Unser WM-TickerDAS sagen die Zeitungen weltweit über Deutschlands 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste

Deniz Undav und Antonio Ruediger feiern mit Mannschaftskollegen den Sieg über die Elfenbeinküste
Deniz Undav und Antonio Ruediger feiern mit Mannschaftskollegen den Sieg über die Elfenbeinküste
IMAGO/OPA Images

Jetzt gilt’s für unsere DFB-Stars!
Bei der Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko (noch bis 19. Juli) wollen die Schützlinge von Bundestrainer Julian Nagelsmann die vergangenen beiden Blamagen bei Weltmeisterschaften vergessen lassen. Denn zweimal war zuletzt bereits in der Gruppenphase Schluss – das soll sich in diesem Jahr ändern! Klappt das? Und was hat dieses XXL-Turnier mit 48 Mannschaften und 104 Spielen sonst noch Spannendes zu bieten? Mit unserem Live-Ticker verpasst ihr nichts!

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Roger Saha

DAS sagen die Zeitungen weltweit über Deutschlands 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste



Dank eines Doppelpacks von Deniz Undav hat das deutsche Nationalteam auch die Elfenbeinküste bezwungen und das Weiterkommen bei der WM vorzeitig sicher. Auch die Weltpresse lobt nach dem 2:1 (0:1) in Toronto das "goldene Händchen" von Bundestrainer Julian Nagelsmann. Internationale Pressestimmen zum zweiten Gruppenspiel der DFB-Auswahl im Überblick:

ENGLAND
The Sun: "Was für ein Spiel! Das waren mit die intensivsten 90 Minuten dieser Weltmeisterschaft bisher. (...) Super-Joker Deniz Undav stahl den Sieg mit einem Last-Minute-Herzschlagtreffer – aber erst, nachdem Teenie-Elefant Yan Diomande drohte, völlig über die DFB-Elf hinwegzutrampeln." 
Daily Mail: "Was für ein Comeback! Julian Nagelsmann sorgte nach der Pause für die Wende und sicherte damit den Einzug in die K.o.-Runde. Sie haben Deniz Undav zu danken, der von der Bank kam und den entscheidenden Doppelpack schnürte. Wieder dort, wo sie hingehören." 
Guardian: "Undav reißt Deutschland in letzter Minute aus der Bredouille und sichert den Sieg."

ITALIEN 
Gazzetta dello Sport: "Deutschlands Held heißt Deniz Undav: Der Stürmer wurde eingewechselt und drehte das Spiel praktisch im Alleingang. Deutschlands elfter Sieg in Folge und die vorzeitige Qualifikation – die Mannschaft von Julian Nagelsmann ist nicht zu stoppen, getragen von Undav. Doch bevor man an die Zukunft denkt, muss sich das Team selbst hinterfragen: Nach dem 7:1 gegen Curacao gerät Deutschland gegen eine sehr starke Elfenbeinküste zeitweise in Schwierigkeiten." 
Tuttosport: "Deniz Undav führt Deutschland schließlich doch noch ins Sechzehntelfinale der WM. Das Team von Julian Nagelsmann holt drei weitere Punkte und qualifizierte sich dank eines goldenen Händchens des Bundestrainers für die nächste Runde. Der eingewechselte Undav dreht die Partie praktisch im Alleingang und erzielte den entscheidenden Treffer sogar erst in der 94. Minute."

FRANKREICH
L'Equipe: "Ein wahrer Kampf. Die Elfenbeinküste und Deutschland lieferten sich in einem stimmungsvollen Stadion in Toronto ein hochintensives Spiel."

SPANIEN 
Marca: "Glückliches Ende für die Deutschen und ein trauriges, sehr trauriges für die Afrikaner, die die Niederlage nicht verdient hatten. Aber Deutschland ist eben Deutschland. Man darf sie niemals abschreiben."
AS: "Undav gibt sich als Klose. Deutschland wird immer mehr zu Deutschland. Gegen Curacao trat es auf wie in seinen besten Zeiten und erzielte sieben Tore mit brasilianischem Flair. Gegen die Elfenbeinküste musste die Mannschaft dagegen ihren typischen Charakter und ihre Widerstandsfähigkeit zeigen." 
PORTUGAL 
A Bola: "Deniz Undav kam von der Bank und entschied das Spiel für Deutschland. Ein sehr bitteres Ende für die Elefanten."

ELFENBEINKÜSTE
Mondial Sport: "Die Elefanten unterliegen der 'Mannschaft' in letzter Minute. Die Elefanten kämpfen und haben ihre Chancen. Aber spät gibt es den Schock."
7Info: "Die mutige Mannschaft unterliegt Deutschland. Angefeuert von der ivorischen Diaspora in Kanada können die Elefanten mithalten, aber am Ende reicht es nicht zum verdienten Punkt."

USA
New York Times: "Deniz Undavs Doppelpack beschert Deutschland in einem Thriller der WM 2026 in letzter Minute den Sieg gegen die Elfenbeinküste."
ESPN: "Undav wird zum Helden – Nagelsmanns Einwechselspieler sichern den Comeback-Sieg."

MEXIKO
El Universa: "Was für ein Triumph der Deutschen, die damit in die K.o.-Runde einziehen."
Record: "Deutschland schafft in letzter Minute die Wende gegen die Elfenbeinküste und setzt sich an die Spitze der Gruppe E. Die deutsche Mannschaft trotzte den Widrigkeiten, der umstrittenen Schiedsrichterentscheidung und der körperlichen Überlegenheit der Afrikaner und sicherte sich mit einem entscheidenden Doppelpack von Deniz Undav den Einzug in die nächste Runde."

KANADA
The Star: "Im Stadion brach Jubel aus, als Deutschland das entscheidende Tor erzielte. Es ist ein Treffer von Deniz Undav in der 94. Minute, sein zweites Tor in diesem Spiel. Die deutschen Fans springen vor Freude in die Luft und singen, doch für die Ivorer ist es ein herber Rückschlag, nachdem sie ihre 1:0-Führung verspielten und Chancen hatten, das Spiel zu entscheiden."

SCHWEIZ 
Blick: "Später Lucky Punch: Super-Joker Undav erlöst Deutschland. Die WM 2018? Vorbei nach der Vorrunde als Titelverteidiger. Die WM 2022? Ebenfalls zu Ende nach der Gruppenphase. In Nordamerika benötigt Deutschland lediglich zwei Spiele, um das zu erreichen, was vor acht respektive vier Jahren nicht gelang: der Einzug in die K.o.-Phase. Möglich machts Deniz Undav, der Super-Joker der Deutschen."

ÖSTERREICH 
Krone: "Undav sei Dank! Deutschland zittert sich zu Sieg."
Lea Haberbosch

Bundestrainer Nagelsmann verteidigt Sané 

Julian Nagelsmann hat Nationalspieler Leroy Sané nach der Auswechslung im zweiten WM-Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) in Schutz genommen. „Leroy hat wieder viel probiert, viel gemacht", sagte der Bundestrainer über den abermals recht glücklosen Flügelstürmer.
Dass der frühere Münchner in der Offensive nicht so recht zur Entfaltung gekommen war, lag laut Nagelsmann auch am stumpfen Platz. „Man muss immer den Spielertypen in Verbindung mit dem Rasen sehen", sagte er und betonte: „Immer ins Eins-gegen-eins zu gehen, ist schwierig auf dem trockenen Platz."
Defensiv, meinte der Bundestrainer, sei der ewig umstrittene Sané „sehr fleißig" gewesen. Mit der Einwechslung von Jamie Leweling für Sané habe er „Power reinbringen" wollen, "aber das hat gar nichts mit Leroys Leistung zu tun. Wichtig ist, dass er die Dinge, die ihm manchmal abgesprochen wurden, bringt. Das hat er super gemacht. Er hat Josh gut unterstützt."
Kapitän Joshua Kimmich bekräftigte dies. „Leroy war da", sagte er etwa über das Gegentor, er habe Sané in der Situation nur nicht wahrgenommen und daher leider die Grundlinie nicht zugemacht. 
Lea Haberbosch

„Man of the Match" Deniz Undav gibt sich bescheiden – und macht seiner Frau ein Geschenk


Deniz Undav ist der deutsche Held von Toronto. Der Stuttgarter wendet nach seiner Einwechslung das Spiel gegen die Elfenbeinküste. Ist so einer nicht zu schade als Joker? Muss er in die Startelf?
Als Super-Joker Deniz Undav eigentlich schon alle Fragen beantwortet hatte, bekam er beim Verlassen der Bühne doch noch eine zugerufen. Was er denn mit der Auszeichnung für den Man of the Match mache? Die schmucklose Trophäe eines FIFA-Sponsors hatte er zuvor beim Austausch mit den Reportern die gesamte Zeit wie einen wirklich wertvollen Fußball-Pokal in der linken Hand gehalten.
„Die geht zur Frau", antwortete der von Fans, Mitspielern und auch dem Bundestrainer im WM-Stadion von Toronto bejubelte Matschwinner nach dem 2:1 (0:1) im zweiten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste. Und der 29-Jährige zeigte dabei sein typisch verschmitztes Deniz-Undav-Lächeln. Ob sich seine Tanja wirklich über den Bier-Kelch freut?
Egal. Deutschland hat beim Turnier in Amerika seinen ersten Star, der von aller Welt bestaunt wird. Und das US-Portal „The Athletic“ stellte prompt die Frage: „Ist Deniz Undav der beste Einwechselspieler der Weltmeisterschaft?"

„Ich versuche einfach, meinen Job zu machen"
Zwei Einwechslungen, drei Tore, dazu noch zwei Torvorlagen beim 7:1 gegen Curaçao: Diese Quote verdient das Prädikat Weltklasse. „Ich versuche einfach, meinen Job zu machen", sagte Undav. Nach einer Stunde kam er rein, wendete die Partie quasi im Alleingang mit seinem Doppelpack und dem Siegtor tief in der Nachspielzeit.
Neun Tore in elf Länderspielen. Ist dieser formstarke Undav nicht mehr als ein Joker, sondern ein Mann für die Startelf, ein 90-Minuten-Stürmer? „Das liegt am Bundestrainer. Er trifft die Entscheidung", sagte der Stuttgarter. Seine Taten sprechen eindeutig für ihn.

Das sagt Nagelsmann zur weiteren Undav-Rolle
Und was sagte Julian Nagelsmann nach dem vorzeitigen Gruppensieg mit Blick auf die nun mindestens zwei weiteren Partien zum Vorrundenabschluss gegen Ecuador und anschließend im Sechzehntelfinale? Der Chef über die Aufstellung mochte sich spontan nicht festlegen. 
„Es gibt verschiedene Ansätze. Du kannst sagen, ja warum soll ich seinen Flow jetzt brechen?", erklärte Nagelsmann zum Festhalten am Joker-Status von Undav: „Er kam zweimal rein, hat zweimal Tore gemacht und letztes Mal auch Tore vorgelegt. Man kann aber auch sagen, ja klar, super Leistung, lass' ihn mal von Beginn an spielen. Wir werden beides diskutieren, auch mit Deniz."
Deniz Undav schoss gegen die Elfenbeinküste zwei Tore
Deniz Undav schoss gegen die Elfenbeinküste zwei Tore. AP Photo/Olivia White
Roger Saha
Roger Saha

Länderspiele unter seiner Führung: 23. Sieg für Julian Nagelsmann


Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft steht nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada in die K.o.-Runde. In Toronto traf Deniz Undav doppelt (68., 90.+4). Franck Kessié hatte die Ivorer in der 30. Minute in Führung gebracht. 
Es war der 23. Erfolg für Bundestrainer Julian Nagelsmann und der elfte Sieg in Serie. Die DFB-Elf jagt weiter ihre Bestmarke von 15 Siegen am Stück, die sie zwischen 2010 und 2012 aufgestellt hatte. Vom Spiel um Platz 3 bei der WM 2010 gegen Uruguay (3:2) bis zum EM Halbfinale 2012 (1:3 gegen Italien) gewann Deutschland 15 Spiele in Serie.
Nagelsmanns Bilanz weist neben 23 Siegen sechs Unentschieden sowie sechs Niederlagen auf. Das Torverhältnis lautet 85:36. 
Die Bilanz seit der ersten Begegnung am 5. April 1908 gegen die Schweiz (3:5): 602 Siege, 214 Unentschieden und 223 Niederlagen bei 2341:1221 Toren in 1039 Länderspielen. Eingesetzt wurden in diesem Zeitraum 991 Nationalspieler.

Die Länderspiele unter Julian Nagelsmann:

14. Oktober 2023: USA - Deutschland 1:3 (1:1)
18. Oktober 2023: Mexiko - Deutschland 2:2 (1:1)
18. November 2023: Deutschland - Türkei 2:3 (1:2)
21. November 2023: Österreich - Deutschland 2:0 (1:0)
23. März 2024: Frankreich - Deutschland 0:2 (0:1)
26. März 2024: Deutschland - Niederlande 2:1 (1:1)
03. Juni 2024: Deutschland - Ukraine 0:0
07. Juni 2024: Deutschland - Griechenland 2:1 (0:1)
14. Juni 2024: Deutschland - Schottland 5:1 (3:0)
19. Juni 2024: Deutschland - Ungarn 2:0 (1:0)
23. Juni 2024: Schweiz - Deutschland 1:1 (1:0)
29. Juni 2024: Deutschland - Dänemark 2:0 (0:0)
05. Juli 2024: Spanien - Deutschland 2:1 (1:1, 0:0) n.V.
07. September 2024: Deutschland - Ungarn 5:0 (1:0)
10. September 2024: Niederlande - Deutschland 2:2 (1:2)
11. Oktober 2024: Bosnien-Herzegowina - Deutschland 1:2 (0:2)
14. Oktober 2024: Deutschland - Niederlande 1:0 (0:0) 
16. November 2024: Deutschland - Bosnien-Herzegowina 7:0 (3:0)
19. November 2024: Ungarn - Deutschland 1:1 (0:0)
20. März 2025: Italien - Deutschland 1:2 (1:0)
23. März 2025: Deutschland - Italien 3:3 (3:0)
04. Juni 2025: Deutschland - Portugal 1:2 (0:0)
08. Juni 2025: Deutschland - Frankreich 0:2 (0:1)
04. September 2025: Slowakei - Deutschland 2:0 (1:0)
07. September 2025: Deutschland - Nordirland 3:1 (1:1)
10. Oktober 2025: Deutschland - Luxemburg 4:0 (2:0)
13. Oktober 2025: Nordirland - Deutschland 0:1 (0:1)
14. November 2025: Luxemburg - Deutschland 0:2 (0:0)
17. November 2025: Deutschland - Slowakei 6:0 (4:0)
27. März 2026: Schweiz - Deutschland 3:4 (2:2)
30. März 2026: Deutschland - Ghana 2:1 (1:0)
31. Mai 2026: Deutschland - Finnland 4:0 (1:0)
06. Juni 2026: USA - Deutschland 1:2 (1:1)
14. Juni 2026: Deutschland - Curacao 7:1 (3:1)
20. Juni 2026: Deutschland - Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) 2:1 (0:1) 
Julian Nagelsmann weiß, was er an Deniz Undav hat
Julian Nagelsmann weiß, was er an Deniz Undav hat. Tom Weller/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Roger Saha

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Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Roger Saha

Die deutsche Nationalmannschaft in der Einzelkritik


Das war der erwartete Härtetest. Nach dem 0:1 führt auch ein guter Dreifachwechsel von Bundestrainer Nagelsmann dazu, dass die Wende gelingt. Der Top-Joker sticht doppelt.

Neuer: Beim Abstauber-Tor von Kessié war der WM-Rekordtorwart ohne Abwehrchance (30.). Auszeichnen musste er sich danach nicht. 
Kimmich: Vorm 0:1 wurde der Kapitän vom schnellen Diomande ausgespielt. Klasse Flanke auf den Kopf von Havertz (10.). Die weiteren kamen nicht.
Tah: Der wuchtige Mittelstürmer Bonny forderte den Abwehrchef, doch der Münchner biss sich robust in die Zweikämpfe. Er gewann alle wichtigen. 
Schlotterbeck: Früh angeschlagen und behandelt am linken Fuß. Bis zur Pause biss sich der Dortmunder durch. Musste dann aber doch raus.
Brown: Blockte einen Schuss mit dem Kopf (12.). Rettete beim 0:1 auch noch erst beim Schuss von Diallo. In der 89. Minute fast mit dem Siegtreffer, den der Torwart verhinderte.
Nmecha: Der Dortmunder bewies großes Durchsetzungsvermögen im Mittelfeld. Ein guter abgefälschter Schuss (21.). Starke Defensiv-Zweikämpfe. Und der Pass auf Undav zum 2:1 als Krönung.
Pavlovic: Nach dem Luftduell mit Torwart Fofana lag der Ball im Tor, aber der Schiedsrichter entschied auf Foul (22.). Sehr ballsicher im Mittelfeld.
Sané: Sehr engagiert, investierte offensiv - und auch defensiv - viel. Was dem 30-Jährigen fehlt, ist einfach mal eine große Aktion. Nach einer Stunde raus.
Musiala: Sehr viele Offensivaktionen gingen vom Münchner aus. Dribbelte und rackerte. Das 1:1 von Havertz galt nicht, weil er beim Ballgewinn foulte (38.). 
Wirtz: Im Zentrum mit stärkeren Aktionen als vom linken Flügel. Manchmal zu verspielt. Hätte einfach mal schießen müssen. Aber 90 Minuten sehr fleißig.
Havertz: Erster Schuss nach elf Sekunden, guter Kopfball nach Kimmich-Flanke (10.). Vergab mit dem Kopf nach Kimmich-Ecke (64.). Der Punch fehlte!
Rüdiger: Schon im zweiten WM-Spiel wurde der Ex-Abwehrchef gebraucht. Kam für Schlotterbeck. Klärte resolut, unterstützte Kimmich gegen Diomande.
Undav: Der Top-Joker kam nach einer Stunde - und lieferte. Leitete den Angriff zum 1:1 selbst ein und schloss ihn super ab. Dann die eiskalte Krönung in der Nachspielzeit mit dem 2:1. Drei Tore nach zwei WM-Spielen - Weltklasse!
Amiri: Der offensivstarke Mainzer kam für Pavlovic. Lieferte punktgenau die Flanke auf Torschütze Undav. Und hatte das 2:1 auf dem rechten Fuß (90.+1). 
Leweling: Der Stuttgarter kam beim Dreifachwechsel für Sané. Schoss gleich mal hoch über das Tor. Viel Einsatz, aber kein entscheidende Aktion.
Goretzka: Kam in der Endphase für Havertz. Seine Dynamik und Körperkraft waren gefragt. Wichtige Abwehraktion gegen Adingra (88.). 

Quelle: dpa
Roger Saha

Super-Joker Undav rettet DFB-Elf - 2:1 gegen Elfenbeinküste

 
Doppeljoker Deniz Undav hat die Fußball-Nationalmannschaft beim ersten echten WM-Härtetest zu einem hart erarbeiteten Sieg geschossen und damit vorzeitig das Ticket für die K.o.-Runde gelöst. Undav traf in der 68. Minute zum wichtigen Ausgleich - und in der späten Nachspielzeit (90.+4) sorgte er mit dem Siegtreffer zum 2:1 (0:1) gegen die Elfenbeinküste auch bei Bundestrainer Julian Nagelsmann für den frenetischen Siegjubel in Toronto. 
Nach den Blamagen 2018 und 2022 erreichte die DFB-Elf erstmals seit dem Sommermärchen 2006 schon nach zwei Gruppenspielen die Alles-oder-Nichts-Phase. Wie bei dem Heimturnier vor 20 Jahren geht es wieder gegen Ecuador zum Abschluss der Gruppenphase nur noch um Platz eins. Der schien nach dem Rückstand schon verloren. 

Elfter Sieg in Folge

Frank Kessié hatte WM-Rekordtorwart Manuel Neuer und die DFB-Auswahl vor 43.036 Zuschauern in Toronto mit seinem Tor in der 30. Minute geschockt. Nach großem Kampf und viel Einsatz, aber auch vielen Fehlern gegen die physisch enorm starken Ivorer gelang aber noch der elfte Sieg in Serie.
Das ausgerufene Zwischenziel ist auch nach dem Sieg der Emotionen weiterhin nicht ganz sicher. Platz eins und der damit verbundene beste Weg in die Alles-oder-Nichts-Spiele in Boston und Philadelphia kann nun aber schon mit einem Remis gegen Ecuador gesichert werden. Jetzt warten auf Nagelsmann also intensive Tage im WM-Camp in Winston-Salem, bevor am Donnerstag im Endspiel-Stadion von East Rutherford die Gruppenphase perfekt abgeschlossen werden soll. 
Als Sorge nimmt der Bundestrainer eine Verletzung von Nico Schlotterbeck am linken Bein mit nach North Carolina. Der Dortmunder musste zur Halbzeit für Antonio Rüdiger ausgewechselt werden.

«Die Geschwindigkeit ist außergewöhnlich»

Sechs Tage nach dem 7:1-Knallstart in das XXL-Turnier gegen Sparringspartner Curaçao war von Beginn klar, dass der Afrikameister von 2024 ein ganz anderer WM-Prüfstein werden würde. Zwar starteten die elf von Nagelsmann wie beim Auftakt aufgebotenen Spieler um Reizfigur Leroy Sané dominant und selbstbewusst in die Partie. Aber der Respekt vor dem Tempo-Test gegen die Powerfußballer war allgegenwärtig.
«Was immer wieder außergewöhnlich ist, ist die Geschwindigkeit, die die mitbringen», hatte DFB-Sportdirektor Rudi Völler noch kurz vor dem Anpfiff gewarnt. Beim afrikanischen Führungstreffer am Ufer des Lake Ontario stellte das der Leipziger Turbo-Angreifer Yan Diomande nach Startproblemen bei seiner Vorarbeit eindrucksvoll unter Beweis.

Pavlovic jubelt - aber kein Tor

Im kleinsten der 16 WM-Stadien fehlte bei akustischem Heimvorteil zuvor nicht viel - und Nagelsmann hätte nur kurz nach seinem 1000-Tage-Jubiläum selbst über die frühere Führung jubeln können. Nach schöner Flanke von Kapitän Joshua Kimmich hätte Vizekapitän Kai Havertz fast per Kopf getroffen. Torhüter Yahia Fofana kratzte den Ball aber noch so gerade von der Linie. Auch die Distanzschüsse von Jamal Musiala (18.) und Felix Nmecha (21.) kamen dem Tor gefährlich nahe.
Eine Minute nach dem Nmecha-Versuch lag der Ball dann zum überschwänglichen Jubel der deutschen Delegation im gegnerischen Tor. Aleksandar Pavlovic war nach einer Kimmich-Flanke energisch zum Ball gesprungen - hatte aber nicht das Spielgerät, sondern nur Torhüter Fofana getroffen. Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez aus Paraguay wertete das als nicht regelkonform.

Diomande zündet den Turbo 

Einen noch härteren Stimmungsdämpfer kassierte das deutsche WM-Ensemble gleich nach der ersten Trinkpause durch das 0:1. Diomande zündete den Turbo auf links, Kimmich konnte das Geschwindigkeitsdefizit nicht mit seiner sonstigen Klasse ausgleichen. Nach dem Querpass von Diomande rettete Nathaniel Brown beim ersten Schuss von Amad noch sensationell, beim zweiten Versuch von Kapitän Kessié waren er und Manuel Neuer im deutschen Tor am Ende einer Fehlerkette der deutschen Hintermannschaft machtlos. 
Dass Neuer bei seinem 21. WM-Einsatz, der ihn vor dem Franzosen Hugo Lloris zum alleinigen Rekordtorhüter machte, wieder nicht zu null spielte, wurmte ihn. Dass sich wieder nach einer Trinkpause das Spiel-Momentum veränderte, dürfte für Diskussionsstoff sorgen. Als hätten es die deutschen Fans geahnt: Beim Start der Trinkpause gab es Buh-Rufe und Pfiffe.

Schiedsrichter-Entscheidung erzürnt Nagelsmann 

Angetrieben vom sehr energischen Bayern-Regisseur Jamal Musiala brauchte die DFB-Elf einige Zeit, um sich nach dem Wirkungstreffer wieder zu straffen. Musiala leitete den nächsten deutschen Treffer durch Havertz ein. Doch wegen eines vorangegangen Fouls von Musiala am früheren Leverkusener Odilon Kossounou zählte auch dieses Tor nicht.
Als dann nach einem Einsteigen gegen Musiala der Pfiff des Referees aus Paraguay ausblieb, wütete Nagelsmann an der Seitenlinie. Der 38-Jährige war offensichtlich erbost ob der Entscheidungen von Benitez. Aber auch der Auftritt seiner eigenen Mannschaft konnte ihn nicht zufrieden stimmen. Immerhin stimmte der Einsatz - auch bei Sané, an dem Nagelsmann trotz viel Kritik festgehalten hatte. Der Flügelspieler von Galatasaray Istanbul arbeitete fleißig mit nach hinten. Offensive Pluspunkte sammelte der frühere Münchner aber keine. 

Schlotterbeck raus - das Knie?

Gegen die Highspeed-Offensivkräfte aus Westafrika durchkreuzte die Verletzung von Dortmunds Schlotterbeck Nagelsmanns Personalplanungen. Der 26-Jährige, der schon während der ersten Hälfte behandelt werden musste, kehrte nach dem Seitenwechsel wegen Knieproblemen nicht mehr auf den Rasen zurück. Real-Kraft Rüdiger kam für ihn.
Aber auch der 33-Jährige, der seinen Vertrag in Madrid verlängert hat, bekam eine Kostprobe der Angriffsstärke der Ivorer. Der viermalige WM-Teilnehmer, der zuvor noch nie eine K-.o.-Runde erreicht hatte, übernahm jetzt das Kommando. 

Nagelsmann mit Dreifachwechsel

Nach einer Stunde setzte Nagelsmann mit einem Dreifachwechsel einen erfolgreichen Impuls. Undav sowie überraschenderweise auch Jamie Leweling und Amiri kamen für Pavlovic, Musiala und Sané. Gegen die in der gesamten WM-Qualifikation und beim 1:0 zum Auftakt gegen Ecuador ohne Gegentreffer gebliebenen Westafrikaner verfehlte ein Kopfball von Havertz nach einem Fofana-Fehlgriff nur knapp das Tor (64.).
Dann endlich konnte Nagelsmann jubelnd die Faust ballen, als eine Co-Produktion seiner Joker für den umjubelten Ausgleich sorgte. Amiris Flanke verwandelte Undav eiskalt zum 1:1 und erzielte in der Nachspielzeit sogar noch den Siegtreffer. Der Stuttgarter baute seine Topquote als Super-Joker auf neun Tore in elf Länderspielen aus. Der 29-Jährige bewarb sich damit um die Beförderung in die Startelf gegen Ecuador.
Jan Woitas/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Roger Saha

Deniz Undav, du bist nicht von dieser Welt!

Stuttgarter macht erst den Ausgleich, schießt dann das 2:1.

DEUTSCHLAND GEWINNT GEGEN BÄRENSTARKE ELFENBEINKÜSTE
Roger Saha

In Halbzeit 2 gibt es 6 Minuten Nachspielzeit

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Fußball-WM 2026 ist das größte Turnier der FIFA-Geschichte

Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft – das größte Turnier der FIFA-Geschichte. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen um den Titel. Das Eröffnungsspiel wird am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt angepfiffen, das Finale am 19. Juli (beide 21 Uhr/MagentaTV und ZDF) im MetLife Stadium in New York. TV-Fans in Europa benötigen ein besonderes Stehvermögen: Zahlreiche Partien werden wegen der Zeitverschiebung erst spätabends oder nachts angepfiffen.

Wer sind die Favoriten bei der Fußball-WM 2026?

Titelverteidiger Argentinien gehört mit Superstar Lionel Messi erneut zum engsten Favoritenkreis – auch wenn offen ist, welche Rolle der inzwischen 38-Jährige noch spielen wird. Ebenfalls hoch gehandelt werden WM-Dauerbrenner wie Frankreich, Spanien, England und Brasilien. Allerdings: Bislang gab es außerhalb des europäischen Kontinents mit Spanien (2010 in Südafrika) und Deutschland (2014 in Brasilien) erst zwei Weltmeister aus Europa.

Wie stehen die deutschen Chancen bei der Fußball-WM 2026?

Unter Bundestrainer Julian Nagelsmann wirkt die Mannschaft nach den enttäuschenden Turnieren der vergangenen Jahre stabiler. Ein Titelgewinn wäre nach den Vorrunden-Blamagen von 2018 und 2022 dennoch eine große Überraschung. Das Achtelfinale scheint realistisch, danach wird vieles von Form, Auslosung und Momentum abhängen. In der Vorrunde warten zunächst Curacao (14. Juni), die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) als Gegner auf die DFB-Elf.

Unsere Jungs für die USA! Das ist Julian Nagelsmanns WM-Kader

Was ist bei der Fußball-WM 2026 neu?

Die WM wird größer denn je: Statt bislang 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf 104. Von den zwölf Vierergruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften sowie die acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde. Dadurch gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale, für die Finalisten steigt die maximale Zahl der Spiele somit von sieben auf acht. Außerdem wird das Turnier erstmals in drei Ländern gespielt – den USA, Mexiko und Kanada. Für die FIFA ist die WM ein gigantisches Prestigeprojekt, Kritiker sprechen dagegen von einer weiteren Aufblähung des Kalenders.

Video-Tipp: Kreative Fußball-Snacks zur Fußball-WM 2026

Wo sind die Spiele der Fußball-WM 2026 im TV zu sehen?

In Deutschland zeigt die Telekom mit einem Abo von MagentaTV alle 104 WM-Spiele live, davon 44 exklusiv. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen insgesamt 60 Partien im Free-TV, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale. So kann jeder in den Genuss dieser XXL-WM kommen! (mit sid)

Verwendete Quellen: SID