Sender und Verbände fordern RegulierungHead of ChatGPT: Journalistische Quellen sind zuverlässiger als KI
Forderung zum Start der OMR
Beim MOR-Festival kommt am 5. und 6. Mai die Marketing- und Digitalbrache in Hamburg zusammen. Rund 70.000 Menschen sollen kommen. Ein Schwerpunktthema der Veranstaltung ist die Künstliche Intelligenz. Doch KI kann nicht nur eine Chance sein, sondern setzt zum Beispiel auch lokale Medien unter Druck. Was KI für den Journalismus bedeutet und warum der Head of ChatGPT eher auf journalistische Quellen als auf seine KI vertrauen würde, erfahrt ihr im Video.
Digitalminister: „Natürlich kann man aufholen”
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) betont auf der OMR, dass Deutschland sich beim Thema Digitalisierung unabhängiger von ausländischen Plattformen und Unternehmen machen müsse, auch beim Thema Künstliche Intelligenz.
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Die Bundesrepublik müsse aufholen und das Potenzial sei durchaus da, sagt der Minister im Gespräch mit RTL: „Wir zeigen, dass wir in vielen Bereichen, wenn es zur Produktentwicklung kommt, hervorragend aufgestellt sind. Wir haben tolle Fortschritte. Wir müssen daraus eben skalierbare, wachsende Geschäftsmodelle aufbauen. Da müssen wir die Rahmenbedingungen schaffen. Aber wir haben die Talente und natürlich kann man aufholen. Das erfordert jetzt den Mut, aber auch die Nachhaltigkeit, dass über einen längeren Zeitraum durchzuhalten.”
RTL Nord-Geschäftsführerin fordert Regulierung
Das große Problem vieler Medienhäuser ist die KI-Zusammenfassung. Wenn Nutzer zum Beispiel bei Google ein Stichwort oder eine Frage eingeben, wird oft zuerst eine automatisch erstellte KI-Antwort angezeigt. Auf den ersten Blick scheinen dort alle wichtigen Infos zu stehen. Vielen reicht das, die Nutzer klicken gar nicht mehr auf die eigentliche Quelle der journalistischen Inhalte. Die Klicks bleiben aus und damit auch die Einnahmen. Ähnlich ist das Prinzip bei KI-Anwendungen wie ChatGPT.

Mehrere deutsche Sender und Medien-Verbände fordern eine Regulierung. Gemeinsam wenden sie sich an die Politik und fordern gesetzliche Rahmenbedingen, so auch RTL Nord-Geschäftsführerin Sonja Schwetje. Denn: die großen Tech-Plattformen haben kaum Auflagen. „Es ist wenig Bereitschaft da, die haben ein großes Machtmonopol, über faire Vergütungsmodelle zu sprechen. Deswegen glaube ich, dass es am Ende darauf hinausläuft: Wir brauchen faire Regeln, die für alle gelten. Und wenn wir Kreativität und Wertschöpfung in diesem Bereich erhalten wollen, dann muss es verbindliche Vorgaben für alle geben.” Weniger Klicks könnte zunächst der Anfang sein, wenn da nicht gegengesteuert wird, könnte die KI-Zusammenfassung früher oder später existenzbedrohend sein für Medienhäuser und den regionalen Journalismus.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa

































