Unser WM-TickerGrabesstimmung bei der DFB-Rückkehr ins Team-Hotel

Die Blamage ist perfekt!
Deutschland scheitert im WM-Sechzehntelfinale an Paraguay. Das Elfmeterschießen brach der Mannschaft von Julian Nagelsmann das Genick. Der Bundestrainer will weitermachen. Doch kann er das? Denn auch der Name Jürgen Klopp fällt schon. Und der äußert sich sogar.

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Der Live-Ticker von RTL.de zur Fußball-WM 2026 – hier verpasst ihr nichts!

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Manuel Lippert

Schland im A***!

Um 1.18 Uhr war das Desaster perfekt. Deutschland ist raus bei der WM. Wie schon bei den beiden Weltmeisterschaften zuvor blamiert sich die DFB-Elf auf der Weltbühne. Noch nicht mal Elfmeterschießen kann sie mehr. Der runde Abschluss einer unrunden Geschichte, die eigentlich nur das Aus von Bundestrainer Julian Nagelsmann zur Folge haben kann.
Hier geht's zu unserem Kommentar
Manuel Lippert

HIER kehren die gefallenen Helden ins Hotel zurück

Diese Bilder tun weh. Nach dem peinlichen WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay schleichen die deutschem Nationalspieler wie geprügelte Hunde aus dem Flieger. Auch beim angezählten Bundestrainer Julian Nagelsmann sieht man nur regungslose Miene. Die trübselige Ankunft im DFB-Quartier in Winston-Salem seht ihr hier im Video.
Lea Haberbosch

Sollte Julian Nagelsmann als Bundestrainer abgelöst werden? 

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Manuel Lippert

Jetzt ist Neuer endgültig Geschichte

Mit dem bitteren Aus gegen Paraguay hat die Nationalmannschaftskarriere von Manuel Neuer (40) ein erneutes Ende genommen. „Ja“, sagte der Torhüter auf die Frage, ob das Sechzehntelfinale der WM sein letztes Länderspiel gewesen sei, in der ARD. Neuer hatte bereits nach der EM 2024 in Deutschland seinen Rücktritt erklärt, gab zur Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko aber sein Comeback im DFB-Trikot. Oliver Baumann, Stammtorwart in der Qualifikation, wurde dafür von Bundestrainer Julian Nagelsmann degradiert.

Die Pleite gegen Paraguay war Neuers 128. Länderspiel. In der ewigen DFB-Liste liegt der Weltmeister von 2014 damit auf Rang fünf hinter Lothar Matthäus (150), Miroslav Klose (137), Thomas Müller (131) und Lukas Podolski (130), allesamt ebenfalls Weltmeister.

Welche Kollegen außerdem aus eigenen Stücken ihre DFB-Karriere beenden, bleibt vor der EM 2028 in Großbritannien und Irland abzuwarten.
Lea Haberbosch

Der Fahrplan der Nationalmannschaft nach dem bitteren WM-Aus

Nach der Niederlage im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay (3:4 i.E.) geht es für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erst Ende September in der neuen Saison der Nations League weiter. Erster Gegner sind die Niederlande. 
Der Fahrplan der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Überblick:
  • 24. September: Niederlande - Deutschland (Nations League/20.45 Uhr/RTL)
  • 27. September: Deutschland - Griechenland in Augsburg (Nations League/20.45 Uhr/ARD)
  • 1. Oktober: Deutschland - Serbien in München (Nations League/20.45 Uhr/ZDF)
  • 4. Oktober: Griechenland - Deutschland (Nations League/20.45 Uhr/RTL)
  • 13. November: Serbien - Deutschland in Belgrad (Nations League/20.45 Uhr/RTL)
  • 16. November: Deutschland - Niederlande in Berlin (Nations League/20.45 Uhr/ARD)
Lea Haberbosch

„Blamage" und „Desaster" – Klinsmann rechnet mit DFB-Team ab 

Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat deutliche Worte für das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale gegen Paraguay gefunden. „Die Art und Weise, wie wir heute Abend ausgeschieden sind, ist verheerend, ist eine Blamage, ist etwas, womit niemand, wirklich niemand gerechnet hat", sagte Klinsmann in einem Interview bei ESPN. Das Ergebnis stürze den deutschen Fußball in ein „riesiges Loch".
Alles müsse nun auf den Prüfstand gestellt werden, betonte der 61-Jährige. „Alles, von oben bis unten, muss hinterfragt und diskutiert werden. Natürlich wird es Konsequenzen geben, was auch immer diese Konsequenzen sein mögen." Die Mannschaft habe „schlampig" gespielt und sei „nicht energisch, nicht entschlossen und nicht aggressiv genug" gewesen. Die Art und Weise des Ausscheidens sei „äußerst enttäuschend", betonte Klinsmann.
Zur Frage nach der Verantwortung von Bundestrainer Julian Nagelsmann sagte Klinsmann, diese liege nicht bei einer einzelnen Person. „Die Verantwortung liegt bei allen – vom Trainerstab über den Verband bis hin zu jedem einzelnen Spieler, der in diesen 26-Mann-Kader berufen wurde. Jeder hat seinen Teil zu diesem Desaster beigetragen." Die Mannschaft habe „definitiv ihr Gesicht verloren" und müsse die Schuld bei allen Beteiligten suchen. 
Lea Haberbosch

Paraguay-Keeper in Gedanken beim Neffen: „Schwer krank im Krankenhaus"

Während Zehntausende Fans in Paraguay den Sensationssieg über den viermaligen Weltmeister auf den Straßen feierten, richtete sich der Held des Abends mit einer bewegenden Botschaft an die Heimat. Der als Spieler des Spiels ausgezeichnete Gill enthüllte ein persönliches Familienversprechen, das ihn durch den historischen Abend begleitet hatte – und das er in seinem linken Torwarthandschuh bei sich trug.
„Diese besondere Auszeichnung ist für meinen Neffen, der schwer krank im Krankenhaus liegt. Wir hoffen, dass es ihm bald besser geht, und ich habe ihm versprochen, dass diese Auszeichnung ihm gewidmet sein würde, falls ich zum Spieler des Spiels gewählt würde", sagte Gill, ohne Details der Krankheit zu nennen. 
Paraguay-Torwart Orlando Gill feiert nach dem Sieg über Deutschland im WM-Sechzehntelfinale
Paraguay-Torwart Orlando Gill feiert nach dem Sieg über Deutschland im WM-Sechzehntelfinale . action press
Lea Haberbosch

Weiter mit Julian Nagelsmann? Was dafür und was dagegen spricht

Lea Haberbosch

Merz spricht DFB-Team nach WM-Aus Mut zu – und sorgt für Verwunderung

Bundeskanzler Friedrich Merz hat der deutschen Fußball-Nationalmannschaft nach dem frühen Aus bei der Fußball-WM Mut zugesprochen. „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel", hieß es in einem Beitrag des offiziellen Accounts des Kanzlers auf der Plattform X. „Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch."
Lea Haberbosch

Paraguay-Keeper über DFB-Schützen: „Jedes Detail analysiert"

Orlando Gill entschärfte zunächst die Elfmeter von Kai Havertz und Nick Woltemade – und brachte schließlich Jonathan Tah so aus dem Konzept, dass dieser den Ball weit über das Tor in den Abendhimmel von Massachusetts jagte. Mit insgesamt drei vereitelten Strafstößen avancierte Paraguays Torhüter im Sechzehntelfinale der Fußball-WM zum großen Deutschland-Schreck.
Auf die Frage, ob der Erfolg reine Intuition oder akribische Vorbereitung gewesen sei, erklärte der 26-Jährige der Zeitung ABC nach dem 4:3 im Elfmeterschießen gegen Deutschland: „Ich habe jeden Spieler, jeden Aspekt, jedes Detail analysiert, und Gott sei Dank konnte ich zwei Elfmeter halten, was für die Qualifikation entscheidend war."
Schon während der regulären Spielzeit und der Verlängerung hatte der Torhüter sein Team mit Paraden gegen Havertz und Woltemade im Spiel gehalten. „Es war wirklich wie in einem Horrorfilm - die Deutschen tauchten einfach überall auf. Ich kann selbst noch kaum glauben, was wir da geschafft haben. Ehrlich gesagt gibt es keine Worte für diesen Moment. Es sind so viele Gefühle", sagte Gill. 
Lea Haberbosch

Ewige deutsche Länderspielliste: Kimmich auf einer Stufe mit Toni Kroos 

Mit seinem 114. Länderspieleinsatz hat Joshua Kimmich in der ewigen Länderspielliste zu Toni Kroos aufgeschlossen. Bei der Niederlage im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay stand der Nationalmannschaftskapitän 120 Minuten auf dem Platz. Kimmich teilt sich im Ranking den siebten Rang mit Rio-Weltmeister Kroos.
Manuel Neuer hütete zum 128. Mal das Tor der DFB-Elf. Der Keeper liegt damit noch zwei Länderspiele hinter Lukas Podolski (130). Für Neuer war es der 23. WM-Einsatz, womit er in der Liste der WM-Rekordspieler mit Paolo Maldini gleichzieht. 
Joshua Kimmich beim Spiel Paraguay gegen Deutschland
Joshua Kimmich beim Spiel Paraguay gegen Deutschland. action press
Roger Saha

Völler stärkt Nagelsmann den Rücken: "Der Richtige"


Nach dem WM-Aus wird über die sportliche Zukunft von Bundestrainer Julian Nagelsmann diskutiert. Das sagt der DFB-Sportdirektor dazu.
DFB-Sportdirektor Rudi Völler hat Bundestrainer Julian Nagelsmann unmittelbar nach dem WM-Aus den Rücken gestärkt. "Ich bin immer noch überzeugt davon, dass er der Richtige ist", sagte Völler nach dem 3:4 im Elfmeterschießen im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. Nagelsmann sei "die richtige Person am richtigen Ort". Nagelsmanns Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund läuft noch bis nach der EM 2028 - ebenso wie der von Völler.
"Wenn man in so einer Form ausgeschieden ist, werden es viele nicht verstehen", sagte Völler und bekräftigte: "Ich finde immer noch, er ist ein absoluter Toptrainer." Jeder wisse, wie er zum Bundestrainer stehe.
Nagelsmann hatte im September 2023 die Nachfolge von Hansi Flick angetreten. Er war damals «die Wunschlösung» von Völler, der in der derzeit etwas mehr als 1.000 Tage währenden Amtszeit Nagelsmanns wichtigster Ansprechpartner im Verband war.
Roger Saha

 "Vollskandal": Aberkanntes DFB-Tor sorgt für Ärger 


Das aberkannte 2:1 gegen Paraguay erhitzt die Gemüter - vor allem beim Bundestrainer. Auch für zwei deutschen Schiedsrichter-Experten war es ein regulärer Treffer. Ein Engländer sieht das anders.

Das aberkannte Tor von Jonathan Tah im Sechzehntelfinale der Fußball-WM gegen Paraguay zum 2:1 wegen eines angeblichen Foulspiels sorgt für Ärger und Diskussionen. "Das ist nicht nur ein Skandal, das ist ein Vollskandal", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann im ZDF: "Das ist nicht mal ansatzweise ein Foulspiel." Bei MagentaTV hatte er die Entscheidung zuvor als "Witz" bezeichnet.
Was war passiert? Nach einer Ecke köpfte Tah Deutschland zur 2:1-Führung. Doch dann griff der VAR, um den es bei der WM bislang relativ wenig Ärger gab, wegen eines angeblichen Stoßes von Waldemar Anton gegen Paraguays Keeper Orlando Gill ein. Nachdem der Unparteiische Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis aufs Ohr bekommen und sich die Aktion noch einmal am Monitor angesehen hatte, entschied er auf Foulspiel.
"Fakt ist, wenn dieses Tor irregulär ist, dann wird Arsenal nicht englischer Meister. Ich glaube, die haben 60 Prozent ihrer Tore so geschossen", sagte Trainer-Ikone Jürgen Klopp bei MagentaTV: "Dementsprechend ist das natürlich brutal. Es entscheiden Kleinigkeiten - und das ist eine große Kleinigkeit, die entscheidet. Denn wir gewinnen das Spiel, wenn der Ball drin ist."

Schiedsrichter-Experten uneinig

ZDF-Experte und Ex-Schiri Thorsten Kinhöfer meinte, es sei ein Fehler gewesen, dass der VAR sich bei der Aktion eingeschaltet habe. "Und der zweite Fehler ist, dass der Schiedsrichter auf gut Deutsch gesagt nicht so viel Cojones hatte, sich über diese Entscheidung hinwegzusetzen und zu sagen: Nein, das ist kein Foul, das ist für mich ein glasklares Tor."
Anton habe weder gehalten noch gerempelt, und der Torhüter genieße im Fünfmeterraum "keinen besonderen Schutz, deswegen ist das eine klare Fehlentscheidung", sagte Ex-Schiedsrichter Kinhöfer weiter. 
Ähnlich sah Patrick Ittrich den Eingriff der Video-Schiedsrichterin nach der Aktion in der ersten Hälfte der Verlängerung. "Für mich ist das keine klare Fehlentscheidung vom Schiedsrichter", sagte der MagentaTV-Experte.
Eine andere Meinung äußerte der frühere englische Schiedsrichter Mark Clattenburg. "Das ist ein klares Foul für mich", sagte er beim US-Sender Fox Sports.

Fußball-WM 2026 ist das größte Turnier der FIFA-Geschichte

Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft – das größte Turnier der FIFA-Geschichte. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen um den Titel. Das Eröffnungsspiel wird am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt angepfiffen, das Finale am 19. Juli (beide 21 Uhr/MagentaTV und ZDF) im MetLife Stadium in New York. TV-Fans in Europa benötigen ein besonderes Stehvermögen: Zahlreiche Partien werden wegen der Zeitverschiebung erst spätabends oder nachts angepfiffen.

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Wer sind die Favoriten bei der Fußball-WM 2026?

Titelverteidiger Argentinien gehört mit Superstar Lionel Messi erneut zum engsten Favoritenkreis – auch wenn offen ist, welche Rolle der inzwischen 38-Jährige noch spielen wird. Ebenfalls hoch gehandelt werden WM-Dauerbrenner wie Frankreich, Spanien, England und Brasilien. Allerdings: Bislang gab es außerhalb des europäischen Kontinents mit Spanien (2010 in Südafrika) und Deutschland (2014 in Brasilien) erst zwei Weltmeister aus Europa.

Was ist bei der Fußball-WM 2026 neu?

Die WM wird größer denn je: Statt bislang 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf 104. Von den zwölf Vierergruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften sowie die acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde. Dadurch gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale, für die Finalisten steigt die maximale Zahl der Spiele somit von sieben auf acht. Außerdem wird das Turnier erstmals in drei Ländern gespielt – den USA, Mexiko und Kanada. Für die FIFA ist die WM ein gigantisches Prestigeprojekt, Kritiker sprechen dagegen von einer weiteren Aufblähung des Kalenders.

Video-Tipp: Kreative Fußball-Snacks zur Fußball-WM 2026

Wo sind die Spiele der Fußball-WM 2026 im TV zu sehen?

In Deutschland zeigt die Telekom mit einem Abo von MagentaTV alle 104 WM-Spiele live, davon 44 exklusiv. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen insgesamt 60 Partien im Free-TV, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale. So kann jeder in den Genuss dieser XXL-WM kommen! (mit sid)

Verwendete Quellen: SID