Ein guter Morgen, um Nähe und Einigkeit zu demonstrieren. Dieses Bild sendet Johann Wadephul heute in Irland beim EU-Außenministertreffen mit seinen Amtskollegen Richtung Russland. Die europäischen Partner stützen Deutschlands Vorgehen gegen Moskau.
„Mich beeindruckt die starke europäische Unterstützung für das, was wir getan haben. Russland hat eskaliert und Russland hat diesen hybriden Angriff vorgetragen. Und Russland muss jetzt mit diesen Konsequenzen leben.“
Zu den Konsequenzen zählen die Schließung des Russischen Hauses in Berlin und des Generalkonsulats in Bonn. Zudem soll es verschärfte Einreisekontrollen für Russen und ein härteres Vorgehen gegen die russische Schattenflotte geben.
Als einen schweren Fehler bezeichnet Russlands Präsident Putin diese Strafmaßnahmen. Er wirft Deutschland vor, mit den Anschuldigungen von innenpolitischen Problemen ablenken zu wollen.
„Die Position des Bundeskanzlers Friedrich Merz ist prekär. Er genießt das Vertrauen seiner Bürgerinnen und Bürger nicht. Wo sind sie, die Beweise? Nun, sie haben die Beweise gefälscht.“
Scharfe Drohungen folgen auch vom Vizechef des russischen Nationalen Sicherheitsrates, Dmitrij Medwedew, auf Telegram.
„Sie verdienen einen direkten Schlag gegen alle deutschen Produktionsstätten für Militärtechnik.“
Gemeint seien Rüstungsbetriebe, die für die Ukraine arbeiten, und möglicherweise auch einige andere Orte in Berlin.
„Dmitri Medwedew ist das verbale Maschinengewehr des Kreml, allerdings mit Platzpatronen. Ein solcher Raketenangriff auf deutsche Fabriken würde Krieg mit der NATO bedeuten, und das will man hier in Moskau nicht riskieren.“
Unterdessen soll laut Medienberichten die Bundesanwaltschaft zwei Tatverdächtige im Zusammenhang mit dem geplanten Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig im Visier haben. Beide sollen unter anderem einen russischen Pass haben.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche