Auch Deutsche unter den OpfernUnsichtbare Gefahr durch tödliche Strömungen! Zahl der Badetoten auf den Kanaren steigt dramatisch

Die Zahl der Ertrinkungstoten auf den Kanaren ist 2026 deutlich gestiegen
Die bisherige Bilanz zu tödlichen Badeunfällen im spanischen Urlaubsparadies ist erschütternd (Symbolbild)
IMAGO/imagebroker

45 Badetote auf den Kanaren in nur acht Monaten. 
Dutzende menschliche Tragödien stecken hinter erschütternden Bilanz: Familien verlieren von jetzt auf gleich einen geliebten Menschen. Wie Biosfera Digital unter Berufung auf den Verein „Canarias, 1500 km de Costa“ berichtet, stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent. Insgesamt waren 156 Menschen von Wasserunfällen betroffen.

45 Tote auf den Kanaren, darunter sechs Minderjährige

Was als unbeschwerter Tag am Meer beginnt, kann binnen Sekunden zur tödlichen Falle werden: Von Januar bis Juli kamen laut Europa Press 39 Menschen bei Badeunfällen im Bereich der spanischen Inselgruppe ums Leben. Allein im August starben sechs weitere Menschen. Für die erschütternde Bilanz wurden überwiegend Angaben von Notrufzentrale, Polizei, Seenotrettung und weiteren Rettungskräften ausgewertet. Unter den Opfern sind drei Deutsche und sechs Minderjährige.

Das sind so viele ertrunkene Kinder und Jugendliche wie seit mindestens elf Jahren nicht mehr, berichtet Biosfera Digital. Zuletzt starb im August ein 14-Jähriger vor der Küste von Mogán auf Gran Canaria. Insgesamt gerieten 27 Minderjährige in Wasserunfälle, elf von ihnen wurden schwer verletzt.

Auch Warnungen konnten viele Unglücke nicht verhindern. Laut der Auswertung starben 21 Menschen, während die kanarische Regierung wegen gefährlicher Küstenbedingungen Vorwarnungen oder Warnungen ausgerufen hatte.

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Sogenannte Todesströmungen sind kaum sichtbar

Selbst scheinbar ruhige See kann durch unsichtbare Strömungen lebensgefährlich werden. „Es sind vor allem sogenannte Rippströmungen, die Schwimmern und Badenden zum Verhängnis werden. Diese auch als Todesströmungen bezeichneten Phänomene sind natürlich und kommen überall in den Gewässern des Archipels vor“, so Professor Dr. Torsten Schlurmann von der Leibniz Universität Hannover in Bild. Sie könnten Badende hinaus aufs Meer ziehen und seien für Laien oft kaum zu erkennen. Hellere oder durch Sand aufgewühlte Wasserflächen können auf die gefährlichen Strömungen hinweisen.

Wer erfasst wird, soll laut Schlurmann „nicht dagegen ankämpfen“. Sein Rat: Ruhe bewahren, sich zunächst hinaustragen lassen und dann seitlich aus der Strömung schwimmen.

Verwendete Quellen: Biosfera Digital, Europa Press, Bild