Zahlt sich Freundlichkeit auch hier aus?Viele glauben: Wer KI „bitte“ und „danke“ sagt, bekommt bessere Antworten

86 % der Büroangestellten sind höflich zur KI!
Das hat eine neue Studie herausgefunden. Die Umfrage unter 2.000 Büroangestellten in den USA, die KI nutzen, ergab: Zwei Drittel halten es für wichtig, der KI mit Höflichkeit zu begegnen. 27 Prozent sagen sogar bei jeder Nutzung „bitte“ und „danke“.
Ist Höflichkeit der Schlüssel für die Qualität der KI-Antworten?
Ein Befragter der Studie ist überzeugt, dass Höflichkeit entscheidend ist, weil „die KI eher richtig antwortet, wenn man Wörter wie ‚bitte‘ verwendet – selbst wenn die Anfrage nicht besonders gut formuliert ist“. Andere sehen darin eine Frage des eigenen Charakters: „Ich möchte mir nicht angewöhnen, selbst zu einem Roboter unhöflich zu sein – das könnte sich übertragen.“ Mehrere Befragte glauben zudem, dass Höflichkeit die Qualität der KI-Antworten tatsächlich verbessert. „Die KI lernt von mir – ich möchte, dass sie meine Umgangsformen übernimmt“, erklärt einer der Teilnehmer, wie die New York Post schreibt.
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Das sagt die KI-Expertin dazu
Ein Ergebnis der US-Studie: 64 % aller Arbeitnehmer geben an, dass es wichtig ist, KI mit Respekt zu begegnen. Doch was hat es nun mit verbesserten Ergebnissen auf sich? Zahlt sich Freundlichkeit aus? „Betrachtet man die Daten, so geht es bei KI-Höflichkeit nicht um die KI selbst, sondern um den Nutzer. Mitarbeiter, die „bitte“ und „danke“ sagen, achten auf Tonfall, Kontext und Präzision und erzielen dadurch deutlich bessere Ergebnisse. Höflichkeit signalisiert, dass jemand erkannt hat, dass KI nicht nur ausführbar, sondern auch reaktionsfähig ist”, erklärt Ana Riabova, KI-Wachstumsexpertin im Rahmen der Studie.
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KI wird tendenziell als weibliche Person angesehen
Darüber hinaus zeigt die Studie, dass 41 % aller Befragten KI als Werkzeug betrachten. 23 % sehen die KI als eine Person. Von denjenigen, die ein Geschlecht zuweisen, wählen 14 % „weiblich“ und 11 % „männlich“. Welche Rolle spielt KI bei den befragten Studienteilnehmern und wo wird sie am meisten eingesetzt? Die häufigsten Aufgaben: Dokumente zusammenfassen (53 %), Brainstorming (37 %), E-Mails schreiben (31 %), Daten analysieren (22 %), Codieren (20 %).
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Und: 64 % aller Büroangestellten würden KI wahrscheinlich als zukünftigen Kollegen betrachten, wenn sie menschliche Eigenschaften nachahmen könnte. 5,5 Jahre ist der durchschnittliche Zeitraum, in dem Führungskräfte erwarten, dass KI wie ein menschlicher Mitarbeiter behandelt wird. (anr)
Verwendete Quellen: Die KI-Richtungsdefizitstudie 2026, Talker Research, New York Post
































