Blutspur endet im NichtsPolizei sucht mit Leichenspürhunden nach Michelle (25) aus Celle

Was steckt hinter dem mysteriösen Verschwinden der 25-jährigen?
Die Polizei sucht mit Leichenspürhunden nach der 25-jährigen Michelle H.
Polizeiinspektion Celle

Die Spur wird kälter, die Angst wächst.
Seit einer Woche ist Michelle H. wie vom Erdboden verschluckt. Die Polizei greift jetzt auf Leichenspürhunde zurück, um die 25-Jährige zu finden. Mittwoch (18. März) läuft die bislang wohl intensivste Suchaktion – wenn keine Spuren gefunden werden, vorerst auch die letzte. Noch geben die Ermittler die Hoffnung nicht auf.

Polizei setzt Leichenspürhunde ein

Die Suche bekommt eine dramatische Wendung. Dass die Ermittler jetzt auf diese Maßnahmen setzen, zeigt: Die Lage ist ernst. Zwei Boote sind auf der Aller unterwegs, eines davon ein Sonarboot, das den Flussboden scannt. Auf dem zweiten Boot sucht Leichenspürhund „Hunter” über dem Wasser nach Spuren. Parallel ist an Land auch Spürhund „Whiskey” im Einsatz. Insgesamt sind neben den beiden Tieren aus Braunschweig zehn Einsatzkräfte aus Oldenburg und zwei Taucher beteiligt.

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Trotz der neuen Suchstrategie stellt die Polizei klar, dass Michelle noch leben könnte. Noch vor wenigen Tagen suchten Einsatzkräfte mit Hunden, die auf lebende Menschen spezialisiert sind, sogar ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera war im Einsatz. Diese Maßnahmen sind aktuell gestoppt. Ein Verbrechen kann weiterhin nicht ausgeschlossen werden.

Am Montag (16. März) sucht die Polizei den Fluss noch mit einem Personenspürhund ab.
Am Montag (16. März) sucht die Polizei den Fluss noch mit einem Personenspürhund ab.
RTL

Der Fokus liege jetzt komplett auf dem Wasser. „Die Maßnahmen an Land eben haben wir soweit schon ausgeschöpft und konzentrieren uns einfach, weil ja die Spur in der Nähe der Aller endete, noch mal intensiv eben hier auf diesen Bereich“, sagt Kristina Ommen von der Polizei Celle im Gespräch mit RTL. Vom Hafenbecken in Celle arbeiten sich die Kräfte flussabwärts rund acht Kilometer bis zum Wehr in Oldau vor.

Video-Tipp: Michelle (25) verschwindet mit blutiger Wunde am Hals

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Blutspur führt in Richtung Fluss

Mitten in der Nacht verschwindet Michelle H. am 11. März. Ein Bekannter wählt gegen 3.30 Uhr den Notruf und meldet, dass die 25-Jährige mit einer Halsverletzung aus ihrer Wohnung an der Albert-Schweitzer-Straße in Celle gerannt war. Eine 193 Meter lange Blutspur zieht sich über den Asphalt Richtung Aller und endet abrupt an einer Kreuzung etwa 300 Meter vom Ufer entfernt.

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Der Mann steht laut Polizei nicht unter dringendem Tatverdacht. Hinweise auf einen Kampf in der Wohnung gebe es nicht. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens soll Michelle komplett schwarz gekleidet gewesen sein, befand sich laut Ermittlern „offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand.” (nha)

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, t-online