Femizid in Stadtallendorf (Hessen): Prozessauftakt in Marburg

Ermordete Milena: Freundin hatte böse Vorahnung

Milena hatte große Angst vor ihrem Ex Mord an junger Mutter aus Stadtallendorf
03:09 min
Mord an junger Mutter aus Stadtallendorf
Milena hatte große Angst vor ihrem Ex

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von Lorenz Bille, Karl Wirz und Ulrich Vonstein

Sie wurde brutal ermordet und ihre Freundin hatte eine böse Vorahnung!

Mit 41 Messerstichen wird die junge Mutter Milena direkt vor ihrem Haus in Stadtallendorf in Hessen ermordet. Jetzt wird ihrem mutmaßlichen Mörder in Marburg der Prozess gemacht. Ihre Freundin Tanja erzählt, welche Gefühle das in ihr auslöst und warum sie sich entschlossen hat, öffentlich darüber zu sprechen. Mehr – in unserem Video.

„Er hat sie angeschrien und hat mit dem Finger auf sie gezeigt“

Prozessauftakt
Tanja und Freundin Anna nach dem Prozessauftakt in Marburg

Milena hatte Givami G. schon häufiger bei der Polizei angezeigt. Der Mann hatte sie monatelang gestalkt, wiederholt bedroht, die Polizei hatte ihm öfter sogenannte Gefährderansprachen gehalten. Deswegen sollte ihm im November 2022 der Prozess gemacht werden, der Milena vielleicht das Leben gerettet hätte. Wenige Wochen vorher bringt er sie um.

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Tanja ist am Abend vor der Tat mit Milena zusammen. Sie sind mit Freundinnen in einem Club, als G. plötzlich auftaucht. „Er hat sie angeschrien und hat mit dem Finger auf sie gezeigt“, erzählt Tanja. „Du wirst für deine Worte büßen“, habe er auf Russisch zu ihr gesagt. Dann verlässt er den Club, lauert Milena vor ihrem Zuhause auf und tötet sie. Nach der Tat stellt er sich der der Polizei.

Prozessauftakt: Täter verzieht keine Miene

Gemeinsam mit Milenas Mutter und ihrem Sohn Aris besuchen die beiden Freundinnen oft das Grab der Toten
Gemeinsam mit Milenas Mutter und ihrem Sohn Aris besuchen die beiden Freundinnen oft das Grab der Toten

Eigentlich wollte Tanja nicht öffentlich über das Geschehene sprechen. Doch Milena hat einen kleinen Sohn hinterlassen, Aris. Gemeinsam mit dem Jungen seiner Großmutter besuchen sie und ihre Freundin Anna oft Milenas Grab. „Wir werden sie nicht vergessen“, sagt sie. Sie wollen Gerechtigkeit für das Verbrechen, auch wenn Jahre dauern sollte. „So lange werden wir stehen und kämpfen", so die junge Frau entschlossen.

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Nach dem Prozessauftakt ist sie aufgewühlt, bezeichnet den Angeklagten als „Monster.“ Er habe nur auf seine Hände gesehen, keine Miene verzogen. Am Freitag wird Tanja bei der Verhandlung aussagen. Sie werde Givami G. ins Gesicht sehen, sagt Tanja. Und: „Ich werde alles sagen, was mir auf dem Herzen liegt.“

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