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Homo-Ehe

Als Homo-Ehe bezeichnet man umgangssprachlich eine Zivilehe zwischen zwei Partnern mit dem gleichen Geschlecht. Mittlerweile spricht man auch von der 'Ehe für alle'.

Homo-Ehe picture alliance / dpa

Die Homo-Ehe ist der umgangssprachliche Begriff für eine Zivilehe, in der beide Partner das gleiche Geschlecht haben. In den letzten Jahren setzte sich an seiner Stelle in Deutschland immer mehr der Begriff 'Ehe für alle‘ durch, um die Gleichstellung mit einer klassischen Ehe zwischen Mann und Frau zu betonen. Im Gegensatz zu einer eingetragenen Partnerschaft, wie es sie in Deutschland bis September 2017 gab, ist die Homo-Ehe der klassischen Ehe gleichgestellt und als ebenbürtige zivilrechtliche Verbindung zweier Menschen anerkannt. Insbesondere in Bezug auf das Erb- und Steuerrecht sowie das Adoptionsrecht hat dies für die gleichgeschlechtlichen Paare einige Vorteile.

Während Homosexualität im vergangenen Jahrhundert auch in westlichen Ländern oft noch als Krankheit eingestuft wurde, konnte die gesellschaftliche Toleranz für die gleichgeschlechtliche Verbindung in den letzten Jahren spürbar gestärkt werden. Inzwischen ist die Homo-Ehe in vielen Ländern legalisiert und der Ehe zwischen Mann und Frau gleichgestellt. Als erstes Land weltweit erlaubten die Niederlande schon 2001 die Zivilehe zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern, fast alle westlichen Länder zogen in den folgenden Ländern nach. In den USA ist die Ehe für alle seit 2015 landesweit erlaubt. In Deutschland ist die vollständige Anerkennung der Ehe für alle erst 2017 durchgesetzt worden. Homosexuellen Paaren war es bis dahin zwar möglich, eine eingetragene Partnerschaft beim Standesamt registrieren zu lassen, allerdings nicht mit denselben Rechten und Pflichten wie sie eine heterosexuelle Ehe genießt; so war etwa eine gemeinsame Adoption von Kindern nicht erlaubt. Am 1. Oktober 2017 trat ein Gesetz in Kraft, dass homosexuellen Paaren auch in Deutschland die Eheschließung ermöglicht.

Viele arabisch geprägte Länder wiederum sind streng gegen die Homo-Ehe: Nicht nur die eheliche gleichgeschlechtliche Verbindung ist verboten, sondern Homosexualität selbst unter Strafe gestellt. Die dafür verhängten Strafen sind teils beträchtlich, in mehreren Staaten wird Homosexualität sogar mit der Todesstrafe geahndet. Beispiele hierfür sind Saudi-Arabien, der Iran und Afghanistan. Als Begründung für die Ablehnung der Homosexualität werden meist religiöse Gründe angegeben. So wird sie in den beiden wichtigsten religiösen Büchern, der Bibel und dem Koran, teilweise als Sünde bezeichnet.

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