich wahrscheinlich auch wieder im Turnier dann wieder verändern. Aber grundsätzlich die Sucuk-Pasta ist schon immer sehr beliebt. Das habe ich irgendwann mal entwickelt, 2018, glaube ich.“
Jan Malte Andresen: „Also was genau?“
Anton Schmaus: „Sucuk ist eine Rindswurst. Und die Pasta ist tatsächlich so ganz einfache Pasta nur aus Semmelbrösel und Mehl, bisschen Wasser, Olivenöl, also wirklich ganz easy, aber schmeckt ganz gut. Tomatensauce, scharf, Kreuzkümmel – also das schmeckt glaube ich schon wirklich fast allen, ich würde sagen allen. Und das wird es wieder geben.“
Jan Malte Andresen: „Das klingt jetzt so wie eigentlich ein gutes Buffet für jedermann, jederfrau. Oder kocht man anders für solche, für Leistungssportler?“
Anton Schmaus: „Ja, natürlich muss es allen ernährungsphysiologischen Ansprüchen gerecht werden. Und man muss natürlich schon schauen, dass das sauber gekochtes, gut gekochtes und auch natürlich nicht zu viel Fett usw. – aber grundsätzlich ist es ein Buffet für jedermann, würde ich sagen.“
Sibylle Scharr: „Aber das interessiert zu Hause sicherlich auch viele. Gibt es da einen speziellen Ernährungsplan? Was kann man sich zu Hause davon vielleicht auch auf die Schnelle abgucken? Worauf sollte man unbedingt achten, wenn man zu Hause kocht?“
Anton Schmaus: „Ja, also gut, angenommen man ist Hobbysportler, dann macht es schon Sinn, da man da kann man viel übernehmen, so dreieinhalb bis vier Stunden vorher, vor der Belastung noch mal was essen und eben Dinge, die dich nicht zu stark belasten, also zum Beispiel bei uns vor dem Spiel gibt es ja immer Pasta Bolognese – ist ja bekannt – oder Milchreis mit Apfelmus und Zimtzucker. Also diese Dinge funktionieren gut, geben Energie und belasten jetzt nicht. Und dann sollte man relativ flott nach nach der Belastung, also innerhalb von maximal 75 Minuten, eigentlich wieder Energie zu sich nehmen in Form von Kohlenhydraten, Proteinen. Also einfach damit der Regenerationsprozess wieder anspringt, sozusagen. Und das kann man auch zu Hause ganz gut umsetzen.“
Jan Malte Andresen: „Kohlenhydrate zunehmen kann ich. Das mit der Belastung habe ich noch nicht so mitbekommen.“
Sibylle Scharr: „Das eine geht nicht ohne das andere.“
Jan Malte Andresen: „Jetzt haben wir ein Turnier in Mexiko, in den USA, natürlich ein bisschen auch in Kanada. Wirkt sich sowas dann auf den Speiseplan aus? Also gibt es mehr Burger? Gibt es Burrito? In Kanada würde mir die Poutine einfallen, diese fettigen Pommes mit Käse drauf. Nur mal so eine Idee vielleicht auch.“
Anton Schmaus: „Danke. Also Poutine würde sich nicht anbieten. Wir sind nur ganz kurz in Kanada und dann kurz vorher noch so Poutine, das wäre jetzt wahrscheinlich nicht unbedingt zielführend. Nein, aber klar, wir versuchen schon auch immer jetzt – wir spielen jetzt gegen Curaçao, dann machen wir natürlich schon irgendwas, was so ein bisschen hinführt auf den Gegner. Es gibt so einen Abend, wo ich wo ich versuche, so traditionelle Curaçao-Gerichte zu interpretieren. Das gleiche machen wir natürlich auch bei der Elfenbeinküste. Also diese Sachen, das wird auf jeden Fall passieren und es hängt natürlich auch immer ein bisschen von der Temperatur ab. Es wird schon eine leichte Sommerküche werden, weil wir haben einfach Hochsommer und es ist relativ hohe Luftfeuchtigkeit.“
Jan Malte Andresen: „Nicht so viel von dem blauen Getränk, wenn es geht: Curaçao. Sie sollen ja auch was leisten.“
Sibylle Scharr: „Mich würde noch interessieren, wie sieht das aus bei unseren Spielern? Haben die Bock selbst auch zu kochen? Kommen die zu dir und holen sich Tipps oder wollen ein bisschen mitmachen in der Küche?“
Anton Schmaus: „Ja, also Tipps sind immer gefragt natürlich. Und wenn man auch lange zusammen ist, kann es einem schon auch mal langweilig werden, oder? Es ist ja auch – man ist ja dann immer in dieser Fußballblase, sag ich mal, und dann kommt schon mal der eine oder andere wieder: Hey, was machst du? Oder können wir mal mitmachen? Oder ich biete – oder wir als Team bieten das an. Wir hatten bei der EM 2024 – da hat mein Kollege Brot gebacken mit den Spielern und einfach, wenn sich – so etwas ergibt sich dann schon im Laufe des Turniers. Man muss immer schauen, wie sind die Gegebenheiten, passt es gerade rein? Aber ist immer Interesse da.“
Jan Malte Andresen: „Ja, und so langsam steigt die Vorfreude auf die WM und bei dir wahrscheinlich auch, bei dem ganzen Team.“
Anton Schmaus: Absolut, absolut. Jetzt kribbelt es. Am Dienstag geht es los und ja, absolut.
Malte Andresen: Toll, dass du vorher noch mal bei uns vorbeigekommen bist. Vielen, vielen Dank! Wir freuen uns auf ‚Kitchen Impossible‘, weil er ist jetzt auch wieder dabei.“
Sibylle Scharr: „Absolut.“
Malte Andresen: „In den nächsten Folgen.“
Sibylle Scharr: „Und so viel dürfen wir auch noch verraten: die RTL-Kollegen, die freuen sich auch hier im Haus, denn du wirst nachher in der Kantine auch noch bei uns sein.“
Anton Schmaus: „Ja.“
Malte Andresen: „Um sie ein bisschen neidisch zu machen. Entschuldigen sie bitte!“
Malte Andresen: „Danke dir. Vielen, vielen Dank.“
Anton Schmaus: „Vielen Dank.“
