Es geht um 350.000 EuroMutter täuscht Krebserkrankung ihres Sohnes vor – um Spenden zu ergaunern!

Der Schriftzug «Staatsanwaltschaft» ist vor dem Gebäude auf einem Schild zu lesen.
Die Staatsanwaltschaft Gießen erhebt Anklage gegen die Mutter (Symbolbild).
Nadine Weigel/dpa/Nadine Weigel/dpa/dpa/Symbolbild

Wie konnte sie das nur tun?
Eine Mutter aus Hessen soll eine Krebserkrankung ihres Sohnes vorgetäuscht und dann in betrügerischer Absicht an das Mitgefühl der Menschen appelliert haben. Mit Spendenaufrufen soll sie viel Geld ergaunert haben. Der Schaden ist beträchtlich.

Umfangreiche Ermittlungen belasten die Mutter

Insgesamt 350.000 Euro soll sich die 42-Jährige in die Taschen gesteckt haben. Die Staatsanwaltschaft Gießen hat deshalb nun Anklage wegen gewerbsmäßigen Betrugs in 13 Fällen erhoben.

Die Mutter soll über diverse Medien und Internetplattformen zwischen September 2021 und Oktober 2024 die Krankheit ihres zum Tatzeitpunkt fünf bis acht Jahre alten Sohnes vorgetäuscht haben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zuvor gab es umfangreiche Ermittlungen – unter anderem eine Wohnungsdurchsuchung, bei der Unterlagen und Datenträger sichergestellt wurden. Zudem seien zahlreiche Zeugen befragt und Konten ausgewertet worden.

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Ermittlungen gegen den Kindsvater eingestellt

Das Kind sei Anfang 2024 in Obhut des Jugendamtes genommen worden. Ermittlungen gegen den Vater seien mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt worden.

Die einschlägig vorbestrafte 42-Jährige habe sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Das Landgericht müsse nun über eine Zulassung der Anklage entscheiden. (nlu mit dpa)

Verwendete Quellen: DPA