35 Minuten ohne AufsichtMädchen (4) ertrinkt im Pool – während die Mutter an der Bar Cocktails bestellt

Schrecklicher Badeunfall in Michigan: Ein vierjähriges Mädchen ertrinkt in einem Pool ohne Aufsicht. (Symbolbild)
Schrecklicher Badeunfall in Michigan: Ein vierjähriges Mädchen ertrinkt in einem Pool ohne Aufsicht. (Symbolbild)
picture alliance / SZ Photo | Catherina Hess

Ein kleiner Körper treibt im Wasser und niemand greift ein.
In einem privaten Sportclub im US-Bundesstaat Michigan kommt es zu einer tödlichen Tragödie. 35 Minuten lang bleibt eine kleine Vierjährige völlig unbeaufsichtigt im Wasser und ertrinkt. Die Mutter sitzt laut Polizei währenddessen an der Bar.

Kinder allein im Pool zurückgelassen

Es soll ein schöner Ausflug in den Deer Lake Athletic Club werden. Zwei Frauen bringen insgesamt sechs Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren zum Pool. Doch statt auf die Kleinen aufzupassen, werfen sie nur ein paar aufblasbare Schwimmhilfen ins Wasser und verschwinden! „Die Frauen ließen die Kinder unbeaufsichtigt und gingen in den Bar- und Restaurantbereich des Clubs, wo sie Essen und Getränke bestellten“, erklärt das Büro des Oakland County Sheriffs dem Magazin People.

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Während die Mütter sich bedienen lassen, bleiben die Kinder rund 35 Minuten allein am Beckenrand und im Wasser. Dabei verbieten Schilder im Club ausdrücklich, dass Minderjährige unter 16 Jahren ohne Erwachsene den Pool nutzen. Es gibt keinen Bademeister.

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Schwester zieht das leblose Mädchen aus dem Wasser

Als die Einsatzkräfte gegen 19.30 Uhr alarmiert werden, kämpfen andere Badegäste bereits um das Leben des vierjährigen Kindes. Die ältere Schwester hatte das Mädchen aus dem Wasser gezogen. Zwei Männer und eine Frau versuchen verzweifelt, es wiederzubeleben. Sanitäter bringen das Kind ins Krankenhaus, doch dort können Ärzte nur noch den Tod feststellen.

Sheriff spricht von vermeidbarem Tod

Der Sheriff von Oakland County findet deutliche Worte. „Das ist ein schrecklicher und tragischer Tod, der leicht hätte verhindert werden können“, sagt Sheriff Michael J. Bouchard. Er mahnt eindringlich: Es reiche nicht, „nur in der Nähe” zu sein – ein Erwachsener müsse explizit damit beauftragt sein, die Kinder im Auge zu behalten. „Wir haben Fälle gesehen, in denen Kinder in einem Pool voller Erwachsener ertrunken sind.“

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Der Club kündigt an, vollumfänglich mit den Behörden zu kooperieren. Die Staatsanwaltschaft prüft nun, welche Konsequenzen dieses fatale Fehlverhalten für die Mutter haben wird. (nha)

Verwendete Quellen: People, CBS News