Unser WM-TickerGegner steht fest: Gegen Paraguay muss die Nationalmannschaft zeigen, ob sie WM kann

June 25, 2026, Rutherford, New Jersey, USA: Germany midfielder Joshua Kimmich (6) during the June 25th FIFA World Cup 2026 matchup between Ecuador and Germany at MetLife Stadium in East Rutherford, New Jersey. (Credit Image: © Jess Stiles/ZUMA Press Wire
Nach der Niederlage gegen Ecuador sind die DFB-Stars bitter enttäuscht. Jetzt geht es gegen Paraguay.
picture alliance / ZUMAPRESS.com / Jess Stiles

Deutschland hat die Vorrunde bei der WM geschafft, aber im letzten Spiel gegen Ecuador einen heftigen Dämpfer kassiert!
Im RTL.de-Liveticker seid ihr ganz nah beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko mit 48 Mannschaften und 104 Spielen dabei.

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Der Live-Ticker von RTL.de zur Fußball-WM 2026 – hier verpasst ihr nichts!

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Roger Saha

Deutschlands Gegner heißt Paraguay 


Die deutsche Nationalmannschaft trifft im Sechzehntelfinale der Fußball-WM auf Paraguay. Das steht nach dem Sieg von Europameister Spanien gegen Uruguay (1:0) fest. Die Partie wird am Montag (22.30 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Foxborough bei Boston ausgetragen. Sollte die DFB-Auswahl gewinnen, droht im Achtelfinale ein Duell mit Vizeweltmeister Frankreich.
Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann geht trotz der Niederlage gegen Ecuador zum Abschluss der Vorrunde (1:2) als Favorit in das Spiel gegen den Sechsten der Qualifikation der südamerikanischen Konföderation CONMEBOL. Allerdings lag das Team von Coach Gustavo Alfaro dabei nur einen Punkt hinter dem Tabellenzweiten Ecuador. "Da gehst du natürlich als klarer Favorit in die Partie. Es ist auf jeden Fall machbar, aber wir sollten gerade gegen eine südamerikanische Mannschaft gewarnt sein, weil sie von der Spielweise sehr aggressiv und gierig sind", erklärt MagentaTV-Experte Jonas Hofmann. 

Die größte Stärke ist die Defensive, in 18 Qualifikationsspielen kassierte Paraguay nur zehn Gegentore. Paraguay werde "eine ganz ähnliche Herangehensweise wählen" wie Ecuador, warnte Rio-Weltmeister Mats Hummels bei MagentaTV.
Allerdings waren die WM-Auftritte des Tabellendritten der Gruppe D wenig überzeugend. Gegen Co-Gastgeber USA gab es zum Auftakt eine krachende 1:4-Niederlage, dann wurde die Türkei mit etwas Glück in Unterzahl mit 1:0 besiegt. Für den Einzug in die K.o.-Phase genügte eine Nullnummer gegen Australien.
Gegen Paraguay hat die DFB-Auswahl gute WM-Erfahrungen gemacht. Bei der Endrunde 2002 gab es unter Teamchef Rudi Völler durch einen späten Treffer von Oliver Neuville (88.) im Achtelfinale einen 1:0-Erfolg. Deutschland unterlag später erst im Finale Brasilien (0:2). Im zweiten Aufeinandertreffen trennten sich beide Teams 2013 bei einem Länderspiel in Kaiserslautern 3:3.
Nagelsmann startet die intensive Vorbereitung auf das Sechzehntelfinale am Samstag in Winston-Salem. Nach dem Abschlusstraining am Sonntagvormittag geht es im FIFA-Charterflieger nach Boston.

Anja Blanuscha

Kroos und Podolski mahnen – glauben aber weiter an die DFB-Elf 

Toni Kroos befürchtet ein schnelles WM-Aus für die Fußball-Nationalmannschaft, sofern zwei Bedingungen nicht erfüllt werden. "Es muss eklig sein, gegen uns zu spielen, dass wir in der Lage sind gut und eklig zu verteidigen. Das machen wir noch nicht. Und wir brauchen Musiala und Wirtz in Top-Form – das haben wir nicht. Wenn sich beides nicht ändert, wird es nicht mehr lange gehen", sagte der Weltmeister von 2014 in der TikTok-Live-Show "Kroos und Kroos: Die WM unter der Lupe". Auch Talkgast Lukas Podolski benannte nach dem 1:2 zum Abschluss der WM-Gruppenphase gegen Ecuador einige Mängel der DFB-Elf. Wichtig sei nun, die Konsequenzen schnell zu ziehen. "Vielleicht ist so eine Niederlage mal gut. Mal auf die Fresse zu bekommen. Damit jeder sagt: Jetzt kommen wir mal runter. Vielleicht tut so eine Niederlage mal gut, damit jeder mal in seinem Zimmerchen nachdenkt", sagte der ehemalige Kölner, der in Brasilien vor zwölf Jahren mit Kroos zusammen den WM-Titel geholt hatte. Am Montag steht in Foxborough das erste K.-o.-Spiel in der Zwischenrunde gegen Paraguay an. 
Trotz der Kritik bleibt Kroos optimistisch: Falls Deutschland auf den Top-Favoriten Frankreich trifft, könne die Nagelsmann-Truppe gewinnen, „wenn alles zusammenkommt“. Auch Podolski macht Mut: „Man muss jetzt nicht alles nur schlechtreden. Lasst uns die Jungs pushen.“ Die bisher dreimal klar siegreiche Équipe Tricolore wäre der DFB-Gegner im Achtelfinale, wenn beide Teams ihr erstes Spiel in der K.-o.-Phase gewinnen. 
Roger Saha

"Ein Traum" wird wahr: Kap Verde feiert WM-Sensation


Kaum jemand hätte Kap Verde vor der WM zugetraut, auch nur einen Punkt zu holen. Jetzt spielt der Außenseiter plötzlich in der K.-o.-Runde gegen Lionel Messi. Die Freude ist kaum in Worte zu fassen.

Eine, vielleicht zwei Minuten mussten sie noch überstehen. Nur noch diese Schlusssekunden. Die kapverdischen Nationalspieler standen nach ihrem Schlusspfiff im Kreis um ein Handy herum. Wie kleine Kinder an Weihnachten. Auf dem Bildschirm: die Partie Spanien gegen Uruguay.
Und dann: pure Freude. Glückseligkeit. Eine Sensation, wie es sie in der WM-Geschichte selten gegeben hat.
Durch das 0:0 gegen Saudi-Arabien und den spanischen Sieg im Parallelspiel erreichte die Auswahl des kleinen Inselstaates bei ihrem Debüt gleich die K.-o.-Runde. In der deutschen Nacht zum Samstag geht es gegen Titelverteidiger Argentinien und Superstar Lionel Messi.
„Für mich wird ein Traum wahr“, sagte Mittelfeldspieler Deroy Duarte. Das Zittern vor dem Handy beschrieb er so: „Ich war kurz davor, zu weinen.“
Vor ein paar Wochen noch war Kap Verde das gerne genommene Beispiel für Kritiker der Aufstockung des WM-Teilnehmerfeldes von 32 auf 48. Ein Inselstaat mit so vielen Einwohnerinnen und Einwohnern wie eine mittelgroße deutsche Stadt - die hat doch bei einer WM nichts verloren. Eben doch.
Nach einem 0:0 gegen Titelfavorit Spanien, einem 2:2 gegen Uruguay und diesem Remis in Houston ist der Einzug ins Sechzehntelfinale verdient.
Mit der Mama auf der Tribüne
Und mitreißende, herzerwärmende Geschichten gibt es noch dazu. Auf der Tribüne der riesigen Arena fieberte erneut Ana Cândida Évora mit, die Mutter des 40 Jahre alten Torwarts Vozinha. Dem folgen in den sozialen Medien mittlerweile mehr Menschen als so manchem Hollywoodstar.
„Es bedeutet uns sehr viel, denn wir wissen, dass wir aus einem kleinen Land kommen“, sagte der Torwart. „Aber wir wussten auch, dass wir hierherkommen würden, um konkurrenzfähig zu sein.“
Keiner der Spieler von Trainer Pedro Leitão Brito, der Bubista genannt wird, ist bei einem wirklich großen Club angestellt. Einige haben weitere Staatsbürgerschaften wie die niederländische oder französische.
„Wir sind unter schwierigen Bedingungen aufgewachsen. Unsere Großeltern und unsere Eltern haben große Opfer gebracht“, sagte Vozinha. „Ich glaube, wir haben die Widerstandskraft der Menschen von Kap Verde gezeigt. Wir haben gezeigt, mit welcher Leidenschaft wir unser Land vertreten.“
Noch auf dem Rasen feierten die Außenseiter den Einzug in die K.-o.-Runde ausgelassener als der FC Bayern so manche deutsche Meisterschaft.
„Kleine Insel, große Träume“, kommentierte der weltbekannte schwedische Ex-Starspieler Zlatan Ibrahimović. Frankreichs ehemaliger Weltmeister Thierry Henry sagte beim Sender Fox: „Ich habe Gänsehaut. Das ist die WM, du musst große Träume haben. Das ist die Story des Turniers bislang.“
Keine Angst vor Messis Argentinien
Geht es nach den kapverdischen Spielern, muss der Traum auch noch lange nicht ausgeträumt sein. Trotz der großen Namen beim kommenden Gegner.
„Wir werden den Moment genießen und feiern“, sagte Deroy Duarte. Dann aber beginne die Vorbereitung auf Argentinien und Messi.
„Natürlich wird das ein besonderes Spiel und ein besonderer Moment. Aber der Ball ist rund“, sagte Duarte. „Man hat gesehen, dass wir gegen das große Uruguay ein Unentschieden geholt haben. Warum also nicht?“
Trainer Bubista verwies auf eine enge Verbindung seines Heimatlandes zu den Argentiniern. „Viele Kapverdier sind nach Argentinien ausgewandert“, sagte er. Messi sei für viele der Beste aller Zeiten.
„Gegen Argentinien und Messi zu diesem Zeitpunkt eines solchen Turniers zu spielen, ist großartig“, sagte der Coach.
Und sein Torwart betonte: „Wir mögen klein sein, aber wir haben ein großes Herz – und wir sind Kämpfer.“
Es hörte sich an wie: Argentinien kann kommen.
Fabian Klein

Sepp Maier ist sich sicher: „Manu, früher hättest du den gehalten!"

Über die Rolle von Manuel Neuer beim Gegentor zum 1:2 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ecuador gehen die Meinungen auseinander. Bayerns Torhüterlegende Sepp Maier sah den DFB-Torhüter durchaus in der Mitschuld: „Das ganze Team war erschreckend schwach. Allerdings hätte Manu dem Ball früher entgegengehen müssen, statt auf ihn zu warten. Ein Torwart seiner Klasse muss in solchen Situationen aktiver agieren. Da muss er sich schon an die eigene Nase fassen", sagte der 82-Jährige bei Sport1 und ergänzte: „Manu, früher hättest du den souverän gehalten."
Fabian Klein

DAS bereitet Mats Hummels beim DFB-Team die meisten Sorgen

„Es ist ein weiter, weiter Weg bis zu einem möglichen Finale oder gar mehr für uns“, sagte der frühere Dortmunder und Münchner bei MagentaTV. Die Duelle mit der Elfenbeinküste (2:1) und Ecuador (1:2) in der Vorrunde „haben aufgezeigt, dass es einige Baustellen gibt im Spiel, die angegangen werden müssen“, führte Hummels aus, gab sich da aber wenig zuversichtlich: „Wir werden sehen, wie viel man davon wirklich noch korrigieren kann in der kurzen Zeit.“
Was ihm am meisten Sorgen bereite? „Die Konter-Anfälligkeit – sowohl durch die einfachen Ballverluste, als auch in der Struktur, in dem System oder wie die Spieler stehen. Das sind alles Sachen, über die kann man sprechen, aber man kann sie nicht so schnell korrigieren, als dass das auf Null gefahren werden könnte.“
Der Bundestrainer Hummels würde daher überlegen, ob er einen Spieler „auf die Sechs packt, der fast ausschließlich für die Kontervermeidung zuständig ist, man nennt es neudeutsch 'Holding Six'. Oder man erteilt einem der Spieler, die schon gespielt haben, diese Aufgabe. Aber zumindest über einiges nachdenken muss man und wird es auch tun.“
Fabian Klein

Dua Lipa crasht Pressekonferenz! Bundestrainer will plötzlich tanzen

Eine technische Panne bei der Pressekonferenz von Portugals Trainer Roberto Martinez hat vor dem WM-Spiel gegen Kolumbien für gute Laune gesorgt. Auf einmal ertönte im Medienraum des Miami Stadiums laute Musik der britischen Sängerin Dua Lipa – und kein Mitarbeiter vor Ort war über die Dauer von fast zwei Songs in der Lage, das zu stoppen.
Eine FIFA-Sprecherin auf dem Podium entschuldigte sich bei Martinez für diese Unterbrechung, aber den 52-jährigen Spanier amüsierte die Situation. „Kein Problem", sagte Martinez. „Wir sollten tanzen. Wahrscheinlich supportet Dua Lipa Portugal." Sein Pressesprecher und er wippten dazu im Takt mit dem Kopf.
Roberto Martinez sorgt für einen Lacher.
Roberto Martinez sorgt für einen Lacher. Imago
Jan Luhrenberg

Jetzt glauben wieder mehr Deutsche an den WM-Titel

Der Traum vom nächsten WM-Titel lebt! Die deutsche Fußballnationalmannschaft steht beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko in der K.-o.-Runde, spielt am Montag (29. Juni, 22.30 Uhr) ihr Sechzehntelfinale. Der Gegner ist noch unklar. Und eine neue Umfrage zeigt jetzt: Hierzulande steigt der Optimismus, dass wir tatsächlich am Ende den Pokal in die Luft heben.

14 Prozent glauben, dass Deutschland Weltmeister wird. Das ist das Ergebnis der neuen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv. Vor rund einem Monat sah das noch ganz anders aus: Da glaubte nur ein Prozent an einen deutschen WM-Titel.

Nur wenige (drei Prozent) glauben indes, dass das erste Spiel der K.-o.-Runde für die deutsche Mannschaft auch das letzte sein wird. 17 Prozent glauben, dass im Achtelfinale Schluss für die deutsche Mannschaft ist. 24 Prozent glauben, dass es die DFB-Stars von Bundestrainer Julian Nagelsmann bis ins Viertelfinale schaffen können, 21 Prozent gehen von einem Halbfinal-Einzug, 8 Prozent von einem Final-Einzug aus.

Doch die Zahlen sind auch mit Vorsicht zu genießen: Die Umfrage mit 1.002 Befragten wurde am 24. und 25. Juni 2026 durchgeführt – also noch vor der Pleite gegen Ecuador (1:2) im letzten Gruppenspiel. Danach könnte sich die Meinung einiger Fans wieder geändert haben ...
Jan Luhrenberg

Rassismus? Jetzt spricht Bastian Schweinsteiger

Rassismus? Von ihm?! Bastian Schweinsteiger versteht die Welt nicht mehr. „Ich habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen. Das ist eine Fußballanalyse. Nicht mehr und nicht weniger", sagte der ARD-Experte zu der hitzigen WM-Kontroverse, bei der er ungewollt im Mittelpunkt steht. „Auf keinen Fall", betonte der Weltmeister von 2014 auf Anfrage, „wollte ich jemandem zu nahe treten."

Was war passiert? Vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste (2:1) hatte Schweinsteiger recht pauschal von einem „bisschen afrikanischen Fußball" gesprochen und eine Analyse des DFB-Gegners abgegeben, die arg nach überholten Stereotypen roch. Besagter afrikanischer Fußball, sagte Schweinsteiger, sei „ein bisschen unorthodox", „ein bisschen wild" und „vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt". Emerse Faé, Trainer der Ivorer, unterstellte ihm daher am Donnerstag Rassismus.
Jan Luhrenberg

Rückt Kimmich jetzt ins Mittelfeld vor?

Felix Nmecha und Aleksandar Pavlovic wackelten im Maschinenraum der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador bedenklich, doch eine Rückversetzung von Joshua Kimmich in die Zentrale ist derzeit kein Thema. „Ich finde, dass es Felix Nmecha und Aleksandar Pavlovic im Zentrum gut machen", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann nach der ersten WM-Niederlage und hob Kimmichs Qualitäten als Rechtsverteidiger hervor: „Bei der EM war er ein top Rechtsverteidiger mit den mit Abstand besten Werten."

Obwohl der Münchner Pavlovic gegen Ecuador (1:2) und zuvor gegen die Elfenbeinküste (2:1) große Probleme hatte, will Nagelsmann weder auf ihn noch auf Nmecha „verzichten". Nach zwei starken Spielen war allerdings auch Nmecha gegen Ecuador nicht auf der Höhe und leistete sich vor dem Ausgleichstreffer einen Ballverlust.

Kapitän Kimmich bildet beim FC Bayern gemeinsam mit Pavlovic ein Mittelfeld-Duo. In der DFB-Auswahl soll er aber auch im Sechzehntelfinale am Montag hinten rechts auflaufen. „Im Fußball sollte man nichts ausschließen, es ist aber nicht geplant", antwortete Nagelsmann auf die Frage nach einer Rückversetzung.
Jan Luhrenberg

Nagelsmann rüffelt Kerner: „Hört auf mit dem Quatsch“

Julian Nagelsmann hat eine Frage von Magenta-TV-Moderator Johannes B. Kerner nach dem 1:2 im dritten WM-Vorrundenspiel gegen Ecuador überhaupt nicht gefallen. „Bitte hört auf mit dem Quatsch, ehrlich. Warum wollten die Jungs nicht Vollgas geben?“, antwortete der Fußball-Bundestrainer auf Kerners Frage, ob der deutschen Mannschaft das letzte Engagement gefehlt habe angesichts des bereits zuvor feststehenden Gruppensiegs.

Ecuador habe es ein bisschen mehr gewollt, insistierte Kerner. Auch das wollte Nagelsmann so nicht stehen lassen: „Nee, die wollten es nicht mehr“, sagte der 38 Jahre alte Cheftrainer. „Die haben halt ein bisschen mehr Risiko genommen in vielen Aktionen“. Durch den Sieg gegen die favorisierte DFB-Elf steht Ecuador als Gruppendritter wie Nagelsmanns Team und der Tabellenzweite Elfenbeinküste ebenfalls im Sechzehntelfinale. 

Einen Einfluss habe die Gruppenkonstellation allerdings schon gehabt, gab Nagelsmann zu. „Natürlich haben wir anders gewechselt, als wir gewechselt hätten, vielleicht in Momenten, wo wir zwingend noch ein Tor brauchen. Aber ich kann jetzt keinem Spieler sagen, er hat nicht Gas gegeben. Das ist mir viel zu plakativ.“
Jan Luhrenberg

Nach dem Sieg gegen Deutschland! Feiertag in Ecuador ausgerufen

Nach dem überraschenden 2:1 (1:1)-Erfolg gegen Deutschland und dem Einzug ins Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft hat Ecuadors Präsident Daniel Noboa den Freitag spontan zum Feiertag erklärt. „Danke an die Spieler und den Trainer, die es trotz der Kritik, der Beleidigungen und der schwierigen Momente geschafft haben, sich wieder aufzurappeln und dem ganzen Land diese immense Freude zu bereiten", schrieb Noboa auf X. Anschließend verkündete er: „Morgen ist Feiertag!"

Das Team von Nationaltrainer Sebastián Beccacece war am Donnerstag durch den Dreier im entscheidenden Gruppenspiel mit vier Punkten erstmals seit der WM 2006 in die K.o.-Phase eingezogen. In East Rutherford im MetLife Stadium hatten die ecuadorianischen Fans dies lautstark bejubelt und die deutschen Anhänger klar übertönt. Auch auf den Straßen von Ecuadors Hauptstadt Quito feierten Tausende den Überraschungserfolg. 
Jan Luhrenberg

„Es ist gut, dass Deutschland verloren hat“

Drittes Spiel, aber nicht der dritte Sieg! Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat das letzte Gruppenspiel gegen Ecuador mit 1:2 verloren. Lothar Matthäus rechnet danach mit der Mannschaft ab, findet im RTL/ntv-Interview aber auch eine positive Sicht auf die Pleite: „Die Leistung hat nicht gestimmt. Man kann ein Spiel verlieren, aber gestern hat man ein Spiel gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner verdient verloren. Das macht die Menschen nachdenklich. Aber: Es ist gut, dass Deutschland verloren hat, um wieder aufzuwachen.“

Und was erwartet der Weltmeister von 1990 jetzt von unseren DFB-Stars? „Ab jetzt gibt es keine Entschuldigungen mehr, nur noch Volldampf nach vorne. Ab der K.-o.-Phase wird der kleinste Fehler bestraft. Ich hoffe, dass Julian Nagelsmann die richtigen Worte findet, um die Mannschaft wieder aufzubauen.[…] Die ein oder andere Veränderung würde der Mannschaft gut tun. Die vielen Auswechslungen gegen Ecuador haben Unruhe reingebracht.“
Jan Luhrenberg

Der nächste Deutschland-Gegner: zu 99 Prozent Paraguay

Den Gruppensieg hatte sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft schon vor der abschließenden 1:2-Vorrundenniederlage bei der WM gegen Ecuador gesichert – nun scheint auch festzustehen, auf welchen Gegner das Team von Julian Nagelsmann im Sechzehntelfinale trifft: Laut der Plattform „Football meets Data" kommt es am Montag in Boston (22.30 Uhr MESZ, ZDF/MagentaTV) mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent zum Duell mit Paraguay. 

Das Team aus Südamerika hat die Gruppe D hinter den USA und Australien als Dritter abgeschlossen und gehört Stand Freitagmorgen deutscher Zeit mit vier Punkten und einem Torverhältnis von 2:4 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu den acht besten Gruppendritten. Paraguay hatte sich in seinem abschließenden Gruppenspiel 0:0 von Australien getrennt.

Rein theoretisch kämen als mögliche deutsche Gegner in der ersten K.o.-Runde auch noch Schottland und Schweden in Frage, laut Football meets Data ist die Wahrscheinlichkeit hierfür aber verschwindend gering: Sie liegt bei einem beziehungsweise unter einem Prozent. 

Schon vor dem Turnier hatte festgestanden, dass der Sieger der deutschen Gruppe E im Sechzehntelfinale auf einen Dritten der Gruppen A, B, C, D oder F treffen wird. Ursprünglich hatte es 495 mögliche Konstellationen für die Verteilung der acht besten Gruppendritten der insgesamt zwölf Gruppen auf das Sechzehntelfinale gegeben. Die erst- und zweitplatzierten jeder Gruppe ziehen automatisch in die K.o.-Phase ein.
Jan Luhrenberg

DFB-Star Goretzka plötzlich im Ecuador-Partybus

Leon Goretzka wurde schnell stutzig. Mit einem Becher in der Hand war der Fußball-Nationalspieler über den Parklatz des WM-Stadions in East Rutherford gelaufen, er wollte nach dem 1:2 gegen Ecuador im letzten Gruppenspiel nur in den Bus und weg - aber er brauchte zwei Anläufe: Zunächst stieg er fälschlicherweise in den „Partybus" des euphorisierten Gegners. 

Immerhin konnte er sich so kurz wie ein Sieger fühlen, denn er blickte dort wohl in viele glückliche Gesichter. Goretzka drehte noch im Fahrerbereich um, bog links um die Ecke und stieg dann doch ins richtige Gefährt. Die beiden blauen Hyundai-Busse, optisch durchaus sehr ähnlich, aber jeweils mit Flagge und riesigem Landesnamen bedruckt, standen direkt nebeneinander.
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Fußball-WM 2026 ist das größte Turnier der FIFA-Geschichte

Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft – das größte Turnier der FIFA-Geschichte. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen um den Titel. Das Eröffnungsspiel wird am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt angepfiffen, das Finale am 19. Juli (beide 21 Uhr/MagentaTV und ZDF) im MetLife Stadium in New York. TV-Fans in Europa benötigen ein besonderes Stehvermögen: Zahlreiche Partien werden wegen der Zeitverschiebung erst spätabends oder nachts angepfiffen.

Wer sind die Favoriten bei der Fußball-WM 2026?

Titelverteidiger Argentinien gehört mit Superstar Lionel Messi erneut zum engsten Favoritenkreis – auch wenn offen ist, welche Rolle der inzwischen 38-Jährige noch spielen wird. Ebenfalls hoch gehandelt werden WM-Dauerbrenner wie Frankreich, Spanien, England und Brasilien. Allerdings: Bislang gab es außerhalb des europäischen Kontinents mit Spanien (2010 in Südafrika) und Deutschland (2014 in Brasilien) erst zwei Weltmeister aus Europa.

Wie stehen die deutschen Chancen bei der Fußball-WM 2026?

Unter Bundestrainer Julian Nagelsmann wirkt die Mannschaft nach den enttäuschenden Turnieren der vergangenen Jahre stabiler. Ein Titelgewinn wäre nach den Vorrunden-Blamagen von 2018 und 2022 dennoch eine große Überraschung. Das Achtelfinale scheint realistisch, danach wird vieles von Form, Auslosung und Momentum abhängen. In der Vorrunde warten zunächst Curacao (14. Juni), die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) als Gegner auf die DFB-Elf.

Unsere Jungs für die USA! Das ist Julian Nagelsmanns WM-Kader

Was ist bei der Fußball-WM 2026 neu?

Die WM wird größer denn je: Statt bislang 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf 104. Von den zwölf Vierergruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften sowie die acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde. Dadurch gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale, für die Finalisten steigt die maximale Zahl der Spiele somit von sieben auf acht. Außerdem wird das Turnier erstmals in drei Ländern gespielt – den USA, Mexiko und Kanada. Für die FIFA ist die WM ein gigantisches Prestigeprojekt, Kritiker sprechen dagegen von einer weiteren Aufblähung des Kalenders.

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Wo sind die Spiele der Fußball-WM 2026 im TV zu sehen?

In Deutschland zeigt die Telekom mit einem Abo von MagentaTV alle 104 WM-Spiele live, davon 44 exklusiv. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen insgesamt 60 Partien im Free-TV, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale. So kann jeder in den Genuss dieser XXL-WM kommen! (mit sid)

Verwendete Quellen: SID