Volle Betten, aber spontane BuchungenNeuer Reisetrend macht Betrieben zu schaffen

Urlaubs-Boom mit Rekord-Gästen!
Über 23 Millionen Übernachtungen gab es im ersten Halbjahr 2026 in Hamburg und Schleswig-Holstein.
Doch eine Herausforderung bleibt.
Gästezahlen und Übernachtungen steigen leicht
Schleswig-Holsteins Tourismusbranche darf sich freuen, denn laut dem Statistikamt Nord verzeichnet das Bundesland von Januar bis Juni rund 4,276 Millionen Gäste. Das ist ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und auch die Zahl der Übernachtungen ist im ersten Halbjahr 2026 um 0,4 Prozent gestiegen - Für die Tourismus-Agentur Schleswig Holstein ein Erfolg: „Unsere Zahlen sind im Plus, sowohl im Inland als auch im Auslandsmarketing. Von daher: Die Betten sind voll, die Gastgeber sind zufrieden”, so Stefan Borgmann von der Tourismus-Agentur im Gespräch mit RTL. „Besser kann es nicht sein.”
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Problem: Spontane Kurztrips im Trend
Die Zahlen des Statistikamts Nord bestätigen allerdings vor allem den Trend zu kürzeren Reisen, meint Claus-Ruhe Madsen, Schleswig-Holsteins Minister für Wirtschaft und Tourismus. Laut Borgmann beobachte man den Trend zu spontaneren Buchungen schon seit Jahren. Zum Teil würden Touristen ihre Unterkünfte erst während der Fahrt in den Urlaub buchen: „Das macht unseren Betrieben zu schaffen, denn die Planbarkeit sinkt”, sagt Borgmann. Das betrifft viele Menschen: Laut Madsen sind allein in Schleswig-Holstein allein 16.000 Menschen in der Tourismusbranche tätig.
Ostsee und Binnenland beliebter als Nordsee
Das beliebteste Reiseziel: Sylt! Außerdem reisten im ersten Halbjahr mehr Gäste zum Timmendorfer Strand sowie nach Grömitz und Kappeln. Fehmarn, St. Peter-Ording und Wyk auf Föhr mussten hingegen mit etwas weniger Gästen auskommen. Ziele an der Ostsee und im Binnenland legten leicht zu, während etwas weniger Urlauber an die Nordseeküste reisten. Campingübernachtungen blieben stabil.
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Mehr Übernachtungen in Hamburg
Auch die Hamburger verbuchen im ersten Halbjahr 2026 etwas mehr Übernachtungen als im Vorjahreszeitraum. Die Tourismusbranche erwirtschaftet damit in einem halben Jahr 6,3 Milliarden Euro um – das entspricht fast fünf Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung Hamburgs. „Wir sind zufrieden. Wir haben im letzten Jahr Rekordzahlen, was Übernachtungszahlen angeht, verzeichnen können und haben das im ersten halben Jahr noch einmal steigern können”, erzählt Michael Otremba von Hamburg Marketing. „Das ist absolut keine Selbstverständlichkeit.”
Verwendete Quellen: dpa, eigene RTL-Recherche

































