Schüler in Castrop-Rauxel getötet Wende bei Teenie-Tod aus Notwehr: 17-Jährige plötzlich unter Mordverdacht!

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Mit diesem Bild fahndet die Polizei nach der Schülerin.
Polizei

Jetzt fahndet die Polizei nach dem Mädchen.
Zuerst sah es nach Notwehr aus, jetzt steht sie unter Mordverdacht: Die Ermittler suchen eine 17-Jährige aus Castrop-Rauxel. Die Schülerin soll einen gleichaltrigen Jugendlichen durch einen Stich in den Hals heimtückisch ermordet haben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Die Teenagerin ist abgetaucht

Als die Mordkommission neun Tage nach der Tat mit einem Haftbefehl an der Adresse der Jugendlichen auftauchte, war sie verschwunden. Nun wird öffentlich nach ihr gefahndet.

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Zunächst hatte sie den Ermittlern erzählt, sich gegen eine Vergewaltigung gewehrt und in Notwehr zugestochen zu haben. Dabei lieferte sie zwei Versionen ab: Erst behauptete sie, auf dem Weg zur Fahrschule von hinten angegriffen worden zu sein.

Zwei Versionen von Notwehr in Castrop-Rauxel

Später hatte die 17-Jährige eingeräumt, sich mit dem Teenager auf der Terrasse eines leerstehenden Hauses getroffen zu haben. Dies habe sie aus Angst vor ihren Eltern zunächst verschwiegen. Sie habe ihn gekannt und schon vorher Kontakt zu ihm gehabt.

Lese-Tipp: Teenager (17) in Castrop-Rauxel mit Stich in den Hals getötet – war es Notwehr?

Bei dem Treffen sei der junge Mann dann aber zudringlich geworden und habe versucht, sie zu vergewaltigen. Sie habe schließlich nach einem spitzen Gegenstand gegriffen und - ohne Tötungsabsicht - in Richtung des Jugendlichen gestochen. Dann sei sie nach Hause gelaufen. Weil die zweite Version mit der Spurenlage übereinstimmte, wurde die 17-Jährige freigelassen.

Mögliches Tötungsdelikt in Castrop-Rauxel - Spurensicherung vor Ort gewesen - Eine männliche Person tot
Hier ein Bild des Tatorts in Castrop-Rauxel.
www.imago-images.de, IMAGO/7aktuell, IMAGO/7aktuell.de | Marc Gruber

Ein Autofahrer hatte den stark blutenden Jugendlichen unweit des leerstehenden Hauses entdeckt. Der 17-Jährige war dann bewusstlos geworden und trotz Rettungsmaßnahmen gestorben.

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Handy-Auswertung brachte die Wende

Die umfangreiche Auswertung des Handys des Mädchens habe schließlich Tage später ergeben, dass sie nicht in Notwehr gehandelt, sondern den Jugendlichen geplant und heimtückisch getötet haben dürfte. Ein Messer sei inzwischen als mögliche Tatwaffe in Tatortnähe auf einem Spielplatz entdeckt worden, sagte Staatsanwalt Henner Kruse. Es werde noch auf Spuren untersucht. Am 23. Januar hatte das Amtsgericht Dortmund Haftbefehl wegen dringenden Mordverdachts gegen die 17-Jährige erlassen.

Mit Personenbeschreibung fahndet die Polizei

Die Gesuchte ist 159 cm groß, hat braune Augen und Haare. Sie spricht Russisch. (cko mit dpa)

Verwendete Quelle: dpa, Polizei-NRW