Buntes Symbol

Regenbogen-ICE geht auf die Reise

09. Juli 2021 - 17:46 Uhr

Unternehmen setzen immer häufiger Zeichen

Regenbogen-Logos, Fahnen, angestrahlte Dächer. Unternehmen setzen in letzter Zeit immer wieder auf ein buntes Zeichen. Im "Pride Month" zeigten sich einige Firmen mit Regenbogenfarben. Nun passend zum Christopher Street Day in München schickt die Bahn einen Regenbogen-ICE auf Reisen.

Aufgeklebter Regenbogen-Streifen

Die Deutsche Bahn hat als Zeichen der Unterstützung der LGBTQI+-Gemeinschaft einen ICE mit einem aufgeklebten Regenbogen-Streifen auf die Reise geschickt. Es gehe dabei nicht um Symbolik, "sondern um Haltung, gesellschaftliches Miteinander und konkrete Lebensbedingungen", teilte Bahnchef Richard Lutz am Freitag mit.

Die Abkürzung LGBTQI+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, queere, Trans- und andere nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

LGBT, queer, trans: Wir erklären die wichtigsten Begriffe

Regenbogen-ICE fährt zum CSD nach München

Mit dem neuen Branding will der Konzern nach eigenen Angaben auch das Engagement des Mitarbeitenden-Netzwerks "railbow" ehren, das sich für die Belange von LGBTQI+-Beschäftigten einsetzt. Der neu beklebte ICE fuhr gegen Mittag vom Berliner Hauptbahnhof aus nach München. Dort wird am Samstag der Christopher Street Day gefeiert. "Das Regenbogen-Branding bleibt auf unbestimmte Zeit bestehen", teilte die Bahn mit.

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Unternehmen engagieren sich; Motivation nicht immer klar

Damit ist die Bahn nicht alleine. Im vergangenen Pride Month haben etwa viele Logos von Firmen einen neuen Anstrich bekommen. Fahnen wehten und Dächer oder Fassaden wurden angestrahlt. Darunter Unternehmen wie BMW, Vodafone, Otto oder Siemens. "Das Ziel ist auch dabei zu sein, mit der Crowd zu gehen; das Gefühl zu vermitteln, wir verstehen euch und haben eine Haltung und leisten unseren Beitrag", sagte Jon Christoph Berndt, Markenexperte und Managementtrainer gegenüber RTL/ntv.

Und: In Deutschland können Unternehmen mit Engagement Geld verdienen. Denn die Kaufkraft der LGBT liegt allein hier bei schätzungsweise 151 Milliarden Euro.

Quelle: DPA und RTL

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