Unser WM-TickerHaaland-Double beim WM-Spiel! Megastar feuert verkleidet die Norweger an

FOXBOROUGH, MASSACHUSETTS - JUNE 26: Channing Tatum cheers with Norway fans during the FIFA World Cup 2026 Group I match between Norway and France at Boston Stadium on June 26, 2026 in Foxborough, Massachusetts. (Photo by Steph Chambers - FIFA/FIFA via Getty Images)
Megastar verkleidet sich beim Gruppenspiel zwischen Frankreich und Norwegen als Haaland-Double – und zwar aus einem triftigen Grund!
FIFA via Getty Images

Beim WM-Spiel Norwegen gegen Frankreich (1:4) zog ein Haaland-Double die Blicke auf sich. Schließlich steckte unter der blonden Perücke ein echter Megastar!
Im RTL.de-Liveticker seid ihr ganz nah beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko mit 48 Mannschaften und 104 Spielen dabei.

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Jana Alina Delayne

Bewirbt er sich hier für eine neue Rolle? Megastar feuert inkognito die Norweger an

Blonde Mähne, Norwegen-Trikot und lautes Jubeln: Beim WM-Gruppenspiel zwischen Frankreich und Norwegen zieht ein vermeintlicher Erling Haaland auf der Tribüne alle Blicke auf sich! Doch beim genaueren Hinsehen wird schnell klar: Nicht der Fußballprofi sitzt jubelnd im Publikum, sondern ein verkleideter Mega-Star!
Channing Tatum kommt als Erling Haaland verkleidet zum Norwegen-Spiel
Für einen kurzen Moment wirkt es, als hätte Erling Haaland seinen Platz auf der Ersatzbank aufgegeben und sich unter die Fans gemischt. Doch der vermeintliche Fußballstar ist in Wahrheit Channing Tatum. Der Schauspieler hat sich für seinen Stadionbesuch als Norwegens Torjäger verkleidet.
Die Haaland-Verkleidung diente allerdings nicht zur Bewerbung für eine neue Rolle – die hat er nämlich bereits, und zwar als Stunt-Double für Erling Haaland in der neuen Werbekampagne von Nike. Dort ist er in mehreren gemeinsamen Spots mit dem Star-Stürmer zu sehen.
Seine neue Rolle legt der Schauspieler dabei auch nicht im Stadion selbst ab und kommt mit blonder Perücke – sehr zur Freude der Zuschauer!
Erling Haaland bleibt auf Ersatzbank – Frankreich gewinnt 4:1 
Während sein prominenter Doppelgänger auf der Tribüne für Gesprächsstoff sorgt, verfolgt Erling Haaland die komplette Partie von der Ersatzbank. Norwegen hatte sich bereits für das Sechzehntelfinale qualifiziert und schont seinen Torjäger deshalb im letzten Gruppenspiel – ein Fehler? Frankreich gewinnt letztlich die Partie am Ende mit 4:1 und beendet die Gruppenphase mit einem klaren Erfolg.
Hättet ihr ihn erkannt? Channing Tatum verkleidet sich beim Gruppenspiel als Norwegens Torjäger Haaland.
Hättet ihr ihn erkannt? Channing Tatum verkleidet sich beim Gruppenspiel als Norwegens Torjäger Haaland. FIFA via Getty Images
Jan Luhrenberg

Rudi Völler: Wir können jede Mannschaft schlagen!

Rudi Völler kam, um die aufgewühlte Fußball-Seele zu streicheln. „Ich bin völlig beruhigt und relaxt, am Montag wird die Mannschaft alles reinhauen", versprach der DFB-Sportdirektor während seiner Pressekonferenz vor dem Sechzehntelfinale gegen Paraguay (22.30 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Foxborough. 

Das verlorene letzte WM-Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2) ist für Völler dabei keinerlei Maßstab. „Die Grundvoraussetzungen waren anders", betonte er. „Das war für Ecuador das Spiel der Spiele der letzten 20 oder 30 Jahre. Früher war das bei uns auch nicht viel besser, wenn man schon weiter war." Da wolle man „gerne gewinnen, aber dass ein paar Prozentpunkte fehlen, ist ganz normal". Dies werde am Montag „ganz anders sein. Da geht es ums Weiterkommen oder Nach-Hause-Fahren."

Völler bekräftigte den Glauben, „dass wir alles rausholen, absolut ans Limit gehen, ein richtig gutes Spiel machen und in die nächste Runde einziehen". 2002 hatte Deutschland bei der WM Paraguay im ersten K.-o.-Spiel 1:0 besiegt, mit Völler als Teamchef: „Damit könnte ich auch diesmal gut leben."

Generell sei das DFB-Team „eine Mannschaft, die an richtig guten Tagen am Limit gegen jede Mannschaft gewinnen kann". Allerdings: „Wenn ein paar Prozent weniger da sind, können wir auch gegen einige verlieren, das ist bei ein, zwei, drei Nationen vielleicht anders.“
Jan Luhrenberg

Deutschland vor Paraguay-Spiel mit „Messer am Hals“ 

DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig sieht die deutsche Nationalmannschaft für die Alles-oder-Nichts-Spiele bei der Fußball-WM gut gerüstet. „Wir wissen, dass wir nun das Messer am Hals haben in den K.o.-Spielen. Das hatten wir schon einmal gegen die Slowakei. Auch da war der Druck groß", sagte Rettig vor dem Sechzehntelfinale am Montag gegen Paraguay (22.30 Uhr, ZDF und MagentaTV) bei Magenta TV.

Deutschland hatte im November im finalen Qualifikationsspiel gegen die Slowakei zwingend einen Sieg benötigt – und gewann mit 6:0. „Wir werden am Montag das Slowakei-Gesicht sehen und nicht das Ecuador-Gesicht", sagte Rettig. Gegen Ecuador hatte das DFB-Team zum Abschluss der Gruppenphase 1:2 verloren. Diese Niederlage sei „für uns ein ungewohntes Gefühl nach elf Siegen in Folge“ gewesen, so Rettig: „Aber ich denke, das war ein wichtiges Spiel."

Gleichzeitig verteidigte Rettig Bundestrainer Julian Nagelsmann, der nach dem Ecuador-Spiel von fehlendem Engagement seiner Spieler angesichts des schon feststehenden Gruppensiegs nichts hatte wissen wollen. „Ich muss schon schmunzeln, dass einige nach dem Spiel erstaunt waren, wie Julian Nagelsmann seine Spieler verteidigt. Das erwarte ich von einem Trainer", sagte Rettig.
Jana Alina Delayne

Undav packt über alten Job aus: „Hat sich nicht schlimm angefühlt"

Nationalspieler Deniz Undav kann seinem späten Durchbruch als Profifußballer auch positive Seiten abgewinnen. „Es war ein sehr harter Weg, der aber auch viel Spaß gemacht hat", sagte der 29-Jährige, der als Jugendlicher eine Ausbildung zum Maschinenführer absolviert hatte, am Rande der WM bei DFB-TV: „Ich habe viele Facetten im Leben gesehen. Ich bin froh, dass ich es so geschafft habe und nicht gezüchtet worden bin."
Undav hatte in seinen jungen Jahren in einer Fabrik gearbeitet, um seinen Lebensunterhalt zu finanzieren, während er gleichzeitig als Amateurfußballer unterwegs war. „Es hat sich nicht so schlimm angefühlt. Ich bin um 4.00 Uhr aufgestanden, um 4.30 zur Bushaltestelle gegangen, mit dem Bus 40 Minuten gefahren, dann 35 bis 40 Minuten zu Fuß zur Firma ins Industriegebiet. Später wieder der Weg zurück – irgendwo was essen, Sachen packen, zum Training. Zwei Jahre lang", erzählt er.
Undav hatte den Durchbruch erst über Umwege geschafft, bis 2020 spielte er noch beim SV Meppen. Zuvor schien eine Profikarriere weit weg. „Fußball war und ist mein Leben. Ich wollte aus Spaß weiterspielen. Ich habe gedacht: 2000 Euro mit dem Job, 600 bis 700 Euro mit dem Fußball, dann habe ich ein brutales Leben", erzählt er nun.
Bei der WM führte der Stuttgarter das DFB-Team als Joker mit drei Toren zum Gruppensieg. Eine Entwicklung, die lange Zeit nicht denkbar war. „Der Traum war es nicht mehr, ich habe gar nicht daran geglaubt. Ich dachte, ich spiele noch 14, 15 Jahre auf dem Niveau, bekomme vielleicht irgendwann 1200 Euro und mache meinen Job weiter", sagte er.
Erst mit dem Wechsel zu Eintracht Braunschweig, Undav war gerade 21 Jahre alt geworden, habe der Fußball eine Perspektive geboten. „In Braunschweig kam der Gedanke: Okay, es ist nur noch ein minimaler Schritt. Dann ging es nach Meppen. Ich dachte: Ich muss nicht mehr arbeiten. Einfach in der 3. Liga bleiben und dann von Jahr zu Jahr gucken", so Undav, der schließlich 2023 sein Debüt in der Bundesliga gab.
Anja Blanuscha

Kroos und Podolski mahnen – glauben aber weiter an die DFB-Elf 

Toni Kroos befürchtet ein schnelles WM-Aus für die Fußball-Nationalmannschaft, sofern zwei Bedingungen nicht erfüllt werden. "Es muss eklig sein, gegen uns zu spielen, dass wir in der Lage sind gut und eklig zu verteidigen. Das machen wir noch nicht. Und wir brauchen Musiala und Wirtz in Top-Form – das haben wir nicht. Wenn sich beides nicht ändert, wird es nicht mehr lange gehen", sagte der Weltmeister von 2014 in der TikTok-Live-Show "Kroos und Kroos: Die WM unter der Lupe". Auch Talkgast Lukas Podolski benannte nach dem 1:2 zum Abschluss der WM-Gruppenphase gegen Ecuador einige Mängel der DFB-Elf. Wichtig sei nun, die Konsequenzen schnell zu ziehen. "Vielleicht ist so eine Niederlage mal gut. Mal auf die Fresse zu bekommen. Damit jeder sagt: Jetzt kommen wir mal runter. Vielleicht tut so eine Niederlage mal gut, damit jeder mal in seinem Zimmerchen nachdenkt", sagte der ehemalige Kölner, der in Brasilien vor zwölf Jahren mit Kroos zusammen den WM-Titel geholt hatte. Am Montag steht in Foxborough das erste K.-o.-Spiel in der Zwischenrunde gegen Paraguay an. 
Trotz der Kritik bleibt Kroos optimistisch: Falls Deutschland auf den Top-Favoriten Frankreich trifft, könne die Nagelsmann-Truppe gewinnen, „wenn alles zusammenkommt“. Auch Podolski macht Mut: „Man muss jetzt nicht alles nur schlechtreden. Lasst uns die Jungs pushen.“ Die bisher dreimal klar siegreiche Équipe Tricolore wäre der DFB-Gegner im Achtelfinale, wenn beide Teams ihr erstes Spiel in der K.-o.-Phase gewinnen. 
Roger Saha

"Ein Traum" wird wahr: Kap Verde feiert WM-Sensation


Kaum jemand hätte Kap Verde vor der WM zugetraut, auch nur einen Punkt zu holen. Jetzt spielt der Außenseiter plötzlich in der K.-o.-Runde gegen Lionel Messi. Die Freude ist kaum in Worte zu fassen.

Eine, vielleicht zwei Minuten mussten sie noch überstehen. Nur noch diese Schlusssekunden. Die kapverdischen Nationalspieler standen nach ihrem Schlusspfiff im Kreis um ein Handy herum. Wie kleine Kinder an Weihnachten. Auf dem Bildschirm: die Partie Spanien gegen Uruguay.
Und dann: pure Freude. Glückseligkeit. Eine Sensation, wie es sie in der WM-Geschichte selten gegeben hat.
Durch das 0:0 gegen Saudi-Arabien und den spanischen Sieg im Parallelspiel erreichte die Auswahl des kleinen Inselstaates bei ihrem Debüt gleich die K.-o.-Runde. In der deutschen Nacht zum Samstag geht es gegen Titelverteidiger Argentinien und Superstar Lionel Messi.
„Für mich wird ein Traum wahr“, sagte Mittelfeldspieler Deroy Duarte. Das Zittern vor dem Handy beschrieb er so: „Ich war kurz davor, zu weinen.“
Vor ein paar Wochen noch war Kap Verde das gerne genommene Beispiel für Kritiker der Aufstockung des WM-Teilnehmerfeldes von 32 auf 48. Ein Inselstaat mit so vielen Einwohnerinnen und Einwohnern wie eine mittelgroße deutsche Stadt - die hat doch bei einer WM nichts verloren. Eben doch.
Nach einem 0:0 gegen Titelfavorit Spanien, einem 2:2 gegen Uruguay und diesem Remis in Houston ist der Einzug ins Sechzehntelfinale verdient.
Mit der Mama auf der Tribüne
Und mitreißende, herzerwärmende Geschichten gibt es noch dazu. Auf der Tribüne der riesigen Arena fieberte erneut Ana Cândida Évora mit, die Mutter des 40 Jahre alten Torwarts Vozinha. Dem folgen in den sozialen Medien mittlerweile mehr Menschen als so manchem Hollywoodstar.
„Es bedeutet uns sehr viel, denn wir wissen, dass wir aus einem kleinen Land kommen“, sagte der Torwart. „Aber wir wussten auch, dass wir hierherkommen würden, um konkurrenzfähig zu sein.“
Keiner der Spieler von Trainer Pedro Leitão Brito, der Bubista genannt wird, ist bei einem wirklich großen Club angestellt. Einige haben weitere Staatsbürgerschaften wie die niederländische oder französische.
„Wir sind unter schwierigen Bedingungen aufgewachsen. Unsere Großeltern und unsere Eltern haben große Opfer gebracht“, sagte Vozinha. „Ich glaube, wir haben die Widerstandskraft der Menschen von Kap Verde gezeigt. Wir haben gezeigt, mit welcher Leidenschaft wir unser Land vertreten.“
Noch auf dem Rasen feierten die Außenseiter den Einzug in die K.-o.-Runde ausgelassener als der FC Bayern so manche deutsche Meisterschaft.
„Kleine Insel, große Träume“, kommentierte der weltbekannte schwedische Ex-Starspieler Zlatan Ibrahimović. Frankreichs ehemaliger Weltmeister Thierry Henry sagte beim Sender Fox: „Ich habe Gänsehaut. Das ist die WM, du musst große Träume haben. Das ist die Story des Turniers bislang.“
Keine Angst vor Messis Argentinien
Geht es nach den kapverdischen Spielern, muss der Traum auch noch lange nicht ausgeträumt sein. Trotz der großen Namen beim kommenden Gegner.
„Wir werden den Moment genießen und feiern“, sagte Deroy Duarte. Dann aber beginne die Vorbereitung auf Argentinien und Messi.
„Natürlich wird das ein besonderes Spiel und ein besonderer Moment. Aber der Ball ist rund“, sagte Duarte. „Man hat gesehen, dass wir gegen das große Uruguay ein Unentschieden geholt haben. Warum also nicht?“
Trainer Bubista verwies auf eine enge Verbindung seines Heimatlandes zu den Argentiniern. „Viele Kapverdier sind nach Argentinien ausgewandert“, sagte er. Messi sei für viele der Beste aller Zeiten.
„Gegen Argentinien und Messi zu diesem Zeitpunkt eines solchen Turniers zu spielen, ist großartig“, sagte der Coach.
Und sein Torwart betonte: „Wir mögen klein sein, aber wir haben ein großes Herz – und wir sind Kämpfer.“
Es hörte sich an wie: Argentinien kann kommen.
Roger Saha

Deutschlands Gegner heißt Paraguay 


Die deutsche Nationalmannschaft trifft im Sechzehntelfinale der Fußball-WM auf Paraguay. Das steht nach dem Sieg von Europameister Spanien gegen Uruguay (1:0) fest. Die Partie wird am Montag (22.30 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in Foxborough bei Boston ausgetragen. Sollte die DFB-Auswahl gewinnen, droht im Achtelfinale ein Duell mit Vizeweltmeister Frankreich.
Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann geht trotz der Niederlage gegen Ecuador zum Abschluss der Vorrunde (1:2) als Favorit in das Spiel gegen den Sechsten der Qualifikation der südamerikanischen Konföderation CONMEBOL. Allerdings lag das Team von Coach Gustavo Alfaro dabei nur einen Punkt hinter dem Tabellenzweiten Ecuador. "Da gehst du natürlich als klarer Favorit in die Partie. Es ist auf jeden Fall machbar, aber wir sollten gerade gegen eine südamerikanische Mannschaft gewarnt sein, weil sie von der Spielweise sehr aggressiv und gierig sind", erklärt MagentaTV-Experte Jonas Hofmann. 

Die größte Stärke ist die Defensive, in 18 Qualifikationsspielen kassierte Paraguay nur zehn Gegentore. Paraguay werde "eine ganz ähnliche Herangehensweise wählen" wie Ecuador, warnte Rio-Weltmeister Mats Hummels bei MagentaTV.
Allerdings waren die WM-Auftritte des Tabellendritten der Gruppe D wenig überzeugend. Gegen Co-Gastgeber USA gab es zum Auftakt eine krachende 1:4-Niederlage, dann wurde die Türkei mit etwas Glück in Unterzahl mit 1:0 besiegt. Für den Einzug in die K.o.-Phase genügte eine Nullnummer gegen Australien.
Gegen Paraguay hat die DFB-Auswahl gute WM-Erfahrungen gemacht. Bei der Endrunde 2002 gab es unter Teamchef Rudi Völler durch einen späten Treffer von Oliver Neuville (88.) im Achtelfinale einen 1:0-Erfolg. Deutschland unterlag später erst im Finale Brasilien (0:2). Im zweiten Aufeinandertreffen trennten sich beide Teams 2013 bei einem Länderspiel in Kaiserslautern 3:3.
Nagelsmann startet die intensive Vorbereitung auf das Sechzehntelfinale am Samstag in Winston-Salem. Nach dem Abschlusstraining am Sonntagvormittag geht es im FIFA-Charterflieger nach Boston.

Fabian Klein

Sepp Maier ist sich sicher: „Manu, früher hättest du den gehalten!"

Über die Rolle von Manuel Neuer beim Gegentor zum 1:2 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ecuador gehen die Meinungen auseinander. Bayerns Torhüterlegende Sepp Maier sah den DFB-Torhüter durchaus in der Mitschuld: „Das ganze Team war erschreckend schwach. Allerdings hätte Manu dem Ball früher entgegengehen müssen, statt auf ihn zu warten. Ein Torwart seiner Klasse muss in solchen Situationen aktiver agieren. Da muss er sich schon an die eigene Nase fassen", sagte der 82-Jährige bei Sport1 und ergänzte: „Manu, früher hättest du den souverän gehalten."
Fabian Klein

DAS bereitet Mats Hummels beim DFB-Team die meisten Sorgen

„Es ist ein weiter, weiter Weg bis zu einem möglichen Finale oder gar mehr für uns“, sagte der frühere Dortmunder und Münchner bei MagentaTV. Die Duelle mit der Elfenbeinküste (2:1) und Ecuador (1:2) in der Vorrunde „haben aufgezeigt, dass es einige Baustellen gibt im Spiel, die angegangen werden müssen“, führte Hummels aus, gab sich da aber wenig zuversichtlich: „Wir werden sehen, wie viel man davon wirklich noch korrigieren kann in der kurzen Zeit.“
Was ihm am meisten Sorgen bereite? „Die Konter-Anfälligkeit – sowohl durch die einfachen Ballverluste, als auch in der Struktur, in dem System oder wie die Spieler stehen. Das sind alles Sachen, über die kann man sprechen, aber man kann sie nicht so schnell korrigieren, als dass das auf Null gefahren werden könnte.“
Der Bundestrainer Hummels würde daher überlegen, ob er einen Spieler „auf die Sechs packt, der fast ausschließlich für die Kontervermeidung zuständig ist, man nennt es neudeutsch 'Holding Six'. Oder man erteilt einem der Spieler, die schon gespielt haben, diese Aufgabe. Aber zumindest über einiges nachdenken muss man und wird es auch tun.“
Fabian Klein

Dua Lipa crasht Pressekonferenz! Bundestrainer will plötzlich tanzen

Eine technische Panne bei der Pressekonferenz von Portugals Trainer Roberto Martinez hat vor dem WM-Spiel gegen Kolumbien für gute Laune gesorgt. Auf einmal ertönte im Medienraum des Miami Stadiums laute Musik der britischen Sängerin Dua Lipa – und kein Mitarbeiter vor Ort war über die Dauer von fast zwei Songs in der Lage, das zu stoppen.
Eine FIFA-Sprecherin auf dem Podium entschuldigte sich bei Martinez für diese Unterbrechung, aber den 52-jährigen Spanier amüsierte die Situation. „Kein Problem", sagte Martinez. „Wir sollten tanzen. Wahrscheinlich supportet Dua Lipa Portugal." Sein Pressesprecher und er wippten dazu im Takt mit dem Kopf.
Roberto Martinez sorgt für einen Lacher.
Roberto Martinez sorgt für einen Lacher. Imago
Jan Luhrenberg

Jetzt glauben wieder mehr Deutsche an den WM-Titel

Der Traum vom nächsten WM-Titel lebt! Die deutsche Fußballnationalmannschaft steht beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko in der K.-o.-Runde, spielt am Montag (29. Juni, 22.30 Uhr) ihr Sechzehntelfinale. Der Gegner ist noch unklar. Und eine neue Umfrage zeigt jetzt: Hierzulande steigt der Optimismus, dass wir tatsächlich am Ende den Pokal in die Luft heben.

14 Prozent glauben, dass Deutschland Weltmeister wird. Das ist das Ergebnis der neuen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv. Vor rund einem Monat sah das noch ganz anders aus: Da glaubte nur ein Prozent an einen deutschen WM-Titel.

Nur wenige (drei Prozent) glauben indes, dass das erste Spiel der K.-o.-Runde für die deutsche Mannschaft auch das letzte sein wird. 17 Prozent glauben, dass im Achtelfinale Schluss für die deutsche Mannschaft ist. 24 Prozent glauben, dass es die DFB-Stars von Bundestrainer Julian Nagelsmann bis ins Viertelfinale schaffen können, 21 Prozent gehen von einem Halbfinal-Einzug, 8 Prozent von einem Final-Einzug aus.

Doch die Zahlen sind auch mit Vorsicht zu genießen: Die Umfrage mit 1.002 Befragten wurde am 24. und 25. Juni 2026 durchgeführt – also noch vor der Pleite gegen Ecuador (1:2) im letzten Gruppenspiel. Danach könnte sich die Meinung einiger Fans wieder geändert haben ...
Jan Luhrenberg

Rassismus? Jetzt spricht Bastian Schweinsteiger

Rassismus? Von ihm?! Bastian Schweinsteiger versteht die Welt nicht mehr. „Ich habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen. Das ist eine Fußballanalyse. Nicht mehr und nicht weniger", sagte der ARD-Experte zu der hitzigen WM-Kontroverse, bei der er ungewollt im Mittelpunkt steht. „Auf keinen Fall", betonte der Weltmeister von 2014 auf Anfrage, „wollte ich jemandem zu nahe treten."

Was war passiert? Vor dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste (2:1) hatte Schweinsteiger recht pauschal von einem „bisschen afrikanischen Fußball" gesprochen und eine Analyse des DFB-Gegners abgegeben, die arg nach überholten Stereotypen roch. Besagter afrikanischer Fußball, sagte Schweinsteiger, sei „ein bisschen unorthodox", „ein bisschen wild" und „vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt". Emerse Faé, Trainer der Ivorer, unterstellte ihm daher am Donnerstag Rassismus.
Jan Luhrenberg

Rückt Kimmich jetzt ins Mittelfeld vor?

Felix Nmecha und Aleksandar Pavlovic wackelten im Maschinenraum der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador bedenklich, doch eine Rückversetzung von Joshua Kimmich in die Zentrale ist derzeit kein Thema. „Ich finde, dass es Felix Nmecha und Aleksandar Pavlovic im Zentrum gut machen", sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann nach der ersten WM-Niederlage und hob Kimmichs Qualitäten als Rechtsverteidiger hervor: „Bei der EM war er ein top Rechtsverteidiger mit den mit Abstand besten Werten."

Obwohl der Münchner Pavlovic gegen Ecuador (1:2) und zuvor gegen die Elfenbeinküste (2:1) große Probleme hatte, will Nagelsmann weder auf ihn noch auf Nmecha „verzichten". Nach zwei starken Spielen war allerdings auch Nmecha gegen Ecuador nicht auf der Höhe und leistete sich vor dem Ausgleichstreffer einen Ballverlust.

Kapitän Kimmich bildet beim FC Bayern gemeinsam mit Pavlovic ein Mittelfeld-Duo. In der DFB-Auswahl soll er aber auch im Sechzehntelfinale am Montag hinten rechts auflaufen. „Im Fußball sollte man nichts ausschließen, es ist aber nicht geplant", antwortete Nagelsmann auf die Frage nach einer Rückversetzung.
Jan Luhrenberg

Nagelsmann rüffelt Kerner: „Hört auf mit dem Quatsch“

Julian Nagelsmann hat eine Frage von Magenta-TV-Moderator Johannes B. Kerner nach dem 1:2 im dritten WM-Vorrundenspiel gegen Ecuador überhaupt nicht gefallen. „Bitte hört auf mit dem Quatsch, ehrlich. Warum wollten die Jungs nicht Vollgas geben?“, antwortete der Fußball-Bundestrainer auf Kerners Frage, ob der deutschen Mannschaft das letzte Engagement gefehlt habe angesichts des bereits zuvor feststehenden Gruppensiegs.

Ecuador habe es ein bisschen mehr gewollt, insistierte Kerner. Auch das wollte Nagelsmann so nicht stehen lassen: „Nee, die wollten es nicht mehr“, sagte der 38 Jahre alte Cheftrainer. „Die haben halt ein bisschen mehr Risiko genommen in vielen Aktionen“. Durch den Sieg gegen die favorisierte DFB-Elf steht Ecuador als Gruppendritter wie Nagelsmanns Team und der Tabellenzweite Elfenbeinküste ebenfalls im Sechzehntelfinale. 

Einen Einfluss habe die Gruppenkonstellation allerdings schon gehabt, gab Nagelsmann zu. „Natürlich haben wir anders gewechselt, als wir gewechselt hätten, vielleicht in Momenten, wo wir zwingend noch ein Tor brauchen. Aber ich kann jetzt keinem Spieler sagen, er hat nicht Gas gegeben. Das ist mir viel zu plakativ.“
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Fußball-WM 2026 ist das größte Turnier der FIFA-Geschichte

Vom 11. Juni bis 19. Juli steigt in den USA, Mexiko und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft – das größte Turnier der FIFA-Geschichte. Insgesamt 48 Nationalteams kämpfen in 104 Spielen um den Titel. Das Eröffnungsspiel wird am 11. Juni im legendären Aztekenstadion in Mexiko-Stadt angepfiffen, das Finale am 19. Juli (beide 21 Uhr/MagentaTV und ZDF) im MetLife Stadium in New York. TV-Fans in Europa benötigen ein besonderes Stehvermögen: Zahlreiche Partien werden wegen der Zeitverschiebung erst spätabends oder nachts angepfiffen.

Wer sind die Favoriten bei der Fußball-WM 2026?

Titelverteidiger Argentinien gehört mit Superstar Lionel Messi erneut zum engsten Favoritenkreis – auch wenn offen ist, welche Rolle der inzwischen 38-Jährige noch spielen wird. Ebenfalls hoch gehandelt werden WM-Dauerbrenner wie Frankreich, Spanien, England und Brasilien. Allerdings: Bislang gab es außerhalb des europäischen Kontinents mit Spanien (2010 in Südafrika) und Deutschland (2014 in Brasilien) erst zwei Weltmeister aus Europa.

Wie stehen die deutschen Chancen bei der Fußball-WM 2026?

Unter Bundestrainer Julian Nagelsmann wirkt die Mannschaft nach den enttäuschenden Turnieren der vergangenen Jahre stabiler. Ein Titelgewinn wäre nach den Vorrunden-Blamagen von 2018 und 2022 dennoch eine große Überraschung. Das Achtelfinale scheint realistisch, danach wird vieles von Form, Auslosung und Momentum abhängen. In der Vorrunde warten zunächst Curacao (14. Juni), die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni) als Gegner auf die DFB-Elf.

Unsere Jungs für die USA! Das ist Julian Nagelsmanns WM-Kader

Was ist bei der Fußball-WM 2026 neu?

Die WM wird größer denn je: Statt bislang 32 nehmen erstmals 48 Teams teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf 104. Von den zwölf Vierergruppen erreichen jeweils die zwei besten Mannschaften sowie die acht besten Gruppendritten die K.-o.-Runde. Dadurch gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale, für die Finalisten steigt die maximale Zahl der Spiele somit von sieben auf acht. Außerdem wird das Turnier erstmals in drei Ländern gespielt – den USA, Mexiko und Kanada. Für die FIFA ist die WM ein gigantisches Prestigeprojekt, Kritiker sprechen dagegen von einer weiteren Aufblähung des Kalenders.

Video-Tipp: Kreative Fußball-Snacks zur Fußball-WM 2026

Wo sind die Spiele der Fußball-WM 2026 im TV zu sehen?

In Deutschland zeigt die Telekom mit einem Abo von MagentaTV alle 104 WM-Spiele live, davon 44 exklusiv. Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF übertragen insgesamt 60 Partien im Free-TV, darunter die Spiele der deutschen Nationalmannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinals und das Finale. So kann jeder in den Genuss dieser XXL-WM kommen! (mit sid)

Verwendete Quellen: SID