Welche es gibt und was sie bedeutenErdbeermond, Pink Moon und Co. – was steckt hinter den verschiedenen Vollmond-Namen?

Die Sache mit den Vollmonden beruht auf langer Tradition!
Jedes Jahr gibt es mindestens zwölf, manchmal aber auch 13 Vollmonde. Und jeder von ihnen hat einen oder mehrere ganz bestimmte Namen – je nachdem in welchem Monat er stattfindet. Doch woher kommen diese Namen und was bedeuten sie eigentlich? Wir verraten es euch!
Monat für Monat: Liste aller Vollmond-Namen
In einem vergangenen RTL-Interview erklärte die Astrologin Phi Weber (@phi.loves.astrology) bereits, „dass die Namen dabei traditionell von unseren Vorfahren so gewählt wurden, dass sie die jeweils typische Aktivität widerspiegeln, die zu der Zeit zu beobachten war.”
Januar: Wolfsmond
Februar: Schneemond, Hungermond
März: Wurmmond, Krähenmond
April: Pink Moon
Mai: Blumenmond, Wonnemond
Juni: Erbeermond
Juli: Heumond
August: Störmond
September: Erntemond, Herbstmond, Maismond
Oktober: Jägermond
November: Frostmond, Nebelmond, Bibermond, Frost-, Wind- oder Schneemond, Trauermond
Dezember: Julmond, Christmond
Es gibt jedoch eine Ausnahme: Der Name des sogenannten „Blue Moon” hat nichts mit einer bestimmten Tätigkeit zu der jeweiligen Jahreszeit zu tun, zu der er am Himmel steht.
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Warum heißen manche Vollmonde „Blue Moon”?
Hin und wieder – genauer gesagt etwa alle zweieinhalb Jahre – kommt es vor, dass es in einem Monat zwei und in einem Jahr somit insgesamt 13 Vollmonde gibt. Dieser zusätzliche Vollmond heißt immer „Blue Moon”, oder „Blauer Mond“ – ganz egal in welchem Monat er vorkommt.
Der Name resultiert aus der amerikanischen Redewendung „Once in a blue moon“, wie unter anderem das Astro-Portal Starwalk erklärt. Das Sprichwort entspricht etwa dem bei uns bekannten „Alle Jubeljahre mal“ und meint somit ein seltenes Ereignis – was der „Blue Moon” ja nun mal ist.
Der Januar-Vollmond heißt Wolfsmond – aber warum?
Der Januar-Vollmond hat von den Ureinwohnern Nordamerikas den Namen Wolfsmond erhalten, weil im tiefsten Winter anscheinend besonders häufig das Geheule der Wölfe zu hören war. Sie gingen davon aus, dass die Tiere auf Nahrungssuche waren. Aber: Heute weiß man, dass Wölfe heulen, um zu kommunizieren. Der Name wurde deshalb aber nicht geändert.
Warum heißt der Februar-Vollmond Schneemond?
Der Name des Februar-Vollmonds – Schneemond – bedarf eigentlich keiner großen Erklärung, denn: Im Februar, mitten im Winter, konnten unsere Vorfahren wohl viele und starke Schneefälle beobachten. Weil genau das aber auch dafür sorgte, dass Jägern die Jagd erschwert wurde, wird dieser Vollmond auch Hungermond genannt.
März-Vollmond: Was bedeutet der Name Wurmmond?
Der Vollmond im März ist meist als Wurmmond bekannt, weil gerade jetzt – durch steigende Temperaturen und gleichzeitig viel Regen – in Nordamerika und Europa viele Regenwürmer zurück an die Oberfläche kommen. Eine weitere Bezeichnung des März-Vollmonds ist Krähenmond. Auch wenn diese Bezeichnung erst einmal etwas angsteinflößend und mystisch klingt, hat er nichts mit bösen Prophezeiungen oder Ähnlichem zu tun. Der Name hat vielmehr einen positiven Hintergrund: Die Ureinwohner Nordamerikas sollen dem Vollmond im März diesen Namen verpasst haben, da das Krächzen der Krähen in der Regel das Ende des Winters angekündigt hat.
Warum heißt der April-Vollmond Pink Moon?
Der April-Vollmond wurde nicht etwa Pink Moon genannt, weil er in Pink strahlt. Nein, er wurde nach der in pink erblühenden Pflanze namens Phlox benannt, die bereits im April ihre farbenfrohen Blüten trägt. Der deutsche Name der Pflanze lautet übrigens Flammenblume.
Der Mai-Vollmond heißt Blumenmond – das ist der Grund
Der Vollmond im Mai wird jedes Jahr als Blumenmond bezeichnet, weil im Mai viele Blumen auf der Nordhalbkugel beginnen zu blühen. Hier in Deutschland ist er aber auch als Wonnemond (Wonne = anderes Wort für Freude) bekannt, was voraussichtlich darauf zurückgeht, dass man sich auf den nahenden Sommer freut. Oder aber es hat mit dem Begriff „Wonnemonat Mai” zu tun.
Warum heißt der Juni-Vollmond Erdbeermond?
Auch die Bedeutung von Erdbeermond, dem Vollmond im Juni liegt auf der Hand: „Der Vollmond im Juni fiel traditionell mit der Reifezeit der Erdbeeren zusammen. Somit markiert der Erdbeermond den Beginn der Erdbeer-Erntezeit und wird daher oft mit Fruchtbarkeit, Fülle und Wachstum assoziiert”, erklärte Astrologin Weber.
Heumond: Was bedeutet der Name des Juli-Vollmonds?
Im Juli beginnen Landwirte traditionell damit, ihr Heu zu ernten, daher der heißt der Vollmond im Juli Heumond. Die Ureinwohner Nordamerikas nannten ihn „Buck Moon”, also Bockmond, weil den Böcken im Sommer ein neues Geweih wächst. Manchmal entschieden sie sich aber auch für die Bezeichnung Donnermond, weil – ihr könnt es euch denken – gerade jetzt im Sommer besonders viele Gewitter auftreten.
Warum heißt der August-Vollmond Störmond?
Der Name des August-Vollmonds hat nicht etwa mit dem Verb „stören“ zu tun. Sondern: Störmond kommt daher, dass für einige Stämme der amerikanischen Ureinwohner der August der Monat des Störfischens war. Der Vollmond im August wird allerdings auch manchmal Erntemond genannt, weil auf der Nordhalbkugel – also auch bei uns – langsam aber sicher die Ernte beginnt.
Vollmond im September: Was bedeuten die Namen Erntemond und Hebstmond?
Der September-Mond trägt, bei uns in Europa, vor allem die Namen Erntemond oder Herbstmond. Man findet aber auch die Bezeichnung Maismond – bei den indigenen Stämmen in Nordamerika markiert er nämlich traditionell die Zeit der Maisernte. Ob nun Ernte-, Mais- oder Herbstmond: In jedem Fall liegt die Namensgebung auf der Hand, schließlich steht der Herbstbeginn zur Zeit des September-Vollmonds meist kurz bevor und Landwirte befinden sich mitten in der Ernte.
Im Oktober heißt der Vollmond Jägermond – das steckt dahinter
Für den Namen des Oktober-Vollmonds gilt, so haben es unsere Vorfahren zumindest gehandhabt: Nachdem die Ernte während des Erntemonds im September größtenteils eingefahren wurde, liegen die Felder nun frei – und Jäger haben freie Sicht auf ihre Beute.
Warum heißt der November-Vollmond Frostmond?
Der November-Vollmond hat wohl die meisten Namen: Weil es hierzulande im Herbst und beginnenden Winter besonders in den frühen Morgenstunden oft zu Nebel kommt, wurde der Vollmond im November Nebelmond getauft. Die amerikanischen Ureinwohner benannten ihn hingegen nach dem fleißigen Biber in Bibermond, da das Tier im November eifrig Dämme baut und sich mit Nahrung eindeckt, um sich so auf den Winter vorzubereiten. Und: Der November-Vollmond wird auch Frost-, Wind- oder Schneemond (weil es logischerweise wieder kälter wird) sowie Trauermond genannt. Letzteres ist darauf zurückzuführen, dass in diesem Monat vermehrt den Verstorbenen gedacht wird.
Vollmond im Dezember: Warum heißt er Julmond?
Der Name des Dezember-Vollmonds – Julmond – leitet sich vom germanischen Julfest ab, eine Zeit vor und nach der Sonnenwende, die wir heutzutage vor allem mit der Weihnachtszeit assoziieren. Wegen Letzterem trägt dieser Vollmond bei uns auch den Namen Christmond.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Starwalk
































