Kommunen stemmen Millionen-KostenRechtsanspruch auf Ganztag startet! Schaffen Niedersachsens Schulen das?
Für Eltern ist es eine Entlastung, für Kommunen eine Mammutaufgabe.
Wenn am Donnerstag (13. August) für rund 890.000 Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen das neue Schuljahr beginnt, startet gleichzeitig eine der größten Veränderungen an den Grundschulen: Erstklässler haben erstmals einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Wie gut das Land wirklich darauf vorbereitet ist und was sich sonst zum neuen Schuljahr ändert, erklärt Kultusministerin Julia Willie Hamburg im Video.
85 Prozent der Grundschulen bieten bereits Ganztag an
Acht Stunden Betreuung an fünf Tagen die Woche: An der Ganztags-Grundschule am Salze in Salzgitter sieht Schulleiterin Bettina Buttke dem Start gelassen entgegen. Nach der Einschulung werden dort 198 von 377 Kindern die Ganztagsbetreuung nutzen. Dafür gibt es unter anderem einen Bewegungs- und einen Ruheraum.
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Landesweit haben laut Kultusministerium inzwischen mehr als 85 Prozent der Grundschulen ein eigenes Ganztagsangebot. Auch an den übrigen Schulen soll der Rechtsanspruch erfüllt werden, beispielsweise durch Kooperationen mit Horten oder anderen Grundschulen. Ganz reibungslos werde die Umsetzung trotzdem nicht überall laufen, „sondern das in Teilen einfach auch improvisiert werden muss“, räumt sie ein.
Kommunen warnen vor hohen Kosten
Vor allem die Finanzierung bleibt eine Herausforderung. Niedersachsen bekommt für den Ausbau 278 Millionen Euro vom Bund, den Rest müssen die Kommunen tragen.

„Da denke ich ganz spontan an die Mittagessensversorgung, an den adäquaten Raum, um eine qualitativ hochwertige Ganztagsbetreuung sicherzustellen. Ich denke an Personal, ich denke an Finanzierung, ich denke an Ausstattung. All das sind Punkte, die uns in den letzten Jahren doch sehr bewegt haben”, sagt Anna Koch-Söchting, kommissarische Fachdienstleitung Bildung in Salzgitter, im Gespräch mit RTL. Auch Hamburg spricht von einer „echten Mammutaufgabe“. Das Land stellt den Kommunen nach ihren Angaben weitere 4,7 Milliarden Euro Investitionsmittel zur Verfügung. Trotzdem bleibt der Schulstart ein Kraftakt, und der neue Rechtsanspruch muss sich nun erstmals im Alltag beweisen.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche

































