Schockierende EnthüllungReporterin schafft es in geheime Telegram-Gruppe, in der Männer Vergewaltigungen planen

Männer tauschen Tipps zum Betäuben von Frauen aus!
Der Fall Dominique Pelicot erschütterte 2024 die Weltöffentlichkeit. Eine CNN-Recherche zeigt jetzt, dass hinter dieser Art von Verbrechen ein großes, globales Netzwerk steckt. So musste auch Zoe Watts aus England nach 16 Jahren Ehe erfahren, dass ihr Mann ihr heimlich Schlaftabletten in den Tee mischte und sie im bewusstlosen Zustand missbrauchte. Die ganze Geschichte erfahrt ihr im Video.

Missbrauch im eigenen Zuhause

Was zunächst wie ein schockierender Einzelfall wirkt, scheint Teil eines globalen Netzwerks zu sein. Ein erschütternder CNN-Bericht deckt eine dunkle Parallelwelt im Internet auf: In versteckten Chatgruppen tauschen Männer gezielt Tipps darüber aus, wie sie ihre Partnerinnen heimlich unter Drogen setzen und sexuell missbrauchen können – inklusive Anleitungen, wie sie dabei unerkannt bleiben. Expertinnen sprechen von einer regelrechten „Online-Vergewaltigungsakademie“.

Videos, Livestreams und Chatverläufe zeigen, wie sexuelle Gewalt gegen Frauen in diesen Gruppen nicht nur verharmlost, sondern systematisch normalisiert und sogar kommerzialisiert wird. Besonders perfide: Viele Opfer ahnen oft jahrelang nicht, was ihnen angetan wurde.

So erging es auch Zoe Watts aus England. Sie erfuhr 2018 nach 16 Jahren Ehe durch ein Geständnis ihres damaligen Ehemannes, dass er ihr über Jahre hinweg die Schlaftabletten ihres Sohnes in den Tee gemischt hatte.

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16 Jahre war Zoe mit ihrem Peiniger verheiratet.
16 Jahre lang war Zoe mit ihrem Peiniger verheiratet.
CNN

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Während sie bewusstlos war, vergewaltigte er sie, fesselte sie und machte Fotos von ihr. Das Geständnis erschütterte sie zutiefst und ließ sie ihre gesamte Ehe infrage stellen. Ihr Ex-Mann verbüßt inzwischen eine elfjährige Haftstrafe wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung durch Eindringen und Verabreichung von Drogen.

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Täter kommen häufig davon

Leider werden viele dieser Fälle nie angezeigt oder lassen sich nur schwer beweisen. Häufig schämen sich die Betroffenen, erinnern sich nur brüchig an das Geschehen oder zweifeln durch gezielte Manipulation der Täter sogar an ihrer eigenen Wahrnehmung.

Playlist 50 Videos

Außerdem verschwinden die eingesetzten Medikamente oft so schnell aus dem Körper, dass die Beweise schwer zu sichern sind. Auch wenn einzelne Plattformen inzwischen Gruppen gesperrt, Inhalte entfernt und teilweise auch Ermittlungen eingeleitet wurden, ist das Problem längst nicht gelöst.

Hier finden Betroffene Hilfe

Wenn es in eurem Umfeld sexuellen Missbrauch gibt oder ihr selbst betroffen seid, findet ihr unter der Nummer 0800 – 22 55 530 oder unter www.hilfe-portal-missbrauch.de Menschen, mit denen ihr darüber sprechen könnt.

Auch Stalking und sexualisierte Übergriffe in Chats und Apps sind ernstzunehmende Themen. Solltet ihr davon betroffen sein oder jemanden kennen, der oder die betroffen ist, findet ihr Hilfe unter der kostenlosen Hotline 08000 – 116 016 oder unter www.hilfetelefon.de.

Verwendete Quellen: CNN